US-Branchenverband

Frankreich, Spanien und Italien unter "Top 5" bei Videospiel-Schwarzkopien

Patrick Drexler, 26. Februar 2011, 12:58
  • Artikelbild
    foto: derstandard.at

Spitzenreiter sind laut ESA China und Brasilien

Im Rahmen einer Untersuchung des US-Branchenverbandes Entertainment Software Association (ESA) gerieten die EU-Mitglieder Frankreich, Spanien und Italien in Kritik. Denn die drei Länder befinden sich laut ESA unter den "Top 5" bei der Verbreitung bzw. Nutzung von Schwarzkopien.

Top 5 mit absoluter Mehrheit

Zusammen mit China und Brasilien seien die drei Staaten für 54 Prozent aller unrechtmäßigen Downloads von Videospielen über P2P-Netzwerke verantwortlich. Für die Untersuchung wurden 144 Download-Dateien beobachtet mit dem Ergebnis, dass 78 Millionen in einem der fünf genannten Länder getätigt wurden. Auf die USA entfielen hingegen lediglich 5,6 Millionen Download, so der US-Branchenverband.

Druck auf Länder gefordert

Von den US-Handelsbehörden verlangt die ESA diese Top 5 zu beobachten und Druck auszuüben um die gesetzlichen Regelungen zu verschärfen. Aber mit Kanada, Indien, Argentinien, Russland, Chile, Indonesien, Costa Rica, Mexiko und den Philippinen sind der ESA noch 9 weitere Länder bei der Verbreitung von Schwarzkopien ein Dorn im Auge. (pd)

Der WebStandard auf Facebook

Raptor Jesus
00
27.2.2011, 21:25
In Brasilien, wo Videospiele wie Glücksspiele hoch besteuert werden, ist Schwarzkopieren die einzige Möglichkeit für den Normalmenschen dort, Videospiele zu zocken ohne ein halbes Vermögen abzugeben!

Mathias
 
00
27.2.2011, 12:01
Von den US-Handelsbehörden verlangt die ESA diese Top 5 zu beobachten und Druck auszuüben um die gesetzlichen Regelungen zu verschärfen.

Gegen einzelne Bürger konnte man solche Represalien leicht durchsetzen - teilweise getarnt mit dem Kampf gegen den Terror!

Doch gegen Raubkopier-Staaten wie China und Russland kann die ESA "scheissen" gehen. Da haben sich schon andere Größen (zb. aus der Automobilindustrie) blaue Flecken geholt ;-)

maruh
00
26.2.2011, 18:39

mehr druck??

vielleicht so:
http://www.gulli.com/news/elit... 2011-02-26

??

Markus KA
06
26.2.2011, 17:00

Ein Branchenverband hat von einem Land nichts zu verlangen.

Ein Land hat in erster Linie die Interessen seiner Staatsbürger zu zu schützen.

Es kann nicht sein, dass ein deutscher Richter Sony beim Durchsuchungsbeschluss durchwinkt und die Polizei dann unter Konzernaufsicht Eigentum beschlagnahmt.

Korruption wohin das Auge auch blickt.

hase91
03
26.2.2011, 15:46
Verbindung zwischen Reichtum und Schwarzkopien

Wenn man sich die Liste der Länder mit vielen Schwarzkopien ansieht fällt auf, dass es sich bei den meisten genannten Staaten um weniger wohlhabende Staaten handelt.

Beispiel USA: auf 300 Mio Amerikaner entfallen 5.6 Mio erkannte Downloads - und auf ~1.5 Mrd Menschen (die Top 5) entfallen 78 Mio Downloads, also pro Person mehr als doppelt so viele DL. Alle genannten Staaten sind laut Human Development Index 2010 deutlich ärmer als die USA.

Daher wird die Medienindustrie auch durch Verhinderung von Kopien nicht viel mehr verdienen, denn wenn wenig Geld da ist, wird man es kaum für Computerspiele ausgeben sondern lieber auf solche verzichten.

oargestory
214
26.2.2011, 15:29
Schwarzkopierer!

Endlich wird dieses unnötige Wort "Raubkopie(rer)" nicht mehr verwendet.
Ich hoffe dass der Standard das konsequent durchsetzt.

Unbekannter
00

Jedoch trifft "Schwarzkopierer" auch nicht zu, ich kopiere nur in Farbe, Schwarz/Weiß ist schon längst out.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.