Tokio hat die höchsten Mieten der Welt

16. Februar 2011, 16:55
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Höchste Mietpreise Europas in Moskau - Wien liegt im ECA-Ranking auf Platz 42

Wien - Tokio ist die Stadt mit den weltweit höchsten Mietpreisen. Für eine 80-Quadratmeter-Wohnung in Top-Lage müssen Mieter in der japanischen Hauptstadt etwa 3.410 Euro pro Monat bezahlen, geht aus den "Accomodation Reports" des Personalberatungsunternehmens ECA hervor. Der monatliche Quadratmeterpreis, der sich daraus errechnet, beträgt 42,62 Euro.

Wien rutschte im weltweiten Vergleich innerhalb eines Jahres vom 28. auf den 42. Platz. Dies sei aber auf den schwachen Euro zurückzuführen, sagte ein ECA-Sprecher. Mit 1.200 Euro für 80 Quadratmeter sei der Preis in der Bundeshauptstadt stabil geblieben. Umgerechnet auf den Quadratmeter sind das 15 Euro - ein Wert, der sich mit jüngsten Marktstudien deckt, was den ersten Wiener Gemeindebezirk betrifft.

Moskau am teuersten

Innerhalb Europas ist Moskau die Stadt mit den teuersten Mieten. In der russischen Hauptstadt kosten 80 Quadratmeter rund 2.740 Euro monatlich (bzw. mehr als 34 Euro je Quadratmeter), das bedeutet weltweit Platz 2. Wien landet im Europa-Vergleich auf dem 15. Platz hinter Städten wie London, Genf, Paris, aber auch Istanbul (Platz 5). Letztes Jahr lag die österreichische Hauptstadt an 14. Stelle der europäischen Metropolen. "Vor zwei Jahren ist das Mietniveau in Europa aufgrund der Rezession stark gefallen. Jetzt zieht es wieder an", so Susanne Grimm von ECA in einer Aussendung.

Günstiger wurden die Mieten im Jahresvergleich besonders in Athen, Bukarest, Madrid und Budapest. Weltweit sei das Mietniveau 2010 gegenüber dem Jahr davor um 11 Prozent gestiegen, in Europa aber um fünf Prozent.

Studie für Firmen

Die Studie richtet sich an Unternehmen, die Mitarbeiter ins Ausland entsenden wollen und eine Berechnungsgrundlage für Mietzuschüsse benötigen. Unternehmen sollten unbedingt Währungsschwankungen im Auge behalten, so Grimm. "Die Mieten sind in Europa zwar tatsächlich gestiegen, trotzdem ging es für viele Städte im Ranking nach unten. Das liegt daran, dass viele Währungen gegenüber dem Euro an Wert verloren haben", erklärte sie. So seien in Tokio die Mieten in Yen um 7 Prozent gefallen, in Euro aber um 14 Prozent gestiegen. Für das Ranking wurden alle Mietpreise in Euro umgerechnet. (APA/red)

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