FP-Kickl ortet Verharmlosung von Pädophilie

16. Februar 2011, 12:12
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FPÖ kritisiert Urteilsbegründung gegen Vortragende: "Schockierend" und "klar kinderfeindlich"

Wien - Die FPÖ hat am Mittwoch scharfe Kritik am Schuldspruch gegen eine Vortragende des Freiheitlichen Bildungsinstituts (FBI) geübt. Sie war am Tag zuvor nicht rechtskräftig wegen Herabwürdigung religiöser Lehren zu einer Geldstrafe von 480 Euro verurteilt worden. FP-Generalsekretär Herbert Kickl nahm in einer Aussendung vor allem die Urteilsbegründung aufs Korn, die er als "schockierend" bezeichnete, da sie seiner Ansicht nach Pädophilie verharmlose.

Hintergrund: Die Vortragende hatte beim nämlichen Seminar unter anderem durchklingen lassen, Mohammed habe "gern mit Kindern ein bisschen was" gehabt, wobei sie sich dabei auf den Umstand bezog, dass Aischa bint Abi Bakr, die dritte Frau Mohammeds, der islamischen Überlieferungen zufolge zum Zeitpunkt der Eheschließung sechs und beim Vollzug der Ehe neun Jahre alt gewesen sein soll.

Nach Kickls Auffassung würden in der Begründung "grauenhafte Verbrechen an Kindern" verharmlost, denn das Gericht habe eine - so Kickl - ungenügende Definition von Pädophilie angewendet. Das Urteil sei "klar kinderfeindlich" und "gegen eine Frau und Mutter gerichtet, der ihr nachvollziehbares und geradezu notwendiges Schutzbedürfnis gegenüber Kindern angelastet wird". Kickl ortete überdies eine "mediale Hetzkampagne" gegen die Vortragende. (APA)

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