Zyklon "Carlos" riss Bäume und Masten um

16. Februar 2011, 09:24
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Nach "Yasi" nun auch Nordaustralien von tropischem Zyklon betroffen – Jüngste Naturkatastrophen richteten Schaden von 1,5 Milliarden Euro an

Ein tropischer Zyklon hat am Mittwoch im Norden Australiens Schäden angerichtet. "Carlos" war allerdings weit weniger stark als "Yasi", der mächtige Wirbelsturm, der Anfang Februar über die Ostküste hereingebrochen war. In Darwin, ganz im Norden des Kontinents, blieben am Mittwoch der Flughafen und die Schulen geschlossen. Die Behörden warnten die rund 125.000 Einwohner vor Überschwemmungen und Stromausfällen. Die Wetterfront bewegte sich am Nachmittag entlang der Küste zwischen Darwin und Port Stewart in Richtung Osten.

In der Umgebung von Darwin wurden dutzende Bäume und Strommasten umgerissen und elf Häuser überflutet, berichteten die Rettungsdienste. Mehrere Menschen wurden in ihren Autos von Überschwemmungen überrascht und mussten sich zu Fuß in Sicherheit bringen.

"Carlos" gehörte mit Windgeschwindigkeiten von 110 km/h zur Kategorie 1. "Yasi" war dagegen ein Kategorie 5-Sturm und hatte Spitzenböen von mehr als 300 km/h. Der Zyklon deckte an der Ostküste vor zwei Wochen zwischen Cardwell und Tully tausende Dächer ab und riss Bäume und Strommasten um. Fast 200.000 Haushalte waren tagelang ohne Strom.

Teuer für Versicherungen

Die jüngsten Naturkatastrophen in Australien kommen den Versicherern teuer zu stehen. Wie der Branchenverband Insurance Council of Australia mitteilte, rechnen die Unternehmen mit mehr als 2 Mrd. Dollar (1,5 Mrd. Euro) Schaden für die Jahrhundertflut im Nordosten des Landes. Der Wirbelsturm "Yasi" könnte demnach mit weiteren 500 Mio. Dollar zu Buche schlagen. Die endgültigen Zahlen würden in den kommenden drei Monaten erwartet.

Bei dem Hochwasser in Queensland kamen Dutzende Menschen ums Leben. Zehntausende Häuser wurden überschwemmt. Straßen, Bahnschienen und Brücken wurden zerstört. Wirbelsturm "Yasi", der Anfang Februar über die Ostküste hinwegfegte, verwüstete Zucker- und Bananenanbaugebiete. (red/APA)

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