NPD lästert über "Negerkinder" und "Bimbos"

15. Februar 2011, 17:05
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Interner E-Mail-Verkehr offenbart rassistische Haltung in aller Deutlichkeit

Berlin - Die Gestaltung eines Wahlplakates muss gut überlegt werden. Holger Apfel, NPD-Fraktionschef in Sachsen, hatte da so eine Idee: "Eine Horde ,widerwärtig' aussehender Ausländer" solle man zeigen. Das berichtet die Berliner Tageszeitung, der - wie anderen deutschen Medien auch - 60.000 interne E-Mails der rechtsextremen NPD zugespielt wurden.

Die E-Mails geben tiefe Einblicke in die rassistische Ideologie der Partei. Da wird über "Negerkinder" und das "Fettfüttern von Bimbos" gelästert, ein Mitglied schließt seine E-Mail schon mal in Anspielung auf den Nationalsozialismus "mit deutschem Gruß" oder mit "88", dem Synonym für "Heil Hitler".

Im Schriftverkehr zwischen NPD-Kadern wird auch diskutiert, wie die Partei sich vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt im März geben soll: Damit bürgerliche Wähler nicht verschreckt werden, werden Funktionäre dazu aufgerufen, auf "radikale Sprache" und "Szene-Klamotten" in der Öffentlichkeit zu verzichten. Sie sollen schwarze Hosen und weiße Hemden tragen. (bau/DER STANDARD, Printausgabe, 16.2.2011)

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