Dieter Dorn soll "Ring" in Genf inszenieren

16. Februar 2011, 10:03
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Nach Ende der Intendanten-Zeit in Bayern Wechsel zur Oper

München - Dieter Dorn zieht es nach dem Ende seiner Amtszeit als Intendant des Bayerischen Staatsschauspiels zur Oper und in die Schweiz. Nach Informationen des "Münchner Merkur" (Mittwoch) wird der 75-Jährige am Grand Theatre in Genf Richard Wagners "Ring des Nibelungen" inszenieren. Die Verträge seien zwar noch nicht unterzeichnet, es gebe aber "eine feste Verabredung", sagte der Genfer Generalintendant Tobias Richter der Zeitung. Premiere von "Rheingold" soll demnach im Februar 2013 sein, die "Walküre" folgt im Oktober 2013, "Siegfried" und die "Götterdämmerung" im Frühjahr 2014. Für Juni 2014 seien dann zwei komplette "Ring"-Zyklen geplant. Vom Genfer Theater war zunächst keine Bestätigung zu bekommen.

Theatermann Dorn, der am Wochenende mit seiner Inszenierung von Kleists "Käthchen von Heilbronn" seine letzte Premiere im Münchner Residenztheater feierte, hat sich in seiner langen Karriere auch als Opernregisseur einen Namen gemacht. Im Jahr 1979 gab er, der die Theaterszene in München mehr als 30 Jahre lang geprägt hat, in Wien sein Debüt und inszenierte an der Staatsoper Mozarts "Entführung aus dem Serail".

Dorn gilt als geschickter Regisseur eines feinsinnigen Musiktheaters. Seine Interpretation von Mozarts "Cosi fan tutte" in München wurde gefeiert. Auch mit Wagner hatte Dorn bereits Erfolge: In Bayreuth inszenierte er den "Fliegenden Holländer", an der New Yorker Met "Tristan und Isolde". (APA)

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