Supercomputer tritt gegen Jeopardy!-Könige an

15. Februar 2011, 15:46
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Erstes Duell Mensch gegen Maschine ging unentschieden aus - Finale am Mittwoch

Ein Showdown zwischen Mensch und Maschine in der US-Quiz-Show "Jeopardy!" endete am Montag in einem Unentschieden. Es war das erste von drei Aufeinandertreffen zwischen dem IBM-Supercomputer "Watson" und zwei der erfolgreichsten Spieler aller Zeiten: Ken Jennings, der zwischen 2004 und 2005 74 Runden in Folge ungeschlagen blieb, und Brad Rutter, der mit 3,3 Millionen Dollar an Preisgeldern der bestverdienende Jeopardy!-Spieler ist.

Unentschieden, mit technischen Patzern

Die erste Runde endete in einem Unentschieden zwischen "Watson" und Rutter. Beide halten nach dem ersten Spieltag bei 5.000 Dollar, Jennings liegt um 3.000 Dollar zurück. Im ersten Duell zeigte der Computer seine ausgefeilte Funktionsweise auf und stellte den Spielregeln entsprechend die richtigen Fragen zu Antworten wie "Any time you feel the pain, hey -- this guy -- Don't carry the world upon your shoulders" (Jude, The Beatles) und Aussagen betreffend Michelangelo und dem Schwimm-Ass Michael Phelps.

Dem künstlichen Gehirn unterliefen dabei auch ein paar Fehler, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Einmal lieferte es das falsche lateinische Wort für "Terminal" und ein anderes Mal wiederholte der Computer einen Fehler seines Mitspielers, weil er mit den Konkurrenten nicht interagieren kann.

Aufwändige Technik

Um gegen die menschlichen Genies antreten zu können, stützt sich "Watson" auf eine 750 Server umfassende Datenbank, die allein 15 Terabyte an Arbeitsspeicher aufweist. Das Besondere am Rechner ist aber nicht dessen theoretisch beliebig großes Wissen, sondern die Geschwindigkeit, mit der er die Quiz-Fragen analysiert und aufschlüsselt. Denn um gegen seine Mitstreiter ankommen zu können, muss er nicht nur besser, sondern auch schneller sein.  

Die Entwicklung von "Watson" und dessen analytische und linguistische Fähigkeiten sollen künftig einmal der medizinischen Diagnose zugute kommen. Jährlich investiert IBM etwa 6 Milliarden Dollar in die Forschung und Entwicklung.

Finale am Mittwoch

Das Finale des Mensch-Maschine-Showdowns wird am Mittwoch ausgetragen. Der Gewinner erhält 1 Million Dollar Preisgeld. Sollte Watson gewinnen, will IBM das Geld spenden. (zw)

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    "Watson" zwischen den Kandidaten Jennings und Rutter

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