Neustart als steirische "Hügelland-Eier"

16. Februar 2011, 11:37
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Graz - Neuer Vorstand, neuer Obmann und ein neuer Name: Nach dem Skandal rund um die Firma Goldmund im vergangenen Sommer haben 25 oststeirische Landwirte einen Neustart unter der Marke "Hügelland-Eier" gewagt. Bei einer Pressekonferenz am Mittwoch in Graz versicherte der neue Genossenschaftsobmann Alois Hausleitner, dass die Produktion mit dem Vertriebspartner Agrarunion Südost mehr Kontrollen für garantiert österreichische Eier bringe.

Nach dem "Crash" vergangenen Sommer hätten sich die knapp 30 Bauern die Frage gestellt, ob es überhaupt weitergehe, so Hausleitner. 25 von ihnen hätten nun noch höhere Standards und Kontrollen auf sich genommen, um unter dem neuen Namen einen Neuanfang zu schaffen, "aber ohne Dumpingpreise". Als "gläserner Betrieb" habe man einige der früheren Kunden und Handelsketten wieder an Bord geholt. Vor allem die von nun an tägliche Mengeneingabe in eine zentrale Eierdatenbank hätten die Abnehmer wohl überzeugt, meinte der Obmann. Im Jahr 2011 wolle man 3 bis 4,5 Mio. Euro Umsatz machen. Der Verkaufsstart ist ab sofort.

In der Causa "Schummel-Eier" hatte der frühere Obmann zur Erfüllung von Lieferverträgen mehrere 100.000 ungarische Eier billig zugekauft und sie als aus steirischer Produktion stammend weiterverkauft. Sowohl er als auch der Vorstand, der davon gewusst hatte, wurden im Jänner zu einer bedingten Haft- und einer Geldstrafe wegen Täuschung verurteilt. (APA)

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