Außenministerium signalisierte Lockerung

17. Februar 2011, 13:19
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Krisenstab wartet noch die für dieses Wochenende angekündigten Demonstrationen in Kairo ab

Wien - Die Reiseveranstalter scharren bereits in den Startlöchern - die Reisewarnung für Ägypten und Tunesien könnte schon nächste Woche zum Teil fallen. "Für eine schrittweise Rücknahme der Warnung für Tourismusdestinationen am Roten Meer will der Krisenstab die für morgen und das Wochenende angekündigten Demonstrationen in Kairo abwarten", sagte der Sprecher des Außenministeriums, Peter Launsky-Tieffenthal, am Donnerstag.

Sollte es zu keiner Verschlechterung der Sicherheits- und Versorgungslage kommen, wird die Reiswarnung laut Außenministerium für die Urlaubsorte Sharm el-Sheikh und Hurghada aufgehoben. Die nächste Sitzung ist für Anfang kommender Woche anberaumt.

Der Krisenstab, der über die Lockerung der Reiswarnung für die Österreicher entscheidet, setzt sich aus Vertretern des Außen-, des Innen- und des Verteidigungsministeriums sowie des Bundeskanzleramtes und externen Experten zusammen. Im Außenministerium fanden heute Vormittag intensive Gespräche mit Vertretern des Reisebüroverbands, der Wirtschaftskammer Österreich und Reiseveranstaltern wie etwa TUI und Rewe Touristik (ITS Billa Reisen) statt.

"Es gab einen ausführlichen Informationsaustausch über die jüngsten Entwicklungen in der Region", so Launsky-Tieffenthal im Anschluss an das Treffen. Im Mittelpunkt des Interesses stehe die bestmögliche Information und die größtmögliche Sicherheit der Österreicher. Für die Reisebüros ist die Situation in den Krisenregionen eine finanzielle Gratwanderung. Solange eine Reisewarnung aufrecht ist, können die Kunden in der Regel kostenlos stornieren - wird die Warnung zurückgenommen, sind meist nur noch Umbuchungen möglich.

Verschlechtert sich die Lage im Zuge der Demonstrationen in Kairo nicht weiter, werde dem Krisenstab auch eine teilweise Aufhebung der Reisewarnung für Tunesien und für Djerba vorgeschlagen, sagte der Sprecher der TUI Austria Holding, Josef Peterleithner, zur APA. In Ägypten soll auch Marsa Alam zu einer der ersten Destinationen gehören, die von der Reisewarnung ausgenommen werden. (APA)

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