Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Koronare Herzkrankheit, Herzschwäche und arterieller Bluthochdruck können Gründe für eine Fahruntauglichkeit sein.
Foto: Dagmar Zechel/www.pixelio.de
Herzerkrankungen können Ursache von Verkehrsunfällen sein. Erleidet der Autolenker einen akuten Herzinfarkt wird er ebenso fahrunfähig, wie ein herzkranker Patient der von seinem implantiertem Defibrillator (ICD) eine Schockabgabe erhält.
Herzkranke Menschen nicht per se fahruntüchtig. Sie müssen jedoch darüber informiert sein, ob ihre Erkrankung das Lenken eines Fahrzeuges erlaubt. Aufklärung über eine Fahreignung erhalten Patienten von ihrem Arzt.
Beurteilung der Fahrtauglichkeit
Die Deutsche Herzstiftung empfiehlt Ärzten ein neues Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e. V. (DGK) zur Fahreignung von Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Klein H.H. et al., "Fahreignung bei kardiovaskulären Erkrankungen", Der Kardiologe 2010). Das Positionspapier dient Ärzten zur Beurteilung der Fahreignung von Herzpatienten und stützt sich auf den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand. Dabei geht das DGK-Papier bei seinen Beurteilungskriterien über die gesetzlichen Vorgaben in der Fahrerlaubnisverordnung (FeV, 2009) und der Begutachtungsleitlinie (1999) zur Kraftfahreignung des gemeinsamen Beirates für Verkehrsmedizin (1999)* hinaus. Diese Vorgaben sind nach Meinung der Autoren für die praktische Beratung eines Patienten „nur eingeschränkt hilfreich". So gehe die FeV, die Gesetzescharakter hat, nur auf wenige Herz-Kreislauf-Erkrankungen ein, die mit einer Fahruntauglichkeit einhergehen können. Überdies entspreche die Begutachtungsleitlinie nicht mehr dem aktuellen Stand des medizinischen Wissens.
Unverzichtbare Mobilität
„Das Auto ist für sehr viele Herzpatienten im Alltag privat wie beruflich unverzichtbar. Wer sich mit einer Herzerkrankung ans Steuer setzen möchte, sollte vorher unbedingt eine Fahreignung mit dem Arzt klären, um eine Gefährdung der eigenen Gesundheit und der anderer Verkehrsteilnehmer auszuschließen. Dazu bedarf es aber einer Beurteilungsgrundlage nach aktuellem wissenschaftlichem Kenntnisstand", betont der Kardiologe Hans-Joachim Trappe von der Ruhr-Universität Bochum, Mitautor des DGK-Positionspapiers und stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. „Wir wollen damit Ärzten, Patienten und Gutachtern eine bessere Beurteilungsgrundlage geben, indem wir die Dauer einer Fahruntüchtigkeit genauer begründen."
Die Empfehlungen beziehen sich auf konkrete Herz-Kreislauf-Erkrankungen, unter denen für eine bestimmte Zeit oder dauerhaft keine Fahreignung mehr bestehen kann: z. B. nach Einpflanzung eines Defibrillators (ICD), einem Aggregatwechsel oder gar nach Auslösen einer Schockabgabe durch den ICD. Das Spektrum der abgebildeten Erkrankungen umfasst Herzrhythmusstörungen, anfallsartige kurzzeitige Bewusstlosigkeit (Synkope), koronare Herzkrankheit, Herzschwäche und arteriellen Bluthochdruck.
Wichtige Entscheidungsgrundlage
Das Positionspapier ist eine wichtige Entscheidungsgrundlage für behandelnde Ärzte, die Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf eine fehlende Fahreignung hinweisen und dies auch dokumentieren müssen. Umgekehrt machen sich Patienten im Schadensfall strafbar, wenn sie fahren, obwohl eine Fahruntauglichkeit ärztlich attestiert wurde. Wichtig für Ärzte: Es kann in einem Rechtsstreit zum Konflikt zwischen ihren Empfehlungen auf Grundlage des DGK-Positionspapiers und den Empfehlungen der Begutachtungsleitlinie der Verkehrsbehörden kommen, der dann nur vom Gericht geklärt werden kann. (red)
Um Stürze zu verhindern und im Notfall zu helfen, entwickelten Forscher der TU Wien einen neuen Pflegeroboter
Die meisten Grill-Unfälle lassen sich durch einfache Sicherheitsvorkehrungen vermeiden - Experten geben Tipps
Das Risiko, bei einer Autokollision zu sterben, steigt bei Fettleibigen um 51 Prozent - Häufiger Verletzungen im Brustbereich
Knieband- und Wirbelverletzungen sind häufig - 6,7 Millionen Euro offene Auslandsforderungen
Eine Untersuchung des umstrittenen Getränks ist in Planung - Die Rezepte sollen ernährungsphysiologisch optimiert werden
Jeder dritte fehlsichtige Fahrzeuglenker verzichtet auf Brille oder Kontaktlinsen
Schon geringe Wassertiefen von zehn bis 20 Zentimetern können Kindern zum Verhängnis werden
Jährlich gibt es in Österreich etwa 1.000 Unfälle durch Feuerwerkskörper, die mitunter folgenschwer enden
Nicht immer lässt sich der Grund einer Chronifizierung verifizieren - Verkehrsunfallprävention als Schwerpunkt auf Orthopädiekongress in Berlin
Umgebaute Werbekästen sollen Herztod verhindern - Schnelle Erste Hilfe entscheidend
Wiener Marktamt beanstandete heuer vorerst nur eine Probe - Wegen fehlerhafter Kennzeichnung
Bisher dauerte der Nachweis von Cyaniden im Blut bis zu einer Stunde und war nur im Labor möglich- Der neue Test dauert rund zwei Minuten, lediglich ein Tropfen Blut ist notwendig
Arsen sei "keine intelligente Art", jemanden zu vergiften, meint Rainer Schmid, Toxikologe an der MedUniWien, im Zusammenhang mit dem Tod zweier Männer
Bergsport ist Risikosport - mit Potenzial für Gesundheit, Gemeinschaft und Erlebnis
Unverzügliche Hilfe vor Ort kann der Tourenpartner leisten - Verschüttete selbst sollten nur einen Befreiungsversuch wagen
Fast 50.000 Schüler verletzten sich im vergangenen Schuljahr - AUVA gibt Tipps zur Unfallvermeidung
Das Trendgetränk stellt für Kleinkinder eine Gefahr dar
Schon eine Dosis Amatoxin kann tödlich sein - Blut und Organe müssen schnell davon befreit werden
Staubdicht verpackt und zur Wundversorgung geeignet muss ein Verbandskasten sein
Herzkranke sind weniger gefährlich als NICHTWISSENDE "gesunde" Herzkranke - die können ebenfalls einen Herzanfall bekommen wissen aber kaum etwas vom richtigen Verhalten, Herzkranke schon.
Also "peckt" nicht immer an den ANDEREN herum, räumt selber zusammen.
Wennst auf die Stasse gehen willst brauchst a Pickerl...
Denkbar ist nämlich immer alles, auch ein Fussgänger kann ein Fiasko anrichten.
Seien wir ehrlich: Leben ist immer lebensgefährlich. (Erich Kästner)
Beim Strassenverkehr leider oft auch für die Mitmenschen...
1. Jeder kann einen sogenannten Sekundenherztod erleiden. Auch präpotente Poster.
2. Behandelte Rhythmusstörungen sind ein relativ geringes Risiko da der/die Betreffende seinen Körper doch einigermassen kennt. Außerdem sind dann diese Rhythmusstörungen unter ärztlicher Kontrolle.
3. Sollte der Zustand durch Medikamente oder andere Massnahmen nicht verbesserbar sein, wird der Internist dringend vom Fahren abraten.
...denn die Grundlagen sind ohnehin in der FSG-GV (Führerscheingesetz Gesundheitsverordnung) detailiert festgelegt. Diese wird derzeit novelliert und es kann zu Änderungen kommen.
Und es stellt sich die Frage der rechtlichen Verbindlichkeit einer ärztlichen Empfehlung - ich würde mich eher an die gesetzlichen Grundlagen als an Fachgesellschaften halten.
Was unsere PatientInnen dann draus machen steht auf einem ganz anderen Papier!
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.