WM-Zeitmessung sorgt für Misstrauen

17. Februar 2011, 14:29
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Präsident Kasper befürchtet nachträgliche Proteste - FIS kämpft beim Thema Sicherheit mit "tausenden Ideen von allen Seiten"

Gian Franco Kasper, der Präsident des Ski-Weltverbands (FIS), befürchtet aufgrund der mangelhaften Zeitmessung bei der WM Proteste. "Ich nehme an, es wird noch Proteste im Nachhinein geben", sagte Kasper am Donnerstag in einem ORF-Interview. Die Zeitmessung wird von der Vorarlberger Firma Alge-Timing durchgeführt. Nicht ausgelöste Zwischen- bzw. sogar Endzeiten bei den bisherigen WM-Events haben für Misstrauen im Ski-Zirkus gesorgt. "Die Zeitnehmung im Skisport ist das A und O der gesamten Angelegenheit. Wenn Misstrauen gegenüber der Zeitmessung entsteht, dann sind wir verloren."

Zeitnehmungs-Probleme gab es auch kurz vor dem Start des wegen Nebels mehrmals verschobenen Damen-Riesentorlaufs. Ein Arbeiter hatte die Datenleitung mit einer Spitzhacke beschädigt, der Impuls war weg. Das Kabel musste neu verbunden und gelötet werden und brachte die zuständigen Herren gehörig ins Schwitzen. 

Sicherheit: Tausende Ideen von allen Seiten

Das Thema Sicherheit ist für FIS-Boss Gian Franco Kasper auch in Deutschland omnipräsent. "Es gibt fast keine anderen Diskussionspunkte innerhalb der FIS. Es gibt tausende Ideen von allen Seiten. Bei allen Sachen ist aber die Hälfte dafür und die Hälfte dagegen. Wir dürfen keine Schnellschüsse machen", sagte der Schweizer. Zunichtegemacht wurde die Hoffnung von Kasper, dass es - nach seiner Rechnung - das erste Mal seit der WM 1970 bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen keine Verschiebungen bei Alpinrennen gibt. Schuld war Nebel im Damen-Riesentorlauf. Auch für den Herren-Riesentorlauf am Freitag sind die Prognosen mit Schneeregen nicht optimal.(APA)

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    Kasper: "Die Zeitnehmung im Skisport ist das A und O der gesamten Angelegenheit."

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