Apple plagt sich mit billigerem iPhone

18. Februar 2011, 11:01
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Pläne um kleineres iPhone werden dementiert - Eher Einsparungen an der Hardware - Neues MobileMe in Sicht

Apple hat Wege erforscht das iPhone für eine breitere Masse interessant zu machen und dabei gleichzeitig den Kaufpreis geringer zu halten, berichtet die New York Times. Auch wolle sich Apple künftig auf Sprachsteuerung konzentrieren um die Gerätehandhabung komfortabler zu machen.

Kleineres iPhone nur Gerücht

Entgegen bisher erschienen Berichten rund um ein kleineres, günstigeres iPhone berichtet die Zeitung - unter Berufung auf anonyme Quellen - dass Apple momentan kein solches Gerät entwickle. Die Entwickler Apples würden sich derzeit auf die Fertigstellung des nächsten iPhones konzentrieren, welches von der Größe her in etwa dem iPhone 4 entsprechen soll. Die nächste iPhone-Generation erwarten Analysten für den diesjährigen Sommer. Eine kleinere iPhone-Version werde in nächster Zeit nicht erscheinen, versichert eine der anonymen Quellen.

Kosteneinsparung

Eine weitere Person, mit direktem Draht zu Apple, habe die Angaben bestätigt. Auch bedeute ein kleineres Gerät nicht zwangsläufig geringere Kosten, der Komfort bei der Handhabung könne unter dem kleineren Screen leiden. Entwickler müssten weiteres ihre Apps an kleinere Screens anpassen, was Apple vermeiden wolle. Das stimmt mit den Aussagen von Apple-Chef Steve Jobs überein. Dieser sieht den größten Kritikpunkt an Googles Android darin, dass das Angebot an Android-Geräten zu fragmentiert sei. Dass es bei Apple nicht so ist sei ein großer Vorteil gegenüber Google, hielt Jobs im Oktober des vergangenen Jahres gegenüber Analysten fest. Wenn überhaupt, so eine der Quellen, werde Apple ein neues iPhone in gleicher Größe mit billigerer Hardware entwickeln.

Ein führender Apple-Mitarbeiter soll laut NYT in einem privaten Meeting kürzlich erklärt haben, dass ein günstigeres iPhone keinen Sinn mache. Vielmehr werde man weiterhin daran festhalten den Preis von älteren iPhones zu senken. Neue Kunden möchte Apple durch vereinfachte Sprachsteuerung gewinnen, damit komme man jenen Kunden entgegen denen eine (virtuelle) Tastatur ein Dorn im Auge ist. 

MobileMe

Der Dienst MobileMe kostet hierzulande derzeit 79 Euro und war bislang kein großer Erfolg, immerhin stellt Google fast identische Dienste kostenlos für seine Nutzer bereit. Das könnte der Grund dafür sein, dass Apple an einer verbesserten MobileMe-Version arbeite. Die neue Version soll gratis sein und eine kabellose Datensynchronisierung ermöglichen, schreibt die US-Zeitung.  Die online gespeicherten Daten hätten den Vorteil, dass Apple den Gerätepreis durch den Verbau von weniger Flashspeicher drücken könne, immerhin handelt es sich dabei um eine der teuersten Komponenten.

Gene Munster, Analyst bei Piper Jaffray ist sich sicher, dass Apple auch eine Prepaid-Variante des iPhone anbieten müsse um überall mitmischen zu können. (red)

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