"Jeopardy"-Match steht remis

15. Februar 2011, 19:17
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Menschen schlagen sich gegen IBM-Computer wacker

Beim Schach ist längst klar, dass selbst die besten Profis gegen die besten Computer keine Chance mehr haben und von ihnen matt gesetzt werden. Wie aber ist es in anderen Bereichen der Intelligenz, wo es zum Beispiel mehr auf Wortwitz und Kombinationsvermögen ankommt?

Um das zu testen, läuft seit Montag ein dreitägiger Wissenswettbewerb, bei dem sich zwei menschliche Großmeister in Sachen "Jeopardy" mit dem IBM-Hochleistungscomputer Watson matchen, der von 25 Experten vier Jahre lang auf das ungleiche Duelle vorbereitet wurde. Aber auch seine Rivalen sind gerüstet, wenn es um das Lösen von raffinierten Worträtseln geht: Ken Jennings hat 74 Folgen der Rateshow in Serie gewonnen, und Brad Rutter, war der bisher finanziell erfolgreichste Quizkandidat.

Der Streitpunkt bei der Debatte um die künstliche Intelligenz ist die Frage, ob mehr Rechnerkraft auch qualitative Auswirkungen hat und Rechner wirklich je denken lernen. Bei der ersten Runde am Montag zeigte sich, dass Watson insbesondere mit Doppeldeutigkeiten und mit der Ironie noch so seine Schwierigkeiten hat.

Auf die Antwort "Abgeleitet vom lateinischen Wort für 'Ende', ist dies ein Ort, wo auch Züge ihren Ausgang nehmen", verstand Watson nur Bahnhof: Dem Computer fiel als richtige Antwort nicht viel mehr als "finis" ein. Die gesuchte Frage hätte aber "Was ist ein Terminal?" gelautet.

Immerhin liegt Watson nach der ersten Runde gleichauf mit Rutter mit 5000 Dollar. Jennings hat 3000 Dollar weniger. (tasch/DER STANDARD, Printausgabe, 16.02.2011)

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    Quizmaster Alex Trebek (links) mit drei ungleichen Kandidaten.

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