"3" präsentiert neues Netz: "Übertragungsraten von bis zu 42 Mbit/s"

15. Februar 2011, 17:22
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Mit der 4. Mobilfunkgeneration LTE will der Mobilfunker ebenfalls 2011 starten

Tarife zu Kampfreisen, damit sich der kleinste heimische Mobilfunker „3" in den vergangenen Jahren positioniert. Firmenchef Jan Trionow setzt auch 2011 auf niedrige Tarife - und den umfangreichen Ausbau des Netzes. Auf dem Mobile World Congress in Barcelona stellte der „3"-Chef das „neue 3Meganetz" vor. Das gesamte Netz wird derzeit auf HSPA+ und LTE-kompatibler Hardware auf den neuesten Stand gebracht. Damit sollen „Übertragungsraten von bis zu 42 Mbit/s" möglich sein, so der Mobilfunker.

1 Petabyte

Bis Herbst dieses Jahres soll das Ausbau abgeschlossen sein. Derzeit sollen bereits rund 50 Prozent der „3"-Kunden diese schnellere Übertragungsgeschwindigkeiten nutzen können.

In den letzten Monaten ist der Datenverkehr enorm gewachsen. Derzeit werden über 1 Petabyte (1.000.000.000.000.000 Byte) pro Monat im 3-Netz übertragen - „mehr als jedes andere Mobilfunknetz in Österreich", erklärt Trionow.

"Sobald es erschwingliche Modems gibt "

Mit der 4. Mobilfunkgeneration LTE (Long Term Evolution) will „3" ebenfalls 2011 starten. Zuerst in Wien. "Sobald es erschwingliche Modems gibt ", so Jan Trionow zum WebStandard. Derzeit verlangt Marktführer A1 490 Euro für ein LTE-Modem und 90 Euro pro Monat für „A1 Breitband LTE". Einen derartigen Tarif, wird es bei „3" nicht geben, verspricht Trinow.

A1 und T-Mobile haben bereits erste LTE-Pilotprojekte "on air", eine großflächige Ausbreitung lässt aber noch auf sich warten. Orange hält sich mit seinen LTE-Plänen sehr bedeckt.

4G

LTE  bzw. 4G ist nach 3G die vierte Generation im Mobilfunk. 4G soll bis zu 100 Mbit pro Sekunde bringen und somit beispielsweise die Download-Dauer für eine Datei mit 10 MB von derzeit 3 Sekunden (HSPA+ mit 42 Mbit/s) auf weniger als eine Sekunde reduzieren.

Vorzeigeprojekt für den zweitgrößten chinesischen Netzwerkausrüster ZTE

Das neue "3"-Netz liefert ZTE. Ein Vorzeigeprojekt für den zweitgrößten chinesischen Netzwerkausrüster, der etablieren Firmen zusehends das Leben schwer macht. Von "3" heißt es dazu, dass man von ZTE das "modernste Netz zu den besten Konditionen" bekomme und dies entsprechend an die Kunden weitergeben könne. 

Sale and Lease back

2010 verkaufte "3" sein Netz an die staatliche China Development Bank (CDB) und leaste es zurück. Laut Jan Trionow geht es dabei um das Funknetz und um Teile des Kernnetzes. Üblicherweise bringt das sogenannte Sale and Lease back einen Steuervorteil sowie einen Liquiditätseffekt. (sum aus Barcelona)

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    "3"-Chef Jan Trionow

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