Lugner im Bann der Verschwörung

17. Februar 2011, 19:19
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Journalistin soll ihn bei Gästen schlecht machen - "Verdächtige" findet alles "absurd"

Richard Lugner sieht sich als Opfer einer Intrige. Weil ihm seit vergangenem Jahr die Gäste entweder plötzlich absagen oder ihn mit zusätzlichen Forderungen konfrontieren, sieht der Baumeister die sinistre Hand einer in den USA lebenden österreichischen Promi-Journalistin am Werk. Diese mache ihn bei seinen Begleitungen in spe unmöglich. Elisabeth Sereda, eine jener extrem seltenen in den USA lebenden österreichischen Promi-Journalistinnen, wies die Verdächtigungen vorsorglich zurück. "Das ist absurd", meinte sie.

"Berlusconi von Wien"

Die Faktenlage nach Richard Lugner: Seit vergangenem Jahr hat er Probleme mit seinen Gästen, sobald er ihren Namen bekanntgibt. Lindsay Lohan wollte sich ihren - letztlich geplatzten - Auftritt mit immer mehr Extrawürsten verschönern, gestern verlangte plötzlich die heurige Begleitung Bo Derek zusätzlich 25.000 Dollar (18.437 Euro) für Hilfsprojekte für Pferde. "Ich habe einen aufrechten, unterschriebenen Vertrag mit ihr", stellte der Baumeister fest. Extra Geld "für Charity" gibt es nicht. "Wir haben das dem Management übermittelt, aber die schlafen ja jetzt noch alle", so der Baumeister.

Der Grund für den ständigen Sinneswandel seiner Gäste sieht Lugner in einer Intrige gegen ihn. "Das kann doch kein Zufall sein", orakelte er. Im Visier seiner Ermittlungen ist eine österreichische Journalistin, die in den USA lebt und arbeitet. Es sei an ihn herangetragen worden, dass diese offenbar "beim Management angerufen und gesagt hat, der Lugner will nur ein Date und ist stinkreich - sie soll mehr verlangen", sagte der Baumeister. Derek habe sie wahrscheinlich erzählt, er sei "der Berlusconi von Wien".

Wen genau er damit meint, wollte Lugner nicht sagen. "Dazu äußere ich mich nicht öffentlich, das ist mir zu heikel", gab sich der Baumeister zugeknöpft. Auf jeden Fall habe er die Spur aufgenommen und ermittle. "Ich lasse mir das nicht gefallen", zürnte er.

"Abgetakelter Ex-Star"

Die Auswahl an in den USA lebenden österreichischen Promi-Reporterin ist jedenfalls sehr spärlich. Als "Verdächtige" gilt in der Gerüchteküche demnach die Journalistin Elisabeth Sereda. "So viele gibt es ja nicht. Das ganze ist jedenfalls absurd", sagte. "Ich habe wirklich etwas Besseres zu tun, als mich hier über Herrn Lugner zu unterhalten", meinte sie.

"Ich kenne Frau Derek überhaupt nicht", sagte Sereda. Die Schauspielerin sei ein "abgetakelter Ex-Star", die vor "hundert Jahren" zwei Filme gedreht hat, an die man sich noch erinnert. "Ich habe hier mit echten Stars zu tun", meinte die Journalistin.

Zudem benötige es sie gar nicht, um den Ruf von Lugner in der Promi-Szene in den USA zu ruinieren. "Das macht er selber", meinte sie. Lugner müsse sich ja nur fragen, warum ihm "ein Gast nach dem anderen absagt". Denn die ehemaligen Begleitungen würden sehr wohl darüber erzählen, wie es ihnen beim Opernball mit Richard Lugner ergangen ist.

Lugner wollte Sereda aber nicht öffentlich verdächtigen oder die Aussagen kommentieren: "Ich sage dazu gar nichts. Haben Sie eine Telefonnummer von ihr?" (APA)

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    Lugner, der Berlusconi von Wien? "Dazu äußere ich mich nicht öffentlich, das ist mir zu heikel", sagt Mörtel.

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