Journalisten einer Staatszeitung entschuldigen sich

16. Februar 2011, 16:54
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Für mangelhafte Berichterstattung von "Al-Ahram" während der Proteste gegen Mubarak

Journalisten der ägyptischen Tageszeitung "Al-Ahram" haben sich für die mangelhafte Berichterstattung während des Volksaufstandes gegen Präsident Hosni Mubarak entschuldigt. In einer Erklärung, die am Mittwoch an die Redaktionen anderer Medien in Kairo verschickt wurde, hieß es, in dem staatlichen Verlagshaus von "Al-Ahram" habe es in den vergangenen Jahrzehnten Korruption und Zensur gegeben. Leitungsfunktionen seien an Günstlinge der Familie Mubarak oder an Mitglieder seiner Nationaldemokratischen Partei vergeben worden. Die Professionalität der Journalisten haben bei der Personalpolitik in den Führungsetagen eine untergeordnete Rolle gespielt.

Diese Führung habe während des Aufstandes auch verhindert, dass die Lage im Land von den Reportern und Redakteuren des Blattes realistisch dargestellt wurde. "Wir, 300 Journalisten von 'Al-Ahram', wollen uns für dieses unprofessionelle Verhalten während der Revolution vom 25. Jänner entschuldigen", hieß es. Einige Journalisten des Blattes hatten sich bereits in den ersten Tagen nach Beginn des Aufstandes gegen die Linie der Redaktionsleitung gestellt. (APA)

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