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Auch gutartige Tumore im Rückenmark können sich als chirurgische Herausforderung erweisen.
Foto: Dieter Schütz/www.pixelio.de
Wissenschaftler des Klinikums der J.W. Goethe-Universität Frankfurt und der University of South Florida (USA) arbeiten an der erstmaligen breiten Anwendung eines neuen kernspintomographischen Verfahrens, das Rückenmarksoperationen künftig sicherer machen soll. Grundlage der neuen Technik ist die Diffusions Tensor Bildgebung (DTI), mit der sich bislang nur Faserbahnen im Gehirn darstellen ließen. Den Wissenschaftlern um Mathias Setzer, Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie und Elke Hattingen von der Abteilung für Neuroradiologie des Klinikums der J.W. Goethe-Universität, gelang es nun die DTI-Traktographie auch im Rückenmark durchzuführen.
Ein Tumor im Rückenmark ist für den betroffenen Patienten eine schwerwiegende Diagnose. Gutartige Tumoren, die das Rückenmark lediglich verdrängen, lassen sich unter Einsatz moderner mikrochirurgischer Verfahren sehr gut entfernen. Eine schwierige Herausforderung sind dagegen Tumore, die im Rückenmark wachsen und dieses infiltrieren oder von innen heraus verdrängen. Das Problem in diesen Fällen ist, dass Nervenbahnen auf Aufnahmen, die mittels Kernspin- oder Computertomographie gemacht werden, nicht ausreichend sichtbar sind. Dem Operateur fehlen somit wesentliche Informationen für die Planung und Durchführung des Eingriffs. Der Arzt kann sich lediglich anhand der bekannten anatomischen Bahnenlokalisationen orientieren. Das neue DTI-Verfahren macht diese Nervenbahnen nun sichtbar.
Mittels DTI-Traktographie Entfernbarkeit vorhersagen
Im Gehirn wird die DTI-Traktographie bislang im Falle von Krankheitsbildern eingesetzt, bei denen Faserbahnen zerstört oder abgebaut werden. Auch die prä- und intraoperative Diagnostik bei neurochirurgischen Eingriffen ist ein Anwendungsgebiet. Durch die Darstellung der Faserbahnen können Operationen schonender durchgeführt werden. Außerdem erhöht sich die Sicherheit für den Patienten bei Eingriffen in der Nähe von funktionell wichtigen Hirnarealen.
Die Traktographie des Rückenmarks gestaltete sich ungleich schwieriger. Grund hierfür sind neben der geringen Größe des Marks so genannte Bewegungsartefakte wie Atmung, Herzschlag oder Pulsationen des Hirnwassers um das Rückenmark.
Durch technische Neuerungen kann das Verfahren jetzt bei verschiedenen Erkrankungen des Rückenmarks durchgeführt werden. „Aufgrund von neuen MRT-Geräten mit höheren Feldstärken und verbesserten MRT-Sequenzen, können wir diese Probleme entscheidend beheben", betont Mathias Setzer. In einer aktuellen Untersuchung an Patienten mit Rückenmarkstumoren konnten die Wissenschaftler zeigen, dass sich die Entfernbarkeit dieser Tumoren mittels DTI-Traktographie vorhersagen lässt. Eine Tumorentfernung ist nur dann ohne zusätzliche Schädigung möglich, wenn der Tumor vom Rückenmark abgegrenzt ist. Diese Abgrenzung ist in der konventionellen Kernspintomographie nicht erkennbar. Bislang wurden den Patienten Gewebeproben entnommen um zu klären, ob ein Tumor entfernbar ist. Dies könnte in Zukunft überflüssig werden. Die Wissenschaftler erwarten darüber hinaus, dass sich die Patientensicherheit bei Rückenmarksoperationen, ähnlich wie bei Eingriffen im Gehirn, erhöhen lässt. Studien dazu werden derzeit geplant. „Zusammen mit den Kollegen der Abteilung für Neuroradiologie evaluieren wir derzeit das neue Verfahren an einem großen Patientengut. Wir gehen davon aus, dass die Darstellung der Rückenmarksbahnen mittels diffusionsgewichteter Kernspintomographie einen entscheidenden Fortschritt in der Behandlung dieser überaus komplizierten Tumoren darstellen wird", betont Volker Seifert, Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie des Klinikums der J.W. Goethe-Universität. (red)
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bei uns im Programm seit 2006, auch in Zusammenarbeit mit der Neurochirurgie! Und wir gehen sogar noch einige Schritte weiter (Thema fMRI).
Woher immer diese Artikerl kommen, wo man sich dann wie bei einer Zeitreise in die Vergangenheit vorkommt...
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