Fernost-Börsen schließen überwiegend fester

16. Februar 2011, 11:58
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Stahlwerte gut gesucht

Wien - Die Leitbörsen in Fernost haben am Mittwoch überwiegend fester tendiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio verteuerte sich um 61,62 Zähler oder 0,57 Prozent auf 10.808,29 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong stieg um 257,19 Zähler (plus 1,12 Prozent) auf 23.156,97 Einheiten.

Zulegen konnten auch die Märkte in Singapur und Shanghai. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.094,72 Zählern und einem Plus von 14,06 Punkten oder 0,46 Prozent. Der Shanghai Composite legte um 0,85 Prozent oder 24,66 Zähler auf 2.923,90 Punkte zu. Der All Ordinaries Index in Sydney verlor hingegen leicht um 0,8 Zähler oder 0,02 Prozent auf 5.018,6 Einheiten.

Am Hongkonger Aktienmarkt dominierten die Kursgewinne einiger Stahlwerte über erneut schwächer tendierende Immobilientiteln. Erstere profitierten von anziehenden Stahlpreisen, hieß es. So hatte Wuhan Iron & Steel (plus 1,55 Prozent auf 4,60 Yuan), Medienbeichten zufolge, eine Preiserhöhung angekündigt. Ebenso vermeldete Chinas größter börsengehandelter Stahlkocher Baoshan Iron & Steel (plus 2,79 Prozent auf 7,38 Yuan) eine an die gestiegene Nachfrage angepasste Preisentwicklung. Davon profitierten konnten unter anderem Maanshan Iron & Steel (plus 3,57 Prozent auf 4,35 Hongkong Dollar) und Angang Steel (plus 1,24 Prozent auf 11,46 Hongkong Dollar).

Schwächer präsentierten sich hingegen Titel aus dem Immobiliensektor, die, Marktbeobachtern zufolge, von der weiterhin preisdrückenden Politik der chinesischen Regierung belastet wurden. So verbilligten sich China Resources Land um 1,51 Prozent auf 12,92 Hongkong Dollar. China Overseas Land & Investment verloren 0,90 Prozent auf 13,14 Hongkong Dollar.

In Tokio sorgte eine positive Prognose für den japanischen Markt durch das Bankhaus Nomura für eine freundliche Stimmung, hieß es. Nach Meinung der Experten dürfte Japan im ersten Halbjahr 2011 zu einer deutlichen Erholung ansetzen. Japan und Indien haben zudem eine weitgehende Abschaffung von Zöllen und die Öffnung ihrer Märkte vereinbart.

Ausländische Investoren nahmen Börsianern zufolge die jüngste Rally des Yen zum Anlass, ihren Bestand an Finanzaktien aufzustocken. Insofern stiegen die Titel der Mitsubishi UFJ Holdings um 0,64 Prozent auf 470 Yen. Die Papiere von Sumitomo Mitsui Financial (SMFG) verteuerten sich sogar um 2,28 Prozent auf 3.140 Yen.

BHP Billiton nach Zahlen im Fokus

In Sydney kamen nach Zahlen BHP Billiton in den Blick der Anleger. Boomende Eisenerz- und Kupferpreise haben dem weltgrößten Minenbetreiber einen Rekordgewinn beschert. Der Überschuss vor Sonderposten im ersten Geschäftshalbjahr verdoppelte sich fast auf 10,7 US-Milliarden Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit 10,3 Milliarden Dollar gerechnet. Die Dividendenankündigung enttäuschte hingegen: Statt der erwarteten 49 Cent je Aktie will das Unternehmen nur 46 Cent ausschütten. Die Papiere schlossen 1,63 Prozent tiefer bei 46,59 australische Dollar. (APA)

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