Axa erhöht Dividende

17. Februar 2011, 08:43
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Gewinn 2010 sinkt wegen Spartenverkaufs

Paris - Europas zweitgrößter Versicherer Axa erhöht trotz eines Gewinnrückgangs die Dividende um ein Viertel. Die Aktionäre sollen mit 69 Cent je Anteil am Überschuss beteiligt werden, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Paris mit. Das seien 25 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Der Überschuss sank im Vorjahr wegen der Belastungen aus einem Spartenverkauf um 24 Prozent auf 2,75 Mrd. Euro. Bereinigt um den Verkauf des britischen Lebensversicherungsgeschäfts sei der Gewinn um 18 Prozent auf 4,39 Mrd. Euro gestiegen. Der Umsatz legte um ein Prozent auf 90,97 Mrd. Euro zu. Axa-Chef Henri de Castries bezeichnete die Ergebnis als solide.

Die Schweizer Tochter Axa Winterthur überschritt 2010 beim Reingewinn die Milliardengrenze: Das Ergebnis stieg, allerdings gestützt von Sondereffekten, um 63 Prozent auf 1,02 Mrd. Franken. Zudem hätten sich die Kapitalerträge positiv entwickelt, teilte die Gesellschaft weiter mit. Dank des Lebensversicherungsgeschäfts, wo die Axa Winterthur knapp vor Konkurrent Swiss Life die Marktführerschaft behauptet, stieg das gesamte Geschäftsvolumen um 3,5 Prozent auf 10,59 Mrd. Franken.

Gründung neuer Firmen

Axa Winterthur profitierte von der Erholung am Arbeitsmarkt und der Gründung vieler neuer Firmen. Nachdem der Markt in der beruflichen Vorsorge während der Finanzkrise praktisch zum Erliegen gekommen sei, habe das Geschäft nun wieder deutlich angezogen, wird Axa-Winterthur-Chef Philippe Egger in einer Mitteilung zitiert.

Im Schadengeschäft von Axa Winterthur waren die Prämieneinnahmen leicht rückläufig, dafür verbesserte sich die Schaden-Kosten-Bilanz. Die Combined Ratio, eine Messzahl zum Vergleich der Schadenzahlungen und weiteren Kosten mit dem Prämienvolumen, sank von 94,0 Prozent im Vorjahr auf 88,8 Prozent. (APA)

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