Subaru Trezia: Großraum nach Bonsai-Art

16. Februar 2011, 16:50
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Subaru entwickelt mit und für Toyota die neue Celica. Im Gegenzug wird deren Mikro-Van (Verso S) als Neuzugang in den eigenen Reihen verbucht

Zu behaupten, der Trezia sei bloß ein Toyota Verso S mit Subaru-Logo, wäre sicher zu kurz gegriffen. Immerhin, betont Subaru, hätten die eigenen Ingenieure tüchtig an diesem Mikro-Van mitgewirkt. Im äußeren Erscheinungsbild schlägt sich dies etwa in eigenständiger Front- und Heckpartie nieder, und unterm Blech gibt's Allrad und feine Boxermotoren. Stopp: eben nicht, und zwar weder noch.

Damit so ein Gemeinschaftsprojekt sich nämlich rechnet, lautet die Devise: bloß keine Extrawürste. Und so setzt Subaru motorisch halt auf zwei Motoren aus dem Hause Toyota, einen 1,3-Liter-Benziner (99 PS) und einen 1,4-Liter-Selbstzünder (90 PS).

Beide hinterließen übrigens auf den ersten Kilometern, soeben im Rahmen der Pressepräsentation in Oberitalien rund um Monza absolviert, einen grundsoliden Eindruck. Speziell der Diesel wirkt richtig spritzig, er macht den Trezia zum wieselflinken Kerlchen. Und zum Sparmeister obendrein.

Denn normtestzyklisch begnügt er sich mit 4,3 l / 100 km, ein wahrhaft tadelloser Wert. Der ließe sich mit Start-Stopp-System nochmals senken - gibt's aber nicht. Kommt sommers erstmals in einem Subaru, bei einer klassischen Boxermotorisierung, also nicht im Trezia.

Tadellos ist auch das Stichwort für das Fahrzeugkonzept. Wie bringt man auf knapp vier Meter Länge vier Erwachsene folterfrei unter, lautete die Fragestellung, die zugleich Auftrag an die Konstrukteure war. Ergebnis ist - schließlich reden wir von einem Japan-Auto - ein Großraumkonzept quasi nach Bonsai-Prinzip.

Es gibt erstaunlich viel Platz für so einen Winzling, und soll der Trezia zum Transporter werden, lässt sich der Kofferraum (429 l) ruck, zuck auf 1388 Liter erweitern, wobei die umgelegten Rücksitze eine fast plane Fläche ergeben.

Auch an Ablagen herrscht kein Mangel, zudem lässt sich der Kofferraum-Ladeboden um ein paar Zentimeter versenken - oder man nutzt den Raum darunter als Spezialfach. Nicht restlos befriedigen will hingegen die Materialwahl im Interieur, das viele Hartplastik wirkt nicht wirklich schick.

Fazit Trezia: Feines Auto, das die Palette der Marke klug ergänzt. Ein bisserl mehr Subaru-Eigen-Art täte aber auch nicht schaden. (Andreas Stockinger/DER STANDARD/Automobil/11.02.2011)

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  • Der Trezia ist praktisch, vernünftig und gar nicht einmal unhübsch. Kluge Ausweitung des Modellangebots von Subaru.
    foto: werk

    Der Trezia ist praktisch, vernünftig und gar nicht einmal unhübsch. Kluge Ausweitung des Modellangebots von Subaru.

  • Was man alles auf vier Metern Auto unterbringen kann. Vier Insassen zum Beispiel. Beachtlich auch die Kopffreiheit.
    foto: werk

    Was man alles auf vier Metern Auto unterbringen kann. Vier Insassen zum Beispiel. Beachtlich auch die Kopffreiheit.

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