Brennerbasistunnel - Baustart im April erwartet

15. Februar 2011, 12:41
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Innsbruck - Dem Brennerbasistunnel (BBT) steht Mitte April ein weiterer wichtiger Lostag bevor. In der zweiten Aprilhälfte ist die Hauptversammlung der Brenner-Basistunnel-Gesellschaft BBT SE geplant, sagte BBT-SE-Chef Konrad Bergmeister am Dienstag gegenüber APA. Dort soll der Beginn der sogenannten "Bauphase III", die auch erste Bohrungen am Hauptstollen beinhaltet, beschlossen werden.

Damit einhergehend könnte auch grünes Licht für die Verlagerung des Firmensitzes der BBT SE von Innsbruck nach Bozen gegeben werden. Dieses Übersiedeln ist bereits im Gründungsvertrag der BBT SE verankert und sieht vor, dass sich der Hauptsitz der Gesellschaft in der Durchführungsphase in Bozen befindet. Laut Bergmeister könnte es bereits Anfang Juli soweit sein.

Bergmeister legte im Mai vergangenen Jahres eine "reduzierte Variante" für den Bau des BBT vor, den sogenannten "Bergmeister-Plan". Er beinhaltet eine bestimmte Verzögerung von zwei bis drei Jahren, gewisse Projekte würden bis 2014 hinausgeschoben, was auch eine Kostenverschiebung von 800 Mio. Euro mit sich bringen soll. Die Fertigstellung des BBT würde sich dadurch allerdings auch nach hinten verschieben - von ursprünglich 2022 auf 2024 bis 2025. Für diese Variante dürfte im April der offizielle Startschuss fallen.

Der 55 Kilometer lange Brennerbasistunnel ist das Kernelement des Korridorabschnitts von München bis Verona. Die Gesamtkosten werden mit Preisbasis vom 1.1.2010 mit 8 Mrd. Euro beziffert. Die Kosten für den Haupttunnel übernimmt zu einem Drittel die EU. Die übrigen Ausgaben sollen sich Österreich und Italien zu je 50 Prozent teilen (APA)

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