Von Wurzeln und Ablegern

17. Februar 2011, 15:30
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Rund 270 Musiker aus elf Nationen wollen von 20. März bis 1. April die Vitalität des Blues unter Beweis stellen

Wien - Dem Klischee, "dass Blues nur von alten Männern" gespielt und gehört wird, wolle der Vienna Blues Spring mit einem seiner diesjährigen Schwerpunkte entgegen treten, so Dietmar Hoscher, künstlerischer Leiter des Musikfestivals, das von 20. März bis 30. April seine mittlerweile siebte Auflage erlebt. "Girls With Guitars" nennt sich denn das Auftakt-Konzert, bei dem drei junge Frauen, Samantha Fish, Cassie Taylor und Dani Wilde, im Rahmen der Ruf Bluescaravan am zweiten Festivaltag in die Saiten greifen werden. Ein Doppel-Konzert wird von hiesiges "Women of Soul", den soulHsistas und Soulicous, bestritten.

Heimische und internationale Acts

Überhaupt setze man heuer stark, nämlich etwa zur Hälfte auf heimische Musikerinnen und Musiker, darunter Meena, die vom Gitarristen Chris Fillmore und dem Hot Pants Road Club begleitet wird, betonte Hoscher. Und das obwohl es viele Nachfragen aus den USA gebe. In der amerikanischen "Blues Revue" sei das Wiener Festival als "mainstay on the calenders of every American blues performer" bezeichnet worden.

Einer der jahrelang mit Blues-Ikone Muddy Waters als Band-Leader zusammengearbeitet hat, der Gitarrist Bob Margolin, tritt etwa am 14. April im Reigen, das auch heuer wieder als Hauptspielort fungiert, auf. Publikumsliebling Popa Chubby wurde zum wiederholten Male engagiert, eine eklektische Blues-Mischung verspricht die Eddie "Devilboy" Turner Band.

Afrikanische Wurzeln

Zum Reigen und dem Motzarthaus Vienna kommt heuer das Rathaus als Veranstaltungsort hinzu, wo eine Benefiz-Gala mit einem der dienstältesten Blues-Musiker, Eddie "The Chief" Clearwater, über die Bühne gehen wird. Im Radiokulturhaus, dem zweiten neuen Spielort, werden Pascal Lopongo und MoZuluArt am 13. April den afrikanischen Wurzeln des Blues nachspüren.

Rund 270 Musikerinnen und Musiker aus elf Nationen sind es insgesamt, die laut Veranstalter Wolfgang Windbacher an 39 Spieltagen beim Vienna Blues Spring 2011 zu Gast sein werden. (red, derStandard.at, 17. Februar 2011)

  • Girl Power im Zeichen des Blues:  Samantha Fish, Cassie Taylor und Dani Wilde.
    foto: vienna blues spring

    Girl Power im Zeichen des Blues: Samantha Fish, Cassie Taylor und Dani Wilde.

  • Unter den alten Haudegen beim Vienna Blues Spring: Muddy Waters' einstiger Gitarrist Bob Margolin.
    foto: vienna blues spring

    Unter den alten Haudegen beim Vienna Blues Spring: Muddy Waters' einstiger Gitarrist Bob Margolin.

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