Die Brit Awards wurden zur großen Party für Take That

16. Februar 2011, 12:37
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Arcade Fire nach den Grammys auch bei den britischen Musikpreisen top-geehrt

London - Bei den diesjährigen Brit Awards schwangen Take That auf der Bühne den Union Jack, dann siegten das Quintett auch noch in der gefragtesten aller Kategorien des Musikpreises und wurden zur besten "Britischen Gruppe" gekürt - was ihnen nicht einmal auf dem Höhepunkt ihres Boy-Group-Erfolges in den 90er Jahren gelang.

"Ich kann nur sagen: Danke, dass Du zurückgekommen bist", sagte Mark Owen auf der Bühne zu Robbie Williams. Die neue Platte "Progress" stieg gleich hoch in den Charts, die Tickets für die anstehende Tour verkauften sich in Rekordzeit.

Die Brit Awards wollten sich in diesem Jahr moderner und in neuerem Licht zeigen - zu sehen sowohl an der Ausstattung als auch an der Auswahl der Gewinner. Die Preisverleihung wurde in eine Arena verlegt, 20.000 Menschen konnten mitfeiern. Die neue Trophäe gestaltete die britische Mode-Ikone Vivienne Westwood.

Arcade Fire auch bei den Brits obenauf

Hatten die Brit Awards bisher zeitweise Probleme, "Urban Music" wie Hip Hop oder R&B angemessen zu würdigen, sah das diesmal anders aus. Hip-Hopper Tinie Tempah, der als einer der wenigen britischen Rapper auch in den USA Anerkennung gefunden hat, wurde zum "Britischen Durchbruch-Act" gekürt. Auch seine Single "Pass Out" bekam einen Preis. Rapper Plan B wurde "Bester britischer männlicher Solokünstler". Das "Britische Album des Jahres" hingegen ist von Country-Rhythmen geprägt: "Sigh No More" von Indie-Folk-Band Mumford And Sons.

Auf internationaler Ebene gab es neben den erwarteten Siegern auch Überraschungen. Die Platte "The Suburbs" der kanadischen Indie-Rockband Arcade Fire wurde zum besten "Internationalen Album" gekürt, die Truppe selber - analog zum US-Grammy-Triumph - zur besten "Internationalen Gruppe". Ihre Statue bekamen sie von Tennis-Legende Boris Becker überreicht.

Der 16 Jahre alte Kanadier Justin Bieber ("Baby") durfte sich nach seiner mäßigen Grammy-Bilanz nun als "Internationaler Nachwuchsstar" sehen. Der schwergewichtige US-Sänger Cee Lo Green, derzeit vor allem mit seinem Gutelaune-Hit "Forget You/Fuck You" zu hören, wurde zum besten "Internationalen männlichen Solokünstler" erhoben. Zum Dank gab es eine Riesen-Showeinlage zum Abschluss der Verleihung.

Die Arena zum Toben brachte auch Rihanna - wie erwartet zur besten "Internationalen weiblichen Solokünstlerin" ernannt. Sie sang eine Zusammenstellung ihrer Hits, und wechselte dann schnell die Kostüme. In einer an ein Brautkleid erinnernden Robe nahm sie ihren Preis von Cheryl Cole entgegen, die an diesem Abend leer ausging. "Das ist etwas ganz Großes", sagte die in dem Karibik-Staat Barbados geboren Sängerin. "Es wird nicht viel besser als die Brits." (APA)

 

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    Robbie, Gary & Co. beim Entern der Arena

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