OMV schließt Mega-Deal ab

18. Februar 2011, 16:30
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Kauf des tunesischen Explorations- und Produktionsgeschäfts von Pioneer Natural Resources um 800 Millionen Dollar

Wien - Der österreichische Mineralölkonzern OMV hat den Kauf des tunesischen Explorations- und Produktions-Geschäft des US-amerikanischen Öl- und Erdgasförderers Pioneer Natural Resources am Freitag abgeschlossen. Der Kaufpreis beträgt 800 Mio. Dollar (587 Mio. Euro), dazu kommt ein "working capital" von 39,3 Mio. Dollar, teilte die OMV nach dem Closing mit. "Der Kaufpreis für diese Übernahme wurde mit vorhandenem Barvermögen und zugesicherten Kreditlinien finanziert", hieß es in einer Aussendung.

"OMV fühlt sich zu strikter Kapitaldisziplin verpflichtet und hat das klare Ziel, ein starkes Investment Grade Credit Rating aufrechtzuerhalten", beteuert die Gesellschaft. Moody's hatte nach dem Deal vor einem "Abwärtsdruck auf das Rating" gewarnt, sollten Refinanzierungspläne scheitern. Die Akquisition war Anfang Jänner bekanntgegeben worden.

"Beträchtliches Explorationspotenzial"

Das ursprünglich vereinbarte working capital ist laut Aussendung um eine zwischen Signing und Closing erfolgte Dividendenausschüttung in Höhe von 37 Mio. Dollar und eine Kapitalzufuhr in Höhe von 10,6 Mio. Dollar durch den Verkäufer bereinigt worden. Da das Vorkaufsrecht betreffend eine Beteiligung ("Anaguid") vom Joint-Venture Partner nicht ausgeübt worden sei, habe die OMV auch die Rechte an der Anaguid Explorationslizenz und an der Mona/Durra Förderkonzession erworben.

"Aus strategischer Sicht bieten die erworbenen Felder beträchtliches Explorationspotenzial und ergänzen die bestehenden Felder von OMV in Südtunesien, Jenein Sud und Nawara, ideal", schreibt die OMV. Mit Abschluss dieser Transaktion verdopple sie ihre Tagesproduktion in dem nordafrikanischen Land auf über 10.000 Barrel Ölequivalente (boe). Sie wird nach eigenen Angaben "von der sofortigen Realisierung operativer Synergien profitieren."

"Die Transaktion unterstützt die Überzeugung von OMV vom Potenzial im Süden und unser langfristiges Commitment zu Tunesien", wurde festgehalten. (APA)

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