Fast jede zweite junge Frau würde freiwilliges Sozialjahr absolvieren

16. Februar 2011, 18:38
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 Wien - Jugendliche wollen nicht zum Heer: Derzeit würden diesen Schritt, wie eine aktuelle Umfrage ergibt, nur 16 Prozent der 15- bis 25-Jährigen setzen. Ein freiwilliges Sozialjahr können sich 39 Prozent vorstellen. Auftraggeber der Spectra-Umfrage war das Institut für Freizeit- und Tourismusforschung, das am Mittwoch das Zwischenergebnis einer Studie präsentierte.

Beim Thema Sozialjahr sind vor allem Frauen positiv eingestellt: 49 Prozent würden ein Sozialjahr, 14 Prozent den Wehrdienst leisten. Bei den Männern würden 17 Prozent einrücken (Sozialjahr: 29 Prozent).

Festgelegt hat sich am Mittwoch das BZÖ: Es will ein Berufsheer und den Nato-Beitritt. Für Parteichef Josef Bucher ist klar: "Wer Ja zum Berufsheer sagt, sagt Ja zu einem Militärbündnis. Wer Ja zu einem Militärbündnis sagt, sagt Ja zur Nato." Die Neutralität gebe es seit EU-Beitritt und Lissabon-Vertrag ohnehin nicht mehr.

Verärgert über die laufende Diskussion zeigte sich ÖVP-Chef Josef Pröll. "Ich bin etwas verärgert über das Chaos, das in dieser von der SPÖ getriebenen Debatte herrscht", sagte er. Die Pläne zur Schließung von Heeresliegenschaften hatten für neue Aufregung gesorgt. Das, obwohl das Verteidigungsministerium "Schließungslisten" dementiert hat. (red/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 17.2.2011)

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