Hälfte der Grundwehrdiener sind "Systemerhalter"

17. Februar 2011, 11:23
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Präsenzdiener arbeiten etwa als Kellner, Köche, Kraftfahrer, Wachen oder Militärmusiker

Wien - Mehr als die Hälfte der Präsenzdiener werden beim Bundesheer nicht als Soldaten, sondern als "Systemerhalter" eingesetzt. Im Vorjahr arbeiteten von rund 24.000 Rekruten mehr als 5.500 als Kraftfahrer, 2.600 bei der Wache, 2.100 als Kellner in den Offiziers- und Unteroffizierskasinos und 1.400 als Köche. Das geht aus einer parlamentarischen Anfragebeantwortung hervor, aus der die "Salzburger Nachrichten" (Donnerstagausgabe) zitierten.

Je 800 Grundwehrdiener wurden als Schreiber und Mechaniker eingesetzt. Andere Rekruten dienen als Schlosser, Grafiker, Kfz-Mechaniker, Maler, Tischler, Programmierer, Maurer, Elektriker oder Installateure. Allein 307 Präsenzdiener arbeiteten im Vorjahr als Militärmusiker. Das sind um 35 mehr als vor vier Jahren.

Während die Zahl der "Systemerhalter" beim Bundesheer steigt, ist die Zahl der Rekruten, die zu Soldaten ausgebildet werden, rückläufig. Wurden vor vier Jahren noch 2.300 Jäger (Infanteristen) ausgebildet, waren es im Vorjahr nur noch 1.350. Zu Pionieren wurden im Vorjahr 900 Grundwehrdiener ausgebildet, zu Panzerfahrern 283 und zu Scharfschützen 85. (APA)

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