Auf Kleinkinder mehr aufpassen

17. Februar 2011, 17:33
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    foto: torsten silz/dapd

    Bis zu zehn Prozent der Kinder wachsen hierzulande in belastenden Verhältnissen auf. An den Folgen tragen sie oft ein ganzes Leben lang.

Experten fordern bessere Versorgung und Betreuung ein

Wien - Laut OECD liegt Österreich bei der Kinder- und Jugendgesundheit europaweit an der letzten Stelle - vor diesem Hintergrund widmet sich nun eine zweitägige Fachtagung an der Universität Wien den Bedürfnissen der Kleinsten, denn: Familiäre Defizite, also problematische Verhältnisse von Armut bis hin zu Gewalt, legen oft den Grundstein für spätere psychische Erkrankungen wie Süchte, Verhaltensauffälligkeiten oder Depressionen.

Katharina Kruppa, Vorsitzende der Gesellschaft für Seelische Gesundheit in der frühen Kindheit, fordert etwa mehr Anlaufstellen für überforderte Mütter ein, denn: "Die kleinen Kinder werden noch immer großteils von den Müttern allein erzogen - und es gibt lange Wartezeiten, wenn Frauen Hilfe suchen und sagen: 'Ich bin überfordert!'"

Klaus Vavrik, Präsident der Österreichischen Liga für Kinder- und Jugendgesundheit, rechnet vor, dass derzeit 20.000 bis 40.000 unter Vierjährige, also etwa fünf bis zehn Prozent der Kinder, in belastenden Verhältnissen aufwachsen. Er setzt sich deswegen für ein flächendeckendes Präventionssystem im ganzen Land ein, das mithilfe der Ministerien für Gesundheit, Familien und Soziales sowie der Bundesländer aufgebaut werden soll.

Auch bei der finanziellen Förderung stellt die OECD Mängel fest. Lieselotte Ahnert, Professorin für Entwicklungspsychologie an der Uni Wien, kritisiert, dass mit 3,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes hierzulande zwar viel für Kinderbetreuungsgeld ausgegeben wird, aber: Es sei nicht sichergestellt, dass das Geld auch tatsächlich den Kindern zugutekomme. In Schweden und Dänemark etwa werden allein für frühe Bildung zwei Prozent des BIPs ausgegeben, in Österreich bloß 0,4 Prozent.

Auch bei den Betreuungsplätzen für Kleinkinder sehen die Experten Nachholbedarf. Nach einem EU-Beschluss sollen nämlich für den Nachwuchs unter drei Jahren zu 30 Prozent Plätze zur Verfügung stehen, was in Österreich - Ausnahme Wien - mit 15,8 Prozent weit unterboten wird. (Nina Weißensteiner, DER STANDARD, Printausgabe, 18.2.2011)

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Posting 1 bis 25 von 46
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Enassus
 
00
10.6.2011, 22:21
Und genau wegen dieser Unterschichte

explodieren die Kosten, wir müssen für diese Untermenschen aufkommen, und zwar in allen Bereichen, von der Krippe angefangen bis zum Irrenarzt. Die Kinder gehören aus den Familien genommen, und die Alten zwangssterilisiert.

Gusti Rentner
 
01
Also ist's "bei der Mama" offenbar doch nicht "automatisch am besten", wie die "Kinder-Küche-Kirche-Weiblein", seit neuestem mit dem Sanctus des Frauenministeriums, uns immer weismachen wollen !

Denkt mal!

Und: Genossinnen und Genossen: "WACHT AUF!..." (= Erste Worte der Hymne der Sozialistischen Internationale).

Josef Falk
 
26
19.2.2011, 00:44
Da kann man halt nichts machen ...

... die Frauenerwerbsquote geht vor.

Shirin Maier
21
Auch Väter dürfen selbstverständlich bei ihren Kindern zu Hause bleiben...

Ach ja! das Männerego geht vor!

Rudolph Van Richten
00
31.3.2011, 09:30

Ihr Problem, dass Sie nur einen Neandertaler abbekommen ahben.

manchmal lieb - manchmal böse
01
18.2.2011, 13:36

Mehr anlaufstellen und Betreuungsplätze gehören her, nur sofort geht halt nicht, wie man in Wien gesehen hat...

brigitte riedl
05
18.2.2011, 13:24
ueberfordert ohne zumindest stundenweise abloese

wir wohnen in frankreich und da gibts fuer nicht arbeitende muetter die gelegenheit ihre kinder ab dem 3. monat bis zum 3.lebensjahr in eine art kinderkrippe entweder studenweise, halbtags , ganztags in betreung zu geben. erziehung- und betreung kleiner kinder wird somit als arbeit anerkannt - und jeder darf sich auch mal ein wenig davon ausruhen. vor allem bei kindern, die auch nachts viel aufwachen, ist es einfach erleichternd manchmal auch ohne kind(er) zu sein. fuer uns und fuer unsere zwillinge war es gut solche auszeiten voneinander zu haben. denn auch mir, wenn auch liebende mutter, geht manchmal energie und geduld aus.

lisbeth s
10
31.3.2011, 12:23

Lebe auch nicht in Ö, mein Kind war ab de 8. Monat auch halbtags bei einer Tagesmutter und mit 20 Monaten 9-16 Uhr im Kiga. Betreuungsschlüssel im Kiga allerdings 1:6. Kann mir gar nicht vorstellen, wie man einem Kind bis 3 Jahre so beschäftigen kann, wie es bei guter Betreuung möglich ist. Mein Kind war schon bei der Tamu genervt, wenn es wegen Krankheit einige Tage zu Hause bleiben musste - und ich auch. Und JA, ich konnte mich bei der Arbeit im Büro definitiv erholen!
Bei Besuchen in Ö fällt mir immer auf, dass die sozialen Kompetenzen viel weiterentwickelt sind als bei den meisten österreichischen Kindern.
Und NEIN, ich bin keine Rabenmutter ;)

Bürger Europas
02
18.2.2011, 13:51

Wir leben in Österreich, und unsere Tochter besucht seit dem 7. Monat stundenweise die Krippe. Inzwischen geht die Mama zur Erholung sogar arbeiten ;-)

Gusti Rentner
 
10
Und die Mama ist daher mit Sicherheit nicht so frustriert und zickig wie manche "Nur-Hausfrau",

die sich daheim vor dem Fernseher "gänzlich für ihr Kind aufopfert" und sich dieses "Opfer" von "Papa Bankomat" bezahlen lässt...

Elfi...
00
18.2.2011, 12:58

Dafür werden dann auch Mütter im Berufsleben diskriminiert.

Erstversuch
01
18.2.2011, 12:45
90% des Stresses der zum Burnout bei Eltern führt ist selbstgemacht

Bürger Europas
00

97,3% der in Forum genannten Statistiken entstammen 0,4% der verfügbaren Hirnzellen.

ichbinsjagarnicht
01
18.2.2011, 13:15
etwa 107.52 % der Eltern führen selbst den Burnout in den Windeln ihrer Kinder auf deren Stress zurück

kamelchen ist auch da
52
18.2.2011, 12:33

warum muss sich immer staat um alles kuemmern? die ELTERN haben sich um die kinder zu sorgen uns sonst niemand! keiensfalls die allgemeinheit!

Gusti Rentner
 
00
Dass viele davon aber dazu nicht in der Lage sind, ohne dem Kind zu schaden, erhellt aber aus so manchen der Postings...

Wer soll in solchen Fällen eingreifen und das Schlimmste verhindern? Der Osterhase oder der Heilige Nikolaus?

magnus hall
00
18.2.2011, 12:10
Zum Thema passend

The bomb in the Brain von Stefan Molyneux (stefbot):
http://www.youtube.com/results?s... Brain+Part

Mary the Strange
03
18.2.2011, 11:07
Und dann zusätzlich

bitte noch die Hausaufgaben mit den Kindern machen und dafür sorgen, dass sie lesen, schreiben und rechen können.

Lg
Beatrix Karl

Wow - welch tolle Politik in diesem Land!

Gusti Rentner
 
00
Eben: Der faktische teilweise Analphabetismus deutschstämmiger in Österreich geborener Kinder

ist offenbar u.a. das Resultat dessen, dass die "Daheimbleibemama", die selbst ab Schulpflichtende kein Büchl mehr in der Hand hatte und, TV sei Dank, nicht einmal regelmäßig Zeitung liest, die "intellektuelle Autorität" fürs Aufgabenmachen darstellt.

GevatterTod
08
18.2.2011, 09:36
für mich sind unsere Kleinen

eine Bereicherung. Ja , sie nehmen Zeit in Anspruch - aber die Zeit ist überwiegend gut verbracht.
Ich komme nicht zu DIngen die ich gern machen würde - früher als ich die Zeit hatte fehlte mir die Motivation.
Jetzt hab ich die Motivation - aber die Zeit geht ( großteils - nicht alles ) für die Kleinen drauf.
Also wäre es nicht fair von mir mich wegen dieser Sache zu beklagen!

Ich möchte unsere kleinen Persönlichkeiten nicht missen.

ForumBot
00
Geht uns genau so,

leider ist aus vielen anderen Postings zu erkennen, dass die Karriere zwischen den Eltern und den Kindern steht und der Staat gefälligst diese Lücke zu schliessen hat.

muhme
03
18.2.2011, 12:48
ich stime ihnen voll inhaltlich zu...

... aber im zusammenhang mit ihrem nick klingt das schöne posting doch recht schaurig!

powerpack
23
18.2.2011, 09:14
lieber ein auto als ein kind - österreichs devise

kein wunder,man schaue sich doch bitte mal einen großteil der kleinkinder an-zu dick,total ungebildet usw.die ersten auswirkungen der heranwachsenden generation hat man ja schon in der pisa-studie sehen können.

es ist mehr als augenscheinlich,dass die gesellschaft in diesem land-und dabei hauptsächlich der jüngere teil-von jahr zur jahr mehr abdriftet.
es ist wirklich eine verdammt gute frage woher das kommt, in anderen europ. ländern ist das viel besser. wenn die entwicklung so weitergeht wird ö in wenigen jahrzehnten tatsächlich stark zurückfallen.

meine these:eine fatale mischung aus totalem konservatismus,geheuchelter modernität und totalem egoismus bzw. geldgier.der durchschnitt-ösi hat lieber einen leasing-vw als ein kind.

roßmann
11
18.2.2011, 11:48

diese ewige Leier von 'zu dick': ist das irgendwo statistisch nachgewiesen?

ich kenne jetzt durch die eigenen Kinder eine ganze Menge Kinder zwischen 5 und 10 - und da ist sehr sehr selten mal eins dick. die allermeisten sind sogar sehr sportlich, viel beweglicher als wir es damals waren... dazu im Durchschnitt ziemlich smart, aufgeweckt und herzlich - ich kann Ihrer Diagnose also wirklich nicht zustimmen.

Schmutzteufel
01
Kommt immer drauf an...

...in welchem Millieu Sie und ihre Kinder sich bewegen.

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