Teil der Fertigung wandert von China nach Wien

18. Februar 2011, 14:50
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Elektronische Komponenten für GSM- und Zugfunk-Ausrüstung - Zusätzlicher Personalbedarf bei Kapsch Components in Wien

Wien - Der zur Kapsch-Gruppe gehörende Wiener Telekom-Infrastrukturanbieter Kapsch CarrierCom (KCC) verlegt die Fertigung von GSM- und GSM-R-Systemen aus China nach Wien. Das Insourcing-Projekt werde im zweiten Halbjahr 2011 abgeschlossen sein, teilte KCC am Freitag mit.

Dabei geht es um die Produktion von ehemaligen Nortel-Zulieferern, die nun nach Wien geholt wird. Kapsch hat im Frühjahr 2010 einen Teil der GSM-Sparte des Nortel-Konzerns um 33 Mio. Dollar (heute 24,3 Mio. Euro) übernommen, nachdem Nortel in die Pleite geschlittert war. "Im Zuge der Übernahme von Teilen der Carrier Networks Division von Nortel haben wir alle Unternehmens-Partnerschaften überprüft", sagte der Finanzchef von Kapsch CarrierCom, Ingolf Planer, am Freitag laut Aussendung.

Dabei habe man u.a. Verbesserungspotenzial bei den Lieferzeiten festgestellt und entscheiden, einen Teil der elektronischen Baugruppen - die z.B. für den digitalen Zugfunk benötigt werden - künftig bei Kapsch Components zusammenzubauen, einer Tochtergesellschaft der Kapsch TrafficCom. Kapsch Components beschäftigt mehr als 170 Mitarbeiter in Wien. Durch die teilweise Produktionsverlegung nach Wien könnte sich ein zusätzlicher Personalbedarf von 20 Prozent ergeben, hieß es. (APA)

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