"Wienux"

Linux für die Stadt Wien weiter eingefroren

Zsolt Wilhelm, 18. Februar 2011, 09:47
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    foto: archiv

    Linux für die Stadt Wien: Wenig Grund zur Hoffnung

System mittlerweile veraltet - Auswärtige Amt in Deutschland plant Rückmigration auf Windows

Das Auswärtige Amt in Deutschland sorgt derzeit für Schlagzeilen im IT-Blätterwald. Der Grund: Das Ministerium wird seine Linux-Strategie beenden und zu Windows-Desktops zurückkehren - der WebStandard berichtete. Ähnliches kennt man aus Wien.

Wienux

Die Stadt Wien sieht vorerst keine Kursänderung beim Einsatz von Open-Source-Software in den Behörden vor. Die 2005 rund um die offene Windows-Alternative "Wienux" gestartete Initiative zur Nutzung freier Software kam bereits Ende 2008 ins Stocken, als drei Viertel der rund 1.000 bisher auf Linux umgestellten Desktop-Computer wieder mit Microsoft-Lizenzen ausgestattet wurden. Grund dafür ist der Einsatz einer Software zur Sprachbeobachtung in den Kindergärten, die nur mit dem Internet Explorer von Microsoft genutzt werden könne, hieß es damals.

Zudem wurden 2008, 2009 und 2010 insgesamt rund 11 Millionen Euro für weitere Microsoft-Lizenzen genehmigt.

Alles wie gehabt

Wie das Rechenzentrum der Wiener Stadtverwaltung (MA 14) gegenüber dem WebStandard bestätigt, sei vorerst auch keine Planänderung zu verkünden. Die Entscheidung, vor allem aus Kompatibilitätsgründen wieder hauptsächlich auf Windows und Microsoft Office zu setzen, wurde im Vorfeld zwar auch von den Wiener Grünen heftig kritisiert. Seit der durch die vergangene Wahl im Oktober erzwungenen Koalition der SPÖ mit den Grünen kam es allerdings noch zu keiner Neuausrichtung.

Wienux verstaubt

Allzu viel Hoffnung dürfte in die Weiterführung des einstigen Vorzeigeprojekts Wienux indes nicht mehr gelegt werden. Das offene Betriebssystem ist seit 2008 nicht mehr über die Webseite des Magistrats verfügbar und wird auch nicht mehr weiterentwickelt. Das zugrunde liegende Debian Linux in der Version 3.1 ist schon lange nicht mehr auf dem neuesten Stand - aktuell ist die Version 6. (zw)

Der WebStandard auf Facebook

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biolam
00
25.2.2011, 17:58
Es wird Zeit für Microsoft!

100%ige Abhängigkeit von einer Firma!
100%iges Diktat der zukünftigen Ausrichtung aus den USA.
0% Freiheit.
Zeit für den Anfang vom Ende - der Markt, die Wirtschaft und jeder Einzelne will ja nichts anderes!
Schön wenn unsere Zukunft in den Händen einiger weniger global agierender Firmen liegen - ein hoch
für Microsoft, Oracle, Nestle, BASF, CocaCola...

iSheep Kebap
00
24.2.2011, 10:39
Grund dafür ist der Einsatz einer Software zur Sprachbeobachtung in den Kindergärten

Lüge! Lüge! Lüge!

Erstens würde dann die betreffende Software geschrottet gehören, und nicht ein Betriebssystem, zweitens war der wahre Grund die Weigerung (!) der ignoranten Kindergarten-Tanten, mir dem Linux-Desktop umzugehen! Die Software wird nur vorgeschoben.

Drittens ist für Wien offensichtlich kein Betriebssystem gut genug, so wie es ist, da muss man sich wohl sein eigenes Wienux zusammenbasteln. Dass sowas die Unfähigen von der Gemeinde nicht bringen, hätt ich schon vorher gewusst.

Stanislaw Dicky
00
23.2.2011, 10:32
Könntet Ihr bitte die Flamewars beenden?

Ich hab schon Blasen am Scrollfinger!

Füxchsen
20
22.2.2011, 07:57
Die Dummheit im Magistrat ist nicht zu schlagen!

Dass andere Länder durchaus erfolgreicher sind zeigt dieser Link:#
http://www.pro-linux.de/news/1/16... ceorg.html
Nicht nur dass mit unserem STeuergeld leichtfertig umgegangen wird, auch öffnet man Tür und Tor für StuNex Varianten, um der NSA das Mitlesen zu ermöglichen.

gogosch der Grosse
10
22.2.2011, 18:08
Wenn man schon postet dann sollte man den Namen des Wurms auch richtig schreiben bzw. kennen!

StuxNet

Martin Richter
21
21.2.2011, 23:17
Alles falsche Schweine

>Grund dafür ist der Einsatz einer Software zur Sprachbeobachtung in den Kindergärten, die nur mit dem Internet Explorer von Microsoft genutzt werden könne.

Ich dachte das wäre damals ein Witz gewesen !!

Und Wienux auf Basis von Debian 3.0 ??? Die haben wohl keinen Cent mehr als nötig in das Projekt Linux-Umstieg gesteckt ! Aber 11 Millionen für Microsoft.

Hans-Hermann Schaper
 
20
21.2.2011, 21:46
Gates <>UNIX-Welt

Für die jungen Leute, die nichts anderes als eine QWERTZ-Tastatur kennen! Windows ist als Single-user System für den IBM-PC entwickelt worden. Alles andere ist Friemelei für den Markt. UNIX sprich Linux ist von Haus aus ein Mehrplatzsystem (aus der Teamarbeit an der UNI entwickelt) mit entsprechendem Schutz der Dateien. Für jeden Hacker ist es ein Spaß Window-dateien aufzuspüren und zu zerstören. Unter einem UNIX-System fast unmöglich. Viele Grüße auch an die alten Cobol- und Fortran-Greise

Hannes31
01
23.2.2011, 12:10

Sie sind aber auch noch in der QUERTY Zeit hängen geblieben mit ihrem Wissen ;-)

Windows NT (ist Basis für zb. Windows 7) hat mit Windows auf DOS Basis (welches sie meinen - zb. Win 95) wenig zu tun...

Aber gut, alles kann man nicht wissen!

blubb66
00
21.2.2011, 18:40
In 10 Jahren werden wir alle herzlich darüber lachen ...

... wenn dann auf ChromeOS oder so umgestellt wird.

gogosch der Grosse
90
21.2.2011, 18:20
LINUX ist voll für "die Fisch"!

Warum das Rad neu erfinden wenn es ja sowieso Windows7 samt MS-Office gibt.
Sehe in LINUX absolut NULL Mehrwert.

mcr
21
22.2.2011, 10:33
Eine etwas eingeschränkte Sicht der Dinge ?

Was mir hier mal so spontan einfällt

1) Höhrere Stabilität
2) Sicherheit, praktisch keine Viren
3) Man hat den Source und ist von keinem Hersteller erpressbar
4) Erhöhter Datenschutz, Linux telefoniert nicht nach Hause
5) Zentrales Software Repository
6) Keine Lizenzkosten
7) Verwendung offener Protokolle und Datenformate, kein Hersteller lock in

Da könnte ich wohl noch lange weiter schreiben, aber wahrscheinlich brauchst du sicher einige Zeit um oben genannte Punkte zu verstehen.

misch
11
22.2.2011, 16:31

1.) höhere stabilität warum?
ein halbwegs fähiger admin gibt den leuten keine adminrechte und regelt viel über policys

2.) virenscanner, proxyserver, keine unsicheren schnittstellen erlauben

3.) und was macht man mit dem source? bzw.. wer zahlt dann das was mit dem source gemacht wird? ah, wird schon irgendwer irgendjemand gartis coden wenns kalt drausen ist.

4.) windows schickt deine privaten daten nicht nach hause

5.) was nutzen einen 1000000 anwendungen wenn nur 1 spezielle gebraucht wird?

6.) einziger gültiger punkt in der oberen auflistung

7.) hm, um welche protokolle handelt es sich da?

formate? hm, afaik unterstützt word auch mehrere formate bzw.. bei der diskussion ging ums betriebssystem und nicht ums officepaket.

mcr
00
Typische Argumente eines M$ Fanboys

1) Habe ich so gar nicht gemeint, ich habe von den Blue screens geredet.

2) Wer nicht krank ist, brauch auch keine Medizin. Linux braucht keine Virenscanner, alles andere ist sowieso standardmäßig dabei.

3) Wenn der Hersteller eingeht, kann ich eine Drittfirma beauftragen. Weiters kann ich eine Drittfirma für eine Erweiterung beauftragen. Open Source <> alles ist gratis

4) Geh wo, sobald du eine CD einlegst gehen die Daten nach Redmond. Schalte einmal ein Firewall vor die Kiste, da glaubst du du stehst im Funkfeuer.

5) Wieder nicht verstanden. Ich kann mit nur einem Befehl das ganze System inkl. Apps. auf aktuellen Stand bringen.

7) z Bsp. MS Office Formate, siehe auch EU Strafe.

Was solls, jeder kriegt das was er verdient.

inder nett
01
22.2.2011, 18:00
"ein halbwegs fähiger admin gibt den leuten keine adminrechte "

ein freudscher Versprecher? Nein, traurige Wahrheit. Ja so halten es all die zertifizierten Urkunden Wachler. Ich nicht, bei meinen Linux-Installationen. Ich kläre die verantwortlichen Anwender (die sämtliche Passwörter kennen, es gehört ja ihnen ;) über allfällige Risken auf und setze dann auf Punkt und Komma deren Beschlussfassung um. Wenn ein Unternehmer sagt "Das macht mir nix, ich hab keine Angst. ich will das so und so haben", tu ich es einfach und stelle nicht die Eigentumsrechte über seine IT in Frage. Weil ich an Offenheit und Toleranz glaube und nicht von lächerlichen Allmachtsphantasien heimgesucht werde.

misch
00

das eine schließt das andere nicht aus, man kann it-systeme trotz hoher sicherheit gut an die bedürfnisse des auftraggebers anpassen. Als IT-Admin hat man eine gewisse Verantwortung die eben auch darin besteht seine Kunden zum Thema Sicherheit aufzuklähren und es hat recht wenig mit Offenheit und Tolleranz zu tun wenn man irgendwelchen Mitarbeitern erlaubt jedes Programm auf den Rechnern seines Arbeitgebers zu installieren. Geben sie ruhig weiterhin jeder sekretärin root-rechte, viel spass dabei ;)

BackfromHell
00
22.2.2011, 08:37

mogst eh gern, so a fischerl, gö?

hauptberuflich dagegen
10
21.2.2011, 10:16
Schon mal an die armen Beamten gedacht ?

Aus langjähiger Erfahrung weiss ich zu berichten, dass man, so man Linux ordentlich nutzen will, schon ab und an einmal kräftig nachdenken, respektive eine Interntnrecherche zu Rate ziehen muss.
Das erfordert doch eine gewisse Flexibilität.

Also gibt es zwei Gründe, die - leider - den Einsatz von jeglicher!! Art Open Source im öffentlichen bzw. Bundesdienst nahezu umöglich machen:

1.)
Der gelerente Österreicher weiss ja, dass gerade die Flexibilität nicht gerade die Stärke unsrere Beamten ist.

2.)
Ausserdem können sich Beamte ja beliebig dämlich stellen, ohne etwas von ihrem Dienstgeber befürchten zu müssen.

Und der letzte Punkt (ausser Konkurenz) wäre dann noch:
Wann hat denn schon einmal bei uns irgendwas funktioniert?

gogosch der Grosse
80
21.2.2011, 18:28
LINUX ist Schwachsinn pur und konzentriert!

mcr
11
22.2.2011, 10:26
Wow

Welch eine fundierte wissenschaftliche Aussage. Geh wieder Computer spielen, ist besser für uns alle

Strache Bürgermeister a.D. aber Kreisky haha!
12
20.2.2011, 21:03
Frage an Radio Erriwan

Was genau Drawnitschek ist der Unterschied zwischen 10.04 LTS und dem kommenden 11.04?
Naja, Unity und der Desktop schaut verheerend anders aus, aber eigentlich kommt ja jetzt die 10.04 LTS Endversion und da ist schon der zweite Snapshot downloadbar.
Ja Kinder was führt Ihr den auf mit dem wunderbaren Ubuntu. Jetzt ladest den 2. dann den 3. Snapshot, änderst des Büdl und die Textverarbeitung und machst den Mac weiter nach.
Dann kommen die Apps und ein nachgezimmerltes IOS4 noch dazu und für Windows kann man sogar den grauslichen Internetexplorer herunterladen und betreiben.
Eine Revolution der halben Sachen auf jedem Eck!

TurnhamGreen
00
21.2.2011, 09:19

was genau willst du uns damit sagen?

polytropolis
11
20.2.2011, 20:43
Lobbyisten

von MS haben da ganz sicher Ihre Finger im Spiel!
Was kann man als Bürger dagegen machen?

chg4711
00
22.2.2011, 06:22
Am Ring demonstrieren!

scheint die gescheiteste Möglichkeit zu sein.- Hilft gegen fast alles !
Übrigens: Der Wirtshaustisch hat nicht immer Recht.
Offenbar spricht die Geschäftspraxis eher für ein kommerzielles System, und nicht für ein, von ein paar eigenbrötlerischen Gurus konfektionierte Linux.

Kiki Novak
10
22.2.2011, 12:55

Das von den "paar eigenbrötlerischen Gurus" konfektionierte Linux läuft hier in Frankreich u. a. auf den Servern der Armee, sowie auf den Desktops der Gendarmerie Nationale,

mfg,

-- http://www.microlinux.fr

Operation_Zukunft
12
21.2.2011, 00:48
ganz einfach

privat so wenig wie möglich microsoft produkte verwenden. Beginnen mit Firefox statt ie, dann Thunderbird/... statt Outlook, weiters LibreOffice statt Microsoft Office... und möglichst viele Leute auch dazu raten. Ein Umstieg weg von Windows ist eher schwierig, aber die Anwendungsprogramme nicht mehr zu verwenden ist mal ein ganz guter Schritt, der wenn es viele machen Microsoft sehr weh tun wird.

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