Weltkonjunktur beschert kräftiges Wachstum

18. Februar 2011, 09:06
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Die weltweit anziehende Konjunktur beschert dem heimischen Stahlriesen wieder einen kräftigen Schub nach vorne

Wien - Der börsenotierte Stahlkonzern hat seine Gewinne in den ersten drei Quartalen 2010/11 beträchtlich gesteigert. Das operative Ergebnis (EBIT) vervierfachte sich fast von 175,1 auf 658,2 Mio. Euro, der Periodenüberschuss erhöhte sich gegenüber der Vergleichsperiode des Jahres davor von 51,6 auf 400,3 Mio. Euro auf das fast Achtfache. Der Umsatz stieg um 26,2 Prozent auf 7,937 Mrd. Euro, wie das Unternehmen am Freitag ad hoc mitteilte.

Mit diesem Ergebnis seien die Werte gegenüber dem jeweiligen Vorquartal zum sechsten Mal in Folge gestiegen. Die voestalpine begründet die Aufwärtsentwicklung mit der sich bisher kontinuierlich verstärkenden Konjunktur, der weitgehend 100-prozentigen Auslastung aller Produktionskapazitäten sowie mit dem konzerninternen Sparprogramm.

Gewinnprognose für Gesamtjahr angehoben

Angesichts der brummenden Geschäfte hat der börsenotierte Stahlkonzern seine Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr 2010/11 nach oben geschraubt. Beim operativen Ergebnis werden nun 850 Mio. Euro angepeilt, nicht wie zuletzt 800 Mio. Euro, teilet das Unternehmen am Freitag mit. Vor allem aus der deutschen Industrie kommen mehr Aufträge. Eine stabile Vollauslastung der Werke zeichne sich bis zur Jahresmitte ab. In den ersten drei Quartalen stieg die EBIT-Marge von 2,8 auf 8,3 Prozent.

Innerhalb der EU profitiert der Konzern derzeit insbesondere von seinen guten Aufträgen aus der deutschen Automobilindustrie, aber auch generell von seiner Ausrichtung auf den anspruchsvollen Maschinenbau. Außerhalb Europas ist die voestalpine auf den Wachstumsmärkten eigenen Angaben zufolge zunehmend in speziellen Hightech-Segmenten führend vertreten.

Die Nettofinanzverschuldung fuhr der Stahlriese in den ersten drei Quartalen 2010/11 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 10,4 Prozent auf 2,977 Mrd. Euro zurück. Das Gearing Ratio (Nettoverschuldung in Prozent des Eigenkapitals) verbesserte sich deutlich von 81,2 Prozent auf 65,4 Prozent.

Weniger Investitionen

Die Investitionen sanken um 27,6 Prozent auf 276,1 Mio. Euro, die Abschreibungen um 8,1 Prozent auf 448,9 Mio. Euro. Leicht gestiegen ist die Zahl der Mitarbeiter - von 39.404 auf 40.078 Arbeitnehmer (ohne Leihpersonal und Lehrlinge). Hinzu kommen 3.237 Leiharbeitsjobs - um 1.031 Stellen mehr als in der Vorjahresperiode (plus 46,7 Prozent).

Nach Hybridkapitalzinsen betrug der Gewinn je Aktie in den ersten drei Quartalen 2,02 Euro - nach einem Verlust von 0,05 Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das Volumen der Hybridkapitalzinsen habe sich auf rund 70 Mio. Euro belaufen, sagte Unternehmenssprecher Nikola Donig am Freitag zur APA. Der Nettogewinn vor Hybridkapitalzinsen und beherrschenden Anteilen erhöhte sich in den ersten drei Quartalen von 51,6 auf 400,3 Mio. Euro. (APA)

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