Europas Börsen ohne klare Richtung

18. Februar 2011, 19:14
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Autowerte unter Abgabedruck - BMW minus 0,79 Prozent

Wien - Die europäischen Leitbörsen haben am Freitagnachmittag ihre Kursverluste eingedämmt und teilweise ins Plus gedreht. Der Euro-Stoxx-50 schloss mit einem Plus von 3,46 Einheiten oder 0,11 Prozent bei 3.068,00 Zählern.

Der DAX ging mit einem Aufschlag von 21,30 Punkten oder 0,29 Prozent bei 7.426,81 Zählern aus dem Handel. Der Londoner FT-SE-100 schloss knapp behauptet bei 6.082,99 Zählern und einem kleinen Minus von 4,40 Einheiten oder 0,07 Prozent.

Unterstützung hätten die Aktienmärkte im Laufe des Nachmittags von einer freundlichen Wall Street-Eröffnung erhalten, kommentierte ein Händler. Im Frühhandel hatten die Sorgen um eine weitere Eskalation in der Golfregion für fallende Kurse an Europas Leitbörsen gesorgt. Die Agenda präsentierte sich sowohl auf Konjunktur- als auch auf Unternehmensseite dünn.

Im Branchenvergleich zeigten sich Baustofftitel europaweit gut gesucht. Allen voran zogen die Papiere der französischen Zementherstellers Lafarge 4,13 Prozent auf 47,90 Euro an, nachdem das Unternehmen am Vormittag die Ergebnisse für das vierte Quartal 2010 präsentiert hatte. Auch die Papiere anderer Baustoffunternehmen konnten vor diesem Hintergrund zulegen. So verteuerten sich CRH in Dublin um 1,76 Prozent auf 16,66 Euro, Saint Gobain gingen in Paris mit einem Aufschlag von 2,11 Prozent auf 42,75 Euro aus dem Handel.

Weiterhin in der Verlustzone präsentierten sich hingegen Anglo American, die nach der Veröffentlichung der Jahresergebnisse für 2010 2,08 Prozent auf 3.227 Pence abgaben. Anglo American und Lafarge kündigten zudem eine Zusammenlegung ihrer Baustoffaktivitäten in Großbritannien an.

Ebenfalls mit Kursverlusten präsentierten sich Peugeot und Daimler, die in einem europaweit schwachen Autosektor 0,50 Prozent auf 29,63 Euro bzw. 0,64 Prozent auf 52,63 Euro abgaben. Auch BMW gingen mit einem negativen Vorzeichen aus dem Handel und verbilligten sich um 0,79 Prozent auf 60,56 Euro.

Bankentitel gerieten ebenfalls unter Abgabedruck. So verloren Intesa Sanpaolo 1,94 Prozent auf 2,53 Euro, Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA) gingen mit einem Minus von 1,06 Prozent auf 9,33 Euro aus dem Handel. Eingedämmt wurden die Branchenverluste allerdings von der Ankündigung der National Bank of Greece, die Alpha Bank übernehmen zu wollen. Alpha Bank zogen infolgedessen um 4,36 Prozent auf 4,79 Euro an, EFG Eurobank Ergasias und Piraeus Bank - ebenfalls griechische Finanztitel - schnellten sogar um 16,89 Prozent auf 5,26 Euro bzw. 15,43 Prozent auf 1,87 Euro in die Höhe.  (APA)

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