Ordentliches Hardware-Upgrade zum gleichen Preis des ersten Modells
Das erste Wildfire zählte zu einem der beliebtesten Modelle des Herstellers HTC. Auf dem diesjährigen Mobile World Congress hat das Unternehmen nun den Nachfolger vorgestellt. Das Wildfire S hat gegenüber seinem Vorgänger ein ordentlichen Upgrade in Punkto Hardware und Software erhalten, wie sich der WebStandard bereits überzeugen konnte.
Besseres Display
Ein großer Kritikpunkt beim ersten Wildfire war die geringe Auflösung des Touchscreens. Wie sein Vorgänger verfügt auch das neue Wildfire S über ein 3,2 Zoll großes Display. Allerdings wurde die Auflösung auf 480 x 320 Pixel erhöht von 320 x 240 Pixel. Das steigert vor allem die Lesbarkeit des Bildschirms stark und lässt den Screen insgesamt lebendiger und auch farbenfroher wirken.
Schnellerer Prozessor
Ein kleines Upgrade hat auch der Prozessor erhalten, der nun mit 600 MHz statt 528 MHz getaktet ist. Der Arbeitsspeicher wurde von 384 MB auf 512 MB erhöht. Der interne Speicher ist mit 512 MB unverändert geblieben. Ebenfalls gleich geblieben ist die 5-Megapixel-Kamera. Die Ausstattung ist für diese Geräteklasse, die sich an Smartphone-User ohne hohe Ansprüche richtet, angemessen. Eine Spur stärker ist der 1320 mAh-Akku. Zudem werden nun neben WLAN 802.11b/g auch der schnelle n-Standard sowie Bluetooth 3.0 unterstützt. GPS, 3,5-mm-Kopfhöreranschluss und Micro-USB-Anschluss sind ebenfalls vorhanden.
Neues Design
Das Gehäuse hat einen neuen, helleren Anstrich verpasst bekommen. Das optische Trackpad des ersten Wildfire-Modells ist verschwunden, unter dem Display sind vier Soft-Touch-Buttons angesiedelt. Das neue Modell ist mit 105 Gramm etwas leichter als der 118 Gramm schwere Vorgänger. Insgesamt wirkt das neue Modell ordentlich verarbeitet, hochwertige Materialien wie ein Gehäuse aus Aluminium darf man sich jedoch nicht erwarten.
Gingerbread mit Sense
Wie das Desire S, das ebenfalls in Barcelona vorgestellt wurde, ist auch das Wildfire S bereits mit Android 2.3 Gingerbread und HTCs eigener Oberfläche Sense ausgestattet. Die Android-Sense-Kombination läuft trotz des gegenüber den Highend-Modellen schwächeren Prozessors flüssig. Wie es sich damit verhält, wenn mehrere Apps installiert wurden, muss ein ausführlicher Test zeigen. An Sense hat HTC auch einige Änderungen vorgenommen. So kann man die Homescreen-Thumbnails in der Helikopter-Ansicht nun durch längeres Halten beliebig anordnen und damit die Reihenfolge der Homescreens ändern. Im Apps-Menü kann man wahlweise alle installierten Anwendungen, Favoriten und selbst heruntergeladene Apps anzeigen lassen.
Fazit und Verfügbarkeit
Das Wildfire S reiht sich in die Serie kleiner und günstiger Android-Smartphones, die derzeit verstärkt auf den Markt drängen. Das HTC-Modell bringt allerdings die neueste Version von Android und HTCs bewährte Oberfläche mit. Gegenüber dem Vorgänger ist es in allen Punkten eine deutliche Verbesserung. Das neue Wildfire soll im zweiten Quartal wie das erste Modell um 279 Euro auf den Markt kommen. (Birgit Riegler/derStandard.at, 14. März 2011)
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