Neueste Erkenntnisse zum Thema "Blut"

17. Februar 2011, 14:20
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Das Blut steht im Mittelpunkt der Apothekertagung in Saalfelden

Wien/Saalfelden - Von alters her hat das Blut die Phantasie von Ärzten, Gläubigen und Mystikern angeregt. Die alten Ägypter badeten in Blut zur Behandlung seltener Krankheiten, und vielleicht hatten die Antikörper und keimtötenden Bestandteile des Blutes dabei sogar eine gewisse Heilwirkung. Heute widmet sich eine ganze Wissenschaft dem Thema Blut (Hämatologie): Seine zellulären und molekularen Komponenten, seine Krankheiten sowie seine vielfältigen Aufgaben im Körper, stehen im Mittelpunkt der 44. Wissenschaftlichen Fortbildungswoche der Österreichischen Apothekerkammer, die von 27. Februar bis 4. März in Saalfelden stattfindet.

Der wissenschaftliche Fortschritt eröffnet der Pharmazie neue Perspektiven. Die moderne Biotechnologie ermöglicht, dass Proteine, die sich bislang nur aus gespendetem Blut gewinnen ließen, in praktisch unbegrenzter Menge hergestellt werden können, Vollblut hingegen noch nicht. Das spornt an, denn zurzeit findet ein regelrechter Wettlauf zwischen verschiedenen Wissenschaftlern, Forschungseinrichtungen und pharmazeutischen Unternehmen um das erste vollsynthetische Blut statt.

Laborchemiker auf der Suche nach Krankheiten

Viele Krankheiten lassen sich an bestimmten Veränderungen im Blutbild erkennen und in ihrem Schweregrad einordnen, weshalb das Blut die am häufigsten untersuchte Körperflüssigkeit in der modernen Laborchemie ist. Außer Krankheiten, die sich durch Veränderungen im Blutbild äußern, gibt es auch Krankheiten, die das Blut bzw. dessen Bestandteile befallen. Dazu zählen die bösartigen Erkrankungen des Blutes, Bildungsstörungen des Knochenmarks, Blutveränderungen durch immunologische Prozesse sowie Störungen der Blutgerinnung.

Zahlreiche hochkarätige Experten konnten als Referenten für die Wissenschaftliche Tagung gewonnen werden. "Das Hämatologie-Update bringt den perfekten Überblick, von den physiologischen und anatomischen Grundlagen über die wichtigsten Krankheitsbilder bis zur Therapie. In bewährter Weise werden Innovation und Fortschritt auf dem Gebiet in übersichtlicher Form vermittelt", freut sich Franz Biba, organisatorischer Leiter der Fortbildungsveranstaltung. Zu der Tagung in Saalfelden werden 500 Apothekerinnen und Apotheker erwartet. Neben neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen bietet der Kongress Gelegenheit zur Diskussion mit den Vortragenden und zum Gedankenaustausch unter Kollegen. (red)

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