"Ich habe selber ein Gipfelkreuz aufgestellt"

18. Februar 2011, 17:45
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    Der evangelisch- lutherische Bischof Michael Bünker (li.) und der Vorsitzende des Zentralrats der Konfessionsfreien, Heinz Oberhummer.

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    Michael Bünker: "Keine Kippa, kein Kopftuch, kein Kreuz? Ich glaube, eine Gesellschaft hält mehr an Religion aus."

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    Heinz Oberhummer: "Mein Problem mit Religion beginnt dort, wo die Kirchen die Konfessionsfreien diskriminieren."

Bischof trifft Konfessionsfreien: Michael Bünker und Heinz Oberhummer über Ethik, göttliche Offenbarung, gläubige Christenleute als Mathe-Lehrer, die "Rache Gottes" und zur Frage, warum die Akropolis schön ist - trotz Allgotts Zeus

Standard: Herr Bünker, Sie und Ihre Mitstreiter, die einen verpflichtenden Ethikunterricht für all jene Schüler fordern, die keinen Religionsunterricht besuchen, sagen, kein Schüler in Österreich soll zur Matura kommen, ohne eine Grundausbildung in religiösen und ethischen Fragen zu bekommen. Was wäre denn der Makel solcher Maturantinnen und Maturanten?

Bünker: Die religiöse Dimension ist eine wesentliche, etwas, das den Menschen insgesamt ausmacht. So wenig man Menschen nur auf Religion festlegen kann, so sicher ist es, dass die Auseinandersetzung mit den letzten, den großen Fragen - Kardinal König hat da gern zitiert: Wo komme ich her? Wo gehe ich hin? Was ist der Sinn in meinem Leben? - stattfinden und es die Möglichkeit der Begegnung mit gelebter Religion geben muss. Darum ist das etwas Wertvolles, das auch durch die Schule gewährleistet sein soll.

Standard: Herr Oberhummer, sind Sie und die Konfessionsfreien generell gegen Ethikunterricht oder nur gegen Ethik als "Strafunterricht"?

Oberhummer: Gegen Ethikunterricht kann kein vernünftiger Mensch was haben. Was ist Ethik? Ein großes Teilgebiet der Philosophie, das Kriterien festlegt, was ist gut, was schlecht. Immanuel Kant hat gesagt: Wie soll ich handeln? Das ist Ethik. Die normale Ethik beruht auf Vernunft. Religiöse Ethik beruht auf dem Glauben einer göttlichen Offenbarung. Das ist etwas ganz anderes. So, wie der Ethikunterricht jetzt geplant ist, als Strafsanktion für die Schüler, die sich von Religion abmelden oder von ihren Eltern abgemeldet werden oder konfessionsfrei sind, und nicht für alle, kann's nicht sein. Die melden sich von Religion ab und müssen dann in Ethik gehen, wo sie dieselben Religionslehrer wieder treffen?! Der Hauptteil der Lehrenden sind Religionslehrer, die in Religionsethik ausgebildet wurden, nicht in Ethik. Ich habe größte Bedenken, dass man jetzt auf die Konfessionsfreien Religionslehrer loslässt. Ethik sollen Philosophen unterrichten.

Standard: Kann man Religionslehrer auf Konfessionsfreie "loslassen", um sie Ethik zu lehren?

Bünker: Natürlich ist für qualitätvollen Ethikunterricht eine adäquate fachliche und didaktische Ausbildung an Hochschulen oder Universitäten nötig. Die kirchliche Pädagogische Hochschule Wien-Krems hat eine Kooperation mit dem Institut für Philosophie an der Uni Wien. Ich meine, wer diesen Hochschullehrgang absolviert hat, soll zum Fach Ethik berechtigt sein. Was die religiöse Einstellung von Lehrerinnen und Lehrern betrifft, ist das ein weites Feld. Die Konfessionsfreien sind ja auch mit Lehrern konfrontiert, die Mathematik unterrichten und gläubige Christenleute sind.

Oberhummer: Aber Sie müssen Mathematik studieren - und wir fordern, dass sie für den Ethikunterricht Philosophie studieren und nicht irgendeine Religion.

Bünker: Wenn Sie das so engführen, muss man sagen, es gibt ja den philosophischen Einführungsunterricht in der AHS-Oberstufe, dann sollte der doch der Ethikunterricht sein.

Oberhummer: Genau dafür sind wir! Das kostet kein Geld. Drastisch gesprochen: Religiöse Leute mit den Missbrauchsfällen, ihren veralteten Sexualvorstellungen, den autoritären Strukturen, der Diskriminierung von Frauen sind die ungeeignetsten Leute, Ethikunterricht zu halten. Das betrifft nicht so sehr die evangelische Kirche, die ist viel moderner, fortschrittlicher, aufgeklärter. Aber Sie geben sich in der Frage Ethikunterricht her als Feigenblatt für die Katholiken.

Standard: Ist es plausibel, in Gesellschaften, die immer multikultureller und multikonfessioneller oder konfessionsfrei werden, ausgerechnet über Grundfragen des Zusammenlebens getrennt nach Konfession nachdenken zu lassen?

Bünker: Im Religionsunterricht wird viel kooperiert. Wenn man so will, ist der Religionsunterricht, das traue ich mich für Österreich und Deutschland zu sagen, eigentlich die Avantgarde der religiösen und interreligiösen Begegnung.

Oberhummer: Es ist noch gar nicht so lange her, dass evangelische Kinder in den katholischen Unterricht geschickt wurden. Es hat sehr lange gedauert, bis sie das Recht auf eigenen Religionsunterricht erkämpft haben. Jetzt machen Sie mit den Konfessionsfreien genau das Gleiche. Ich habe eine E-Mail bekommen, da schreibt einer: Ich bin gläubig, möchte aber nicht, dass die Konfessionsfreien diskriminiert werden. Das ist für mich ein echter Christ.

Standard: Lassen Sie uns die Grenze zwischen Freiheit zur und von Religion ausloten. Wie viel Religion ist für Sie als Konfessionsfreien im öffentlichen Raum akzeptabel?

Oberhummer: Ich feiere genauso Weihnachten wie alle. Warum soll man diese Traditionen nicht weiterführen? Ich bin kein Kirchenhasser. Mein Problem mit Religion beginnt dort, wo die Kirchen die Konfessionsfreien diskriminieren und sich Privilegien holen. Aber natürlich leben wir in einer christlichen oder abendländischen Kultur.

Bünker: Also kein Problem mit Gipfelkreuzen?

Oberhummer: Überhaupt nicht. Ich habe heuer im Sommer selber ein Gipfelkreuz aufgestellt. Diese Kreuze sind Tradition. Aber das Kreuz im Klassenzimmer ist eindeutig ein Machtsymbol. Es zeigt, hier bin ich der Herr - und das widerspricht meinem Gefühl für Konfessionsfreie.

Bünker: Das Aufhängen des Kreuzes hängt von der Zahl ab. Es ist also nicht so gedacht, dass diejenigen, vor allem wenn sie die Mehrheit hätten und nicht einer christlichen Kirche angehören, damit irgendwie dominiert werden.

Oberhummer: Aber die Minderheit ist doch auch zu schützen!

Bünker: Die Frage ist ja: Kann das Religionsfreiheitsrecht des Einzelnen wirklich bedeuten, dass der öffentliche Raum vollkommen frei von religiösen Symbolen gemacht wird? Das versucht man zum Teil, wenn man sagt, es darf keine Kippa, kein Kopftuch, kein Kreuz getragen werden, etwa in französischen Schulen. Ich glaube, eine Gesellschaft hält mehr an Religion aus. Wenn sie damit vernünftig umgeht und das unverkrampft sieht, dann muss das überhaupt nicht Anlass zu Konflikten geben.

Oberhummer: Wenn's Brauchtum ist, ja. Ich gehe auch in Griechenland in die Akropolis und schaue mir den schönen Tempel an. Deswegen glaub ich auch nicht an den Zeus. Das ist ein Kulturdenkmal. Auch das Christentum hat wunderbare Kulturdenkmäler und Musik hervorgebracht. Auch das Kopftuch ist für mich kein Problem. Jeder soll anziehen, was er will. Bei uns tragen die Bäuerinnen ja auch ein Kopftuch.

Standard: Wie viel Religion brauchen moderne Gesellschaften? Es gab ja die Idee, Religion sei etwas Vormodernes, das sich mit fortschreitender Säkularisierung irgendwann erübrigt. Es kam anders.

Bünker: Die Säkularisierungsthese hat sich als nicht richtig herausgestellt. Der französische Religionssoziologe Gilles Kepel nennt das La revanche de Dieu, die Rache Gottes. Spätestens seit 11. September 2001 sagt man: Religion ist wieder da, und zwar mit ihrem hässlichen, fanatisierenden, fundamentalistischen, gewaltbereiten Gesicht, das Religion ohne Zweifel hat, da braucht man nur in die Geschichte des Christentums schauen. Europa ist da die große Ausnahme mit einer Zunahme der Säkularisierung.

Oberhummer: In Ländern, in denen die Schere zwischen Arm und Reich sehr groß ist, wie in den USA oder der Dritten Welt, ist Religiosität sehr verbreitet. Wo das ziemlich gerecht ist, etwa in den skandinavischen Ländern, nimmt die Religion ab und die Säkularisierung zu. Ich verstehe das auch. Wenn's jemandem schlecht geht, muss man den aufs Jenseits vertrösten. Wenn's allen gleich gut geht, dann braucht man das Jenseits nicht.

Bünker: Die europäischen Gesellschaften sind zunehmend von Migration geprägt, und Religion ist für viele Zuwandernde der Identitätsanker, das portative Heimatland. In diesem großen Problembereich, was hält eine Gesellschaft zusammen, muss Religion angemessen berücksichtigt werden. Man darf die Menschen aber auch nicht nur über ihre Religion definieren. Wir sehen das ja in Österreich: Aus den Gastarbeitern der 60er-Jahre wurden die Ausländer, dann Migrantinnen und Migranten, und jetzt sind wir bei den Muslimen gelandet. Es wird einfach das religiöse Etikett draufgepickt und gesagt, alle Probleme sind geklärt - also eine Art Religionisierung der politischen Auseinandersetzung. Da muss man auch aus religiöser Sicht sagen: Zurückhaltung. Es braucht die klare Unterscheidung zwischen Politik und Religion. (Lisa Nimmervoll, DER STANDARD, Printausgabe, 19./20.2.2011)

MICHAEL BÜNKER (56) promovierte in Wien in evangelischer Theologie zum Thema "Briefformular und rhetorische Disposition im 1. Korintherbrief". 1991 übernahm der gebürtige Steirer, der in Kärnten aufgewachsen ist, die Leitung der Evangelischen Religionspädagogischen Akademie (ERPA). Im Herbst 1999 wurde er zum Oberkirchenrat gewählt, im Juni 2007 zum Bischof der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich. In seiner Freizeit spielt er Schlagzeug in der Rockband "Kreuzweh".

HEINZ OBERHUMMER (69) war außerordentlicher Professor am Atominstitut der Österreichischen Universitäten an der TU Wien. Bekannt ist der einst für den Nobelpreis vorgeschlagene Kern- und Astrophysiker als einer der "Science Busters" (mit Physiker Werner Gruber und Kabarettist Martin Puntigam), die z. B. im Programm Die Physik des Christentums zeigen, wie man den Heiligen Geist mithilfe der Quantenphysik erklären kann. Seit 2009 Vorsitzender des Zentralrats der Konfessionsfreien.

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Hinguckerl
22
28.2.2011, 11:42
Weg mit den staatlich anerkannten religionen aus der öffentlichkeit!

vor allem aus den öffentlichen bildungseinrichtungen. religionsunterreicht ist wie der persönliche glaube privatsache. Was wir brauchen ist ein sekulärer und laizistischer staat.
Haben wir aus der shoa nicht gelernt? wo wir vor nicht allzulanger zeit andersgläubige zu fremdkörpern unserer gesellschaft erklärt und millionenfach ermordet haben? Und jetzt geht die politische hetze der blaunen gegen andersgläubige schon wieder los! warum? weil mit religiösen gefühlen dem mob am besten die andersartigkeit und ausrottung suggeriert werden kann.

x x3
02
28.2.2011, 21:10
Sorry ich kann ihrer Argumentation nicht ganz folgen.

Gerade, weil der Holocaust passiert ist, sollte der Staat Religion weder unterdrücken noch verdrängen.

Wir brauchen einen säkulären Staat: 100% Zustimmung.
Aber dieser Staat sollte die Religionen der in ihm lebenden Bürger anerkennen, aber nicht fördern (keine staatlichen Privilegien).
Ebenso ja zu einem Religionsunterricht in den Schulen.
Der jedoch von den Rel-Gemeinschaften zu bezahlen ist und an den man sich anmelden muss (nicht abmelden wie bisher). Und ja zu rel. Symbolen.
Kreuz, Halbmond, Davidstern (die Ath. werden auch was finden), alles nebeneinander.

Und ein klares Verbot für die Verbreitung von Lehren, die die eigene Überlegenheit der eigenen Gruppe predigen (egal ob religiösen, politischen oder rassistischen Gründen)

Hinguckerl
00
ich kann Ihren überlegungen etwas abgewinnen.

religionsunterricht im rahmen einer vergleichenden religionswissenschaft fächerübergreifend mit philosophie und psychologie schiene mir hingegen idealer, als der weiterhin getrennte unterricht nach religionszugehörigkeit. ersteres modell würde dem jungen menschen möglichkeit zur umfassenderen bildung, die ja auch bei vielen universitären philosophischen fachrichtungen erforderlich ist, zu erwerben. der herkömmliche religionsunterricht in öffentlichen lehranstalten fördert hingegen vorurteile und unbildung und letztendlich auch die gesellschaftliche kluft in krisenzeiten, wie man es jetzt ja hautnah auch bei uns erleben kann.
aus diesem grund bin ich auch gegen die staatliche förderung von allen reliösen bildungseinrichtungen.

Frauenzimmer
02
28.2.2011, 10:20
Ich würde nicht weinen,

wenn alle drei monotheistischen religionen den weltgeschichtlichen bach hinunter gingen. haben bisher nur unheil über die menschheit gebracht und vor allem unrecht gegenüber der hälfte der menschheit, den frauen. und gerade die sind es, die diese sie diskriminierenden ideologien in der mehrzahl aufrecht erhalten.

Herr J.K.
03
27.2.2011, 11:45
Gegen Kreuze in den Schulklassen hab´ich nix,

sie sollten nur verkehrt herum aufgehängt werden.

Hail Satan! Ave Satanas!

wo-man
41
26.2.2011, 09:49
Auch ein Atheist ist gläubig:

Er glaubt an die Nichtexistenz Gottes.

Pyotr Alexeyevich
11
27.2.2011, 18:22

Nicht an die Existenz glauben, und an die Nichtexistenz glauben sind zwei verschiedene paar Schuhe.

Ich nehme mal an, du glaubst nicht an Zeus, Thor, und die isländischen Elfen. Macht dich das gläubig?

ChesneyB
11
28.2.2011, 08:22

"Nicht an die Existenz glauben, und an die Nichtexistenz glauben sind zwei verschiedene paar Schuhe."

Richtig. Und diejenigen, die glauben, daß es keinen Gott gibt, nennt man Atheisten. Die anderen sind die Agnostiker.

Pyotr Alexeyevich
10
28.2.2011, 16:49

Die Frage lässt sich abschließend so beantworten: Agnostics are just atheists without balls.

Hinguckerl
00
28.2.2011, 08:46
ganz falsch

ein agnostiker stellt die existenz gottes in frage.
ein antheist sagt: es gibt keinen gott.

Hinguckerl
01
28.2.2011, 09:33
pardon.

ich habe mich beim posten geirrt. meine antwort "ganz falsch" richtet sich an @ Pyotr Alexeyevich.

legal eagle
 
00
27.2.2011, 07:48

unsinn.

wo-man
01
27.2.2011, 08:40
unsinn? atheistisch = gottlos

Die Nicht/Existenz ist empirisch zu beweisen, was nicht gelingt. Selbst Jesus, ein Drittelgott nach christlichem Verständnis, ist historisch nur als Mensch, nicht als Gott nachweisbar. Deshalb der Glaube.

Raubmordkopierer
01
27.2.2011, 22:53

Googeln sie mal nach "Russels Teekanne"

Freund der kärntner Fandangos grandes (ex Foromat)
00
28.2.2011, 21:22

Interessant , diese Analogie habe ich nicht gekannt.

ChesneyB
01
28.2.2011, 08:25
Übrigens

Nicht umsonst gibt es in Österreich Atheisten, die sich auf das Recht auf Religionsfreiheit berufen:

http://www.atheistische-religionsgesellschaft.at/

ChesneyB
01
28.2.2011, 08:23

Ja und?

Nicht verstanden?

Sie können weder die Existenz noch die Nichtexistenz beweisen!

wo-man
10
28.2.2011, 08:00
Guter Tipp

Wenn ich eine neue wissenschaftliche These aufstelle, muss ich zuerst die alte, bestehende widerlegen, und nicht umgekehrt. Und die Leugnung der Gottesexistenz setzt voraus, dass ich die These von der Existenz Gottes leugne. Und nachdem "Gott" kein empirisch nachweisbarer Begriff ist, kann ich nur den Glauben der Anderen an Gott leugnen, indem ich sage: ich glaube das nicht. Also ist Atheismus eine Glaubensfrage.

Kremser
72
25.2.2011, 12:29
Für Herrn Oberhummer ein Zitat Franz Werfels:

"Ich sehe in der katholischen Kirche die reinste von Gott auf die Erde gesendete Kraft und Emanation, um die Übel des Materialismus und Atheismus zu bekämpfen und um der armen Menschenseele die Offenbarung zu bringen. Aus diesem Grunde und obwohl extra muros stehend habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, mit meinen bescheidenen und geringen Mitteln den von der katholischen Kirche geführten Kampf gegen diese Übel und für die göttliche Wahrheit zu unterstützen". Zitat Ende.

Was sagen Sie dazu?

A. Nungsvoll
10
27.2.2011, 17:08
Franz Viktor Werfel (* 10.09.1890 Prag; † 26.08.1945 Kalifornien)

Inwieweit Franz Werfel - dessen Werk ich durchaus schätze - hier relevante Aussagekraft hätte, erschließt sich mir leider nicht.
Auch er war "ein Kind seiner Zeit".
Ich vermute, dass er diese Aussage heute - so er noch leben würde - zumindest relativieren würde.

Hinguckerl
00
28.2.2011, 12:26
lt.wikipedia

Franz Werfel wurde 1890 in Prag als Sohn des wohlhabenden Handschuhfabrikanten Rudolf Werfel und dessen Frau Albine, geb. Kussi, geboren. Die Familie gehörte dem deutschböhmischen Judentum an. Die Frömmigkeit seiner tschechischen Kinderfrau, der Besuch der Privatvolksschule der Piaristen und die barocke Katholizität seiner Heimatstadt prägten den jungen Werfel. Seine Reifeprüfung legte Werfel 1909 am Deutschen Gymnasium Stefansgasse in Prag ab. Schon während seiner Schulzeit veröffentlichte er Gedichte.

Hinguckerl
00
28.2.2011, 12:36

er wurde vom naziregime allerdings als judenstämmig verfolgt und ist mit Alma Mahler in die USA emigiert.

eightball
21
27.2.2011, 10:19
Bitte verschonen Sie uns mit solchen Zitaten...

da wird einem ja speiübel!

Letztendlich möchte ich ein häufig erwähntes Zitat J.P. Sartres bemühen:

"Die Hölle, das sind die Anderen"

Egal ob Religion, Politik, usw.

So schauts aus!

Kremser
10
27.2.2011, 10:38

sartre würde ich nie zitieren denn der ist ein geistiger lump!

legal eagle
 
00
27.2.2011, 07:51
dass das herrn werfel frei stand.

andere menschen sehen in organisierter religion einrichtungen, um den menschen von eigenverantwortlichen entscheidungen über die eigene moral und erkenntnis abzuhalten.

was sagen sie dazu?

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