Salzburgs Wunschstürmer Vittek trainiert wieder in Ankara

18. Februar 2011, 16:08
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Transfer des Slowaken weiter in Schwebe - Ankaragücü schickte Gutachten über defektes Faxgerät an FIFA

Salzburg - Der Transfer des slowakischen Teamstürmers Robert Vittek nach Salzburg ist weiterhin in Schwebe. Der 28-Jährige, dessen Freigabe wegen eines angeblich defekten Faxgerätes erst eine Minute nach Transferschluss am 1. Februar eingetroffen war, hält sich allerdings nicht mehr in seiner Heimat Bratislava fit. Vittek wurde stattdessen von seinem bisherigen Arbeitgeber Ankaragücü in die Türkei zurückbeordert.

Die FIFA-Abteilung für den Status von Spielern hat in dem Fall noch nicht entschieden. Die Online-Eintragung ins seit 1. Oktober 2010 obligatorische Transfer Matching System (TMS) war am 1. Februar erst drei Minuten nach Mitternacht erfolgt. Ankaragücü hat die Schuld bereits auf sich genommen und das Gutachten einer Firma an den Weltverband geschickt, wonach das Fax tatsächlich kaputt war und von 23.15 bis 23.55 Uhr MEZ repariert worden sei.

Wann die FIFA entscheidet, ist noch nicht abzusehen. "Wir können nur warten. In diesem Fall gibt es keinen Gewinner", sagte Trainer Huub Stevens. "Aber der Spieler selbst ist der Meistleidtragende. Das Ganze hat ja auch eine menschliche Komponente." Der Niederländer muss somit bis auf weiteres mit Roman Wallner und Joaquin Boghossian das Auslangen finden.

Laut Auskunft seines präsumptiven Mannschaftskollegen Dusan Svento wäre Vittek liebend gern bereits in Salzburg. "Er leidet sehr unter der Situation", meinte Svento. "Er wäre eine große Verstärkung für uns - sportlich wie menschlich." Vittek, der den Salzburgern kolportierte 2,5 Millionen Euro Ablöse wert gewesen wäre, hatte die Slowakei im Sommer bei der WM in Südafrika mit insgesamt vier Toren ins Achtelfinale geschossen.

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