Italienischer Premier muss wegen Förderung der Prostitution Minderjähriger und wegen Amtsmissbrauchs ab 6. April vor Gericht
Der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi muss sich im Zuge der Sexaffäre rund um die Marokkanerin Karima al-Marough (alias "Ruby") wegen Förderung der Prostitution Minderjähriger und wegen Amtsmissbrauchs in einem Schnellverfahren vor Gericht verantworten. Dahinter verbirgt sich nicht etwa ein für Berlusconi wirklich gefährliches Schnellverfahren, sondern die Möglichkeit, angesichts schwerwiegender Beweise die Vorverhandlung vor dem Untersuchungsrichter fallen zu lassen.
Für beide Anklagepunkte gebe es ausreichend Beweise, begründete die Ermittlungsrichterin das Schnellverfahren.
Berlusconi drohen bis zu 15 Jahre Haft
Die Staatsanwälte werfen dem Premierminister vor, erstens für Sex mit der damals 17-Jährigen bezahlt zu haben und anschließend seinen Einfluss dazu genutzt zu haben, die Affäre zu vertuschen. Der Prozess soll am Mittwoch, den 6. April um 9.30, beginnen. Das entschied die Ermittlungsrichterin Cristina Di Censo am Dienstag in
Mailand. Den Prozess werden drei Richterinnen führen, schreibt die römische Tageszeitung La Repubblica: Carmen D'Elia, Orsola De Cristofaro und Giulia Turri.
Staatsanwalt Bruti Liberati hatte in beiden Anklagepunkten ein abgekürztes Verfahren beantragt. Auf Förderung der Prostitution mit Minderjährigen stehen in Italien bis zu drei Jahre Gefängnis. Die Anklage in Sachen Umgang mit minderjährigen Prosituierten stützt sich vor allem auf abgehörte Telefongespräche. Fast ein Jahr lang hatten die Ermittler das Party-Umfeld von Berlusconi abgehört und Handys geortet. Schwerer wiegt der Vorwurf des Amtsmissbrauchs, schreibt die Repubblica. Im Falle einer Verurteilung drohen Berlusconi insgesamt bis zu 15 Jahre Haft.
Reaktion der Verteidigung
"Wir haben uns nichts anderes erwartet", ließ einer Anwälte Berlusconis, Piero Longo, ausrichten. "Auch im Mills-Prozess haben wir drei Frauen", so die Verteidigung weiter. "Sehr gut, Frauen sind immer willkommen, manchmal auch angenehm."
Sein weiterer Anwalt Niccolo Ghedini hatte bereits vor dem Antrag der Staatsanwaltschaft auf einen Prozess angekündigt, Einspruch einzulegen, wenn dem Ansinnen entsprochen werde.
Es ist nicht der einzige Prozess, der Berlusconi droht: Am 11. März soll ein altes Bestechungsverfahren gegen den Medienunternehmer wieder aufgenommen werden. Dem Premier wird vorgeworfen, dem britischen Anwalt David Mills für Falschaussagen in den Neunzigern 442.000 Euro gezahlt zu haben. Mills wurde dafür bereits zu viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt, muss die Strafe allerdings wegen Verjährung nicht verbüßen.
Berlusconi hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen. Seitdem die Mailänder Staatsanwälte Mitte Jänner bekanntgegeben haben, gegen den Premierminister zu ermitteln, hat Berlusconi bereits vier Videobotschaften veröffentlicht, in denen er seine Unschuld beteuert. Seit Monaten schon steht der Premierminister im Mittelpunkt diverser Sexskandale. Seinen Gegnern wirft Berlusconi einen Putschversuch vor. Die Ermittlungen der Justiz gegen ihn erinnerten an das Ausspähen des Privatlebens von Bürgern in der DDR, sagte er gegenüber der Mailänder Tageszeitung Il Foglio.
Berlusconi: "Moraljustiz"
Es handle sich um koordinierten Versuche der "Anti-Berlusconi-Lobby", um "Moraljustiz" und um "absurde Ermittlungen, die an die Jagd der Spione in 'Das Leben der Anderen' im kommunistischen Deutschland erinnern". Berlusconi erwägt außerdem öffentlich, wegen Verletzung seiner Privatsphäre aufgrund der Ermittlungen vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu klagen.
Er werde außerdem den Staat auf Wiedergutmachung klagen, kündigte er an. Die ermittelnden Staatsanwälte bezeichnete er als "subversive Rechtsbrecher". "Ich bin nicht um mich besorgt", erklärte Berlusconi. "Ich bin ein reicher Mann, der seine Zeit auch mit dem Bau von Kinderkrankenhäusern verbringen kann."
"Ruby Rubacuori"
Der für den Prozess relevante Fall dreht sich um eine 17-jährige Marokkanerin, die Tänzerin "Ruby Rubacuori" ("Herzensbrecherin"), die der Premier vor dem Gefängnis bewahrt haben soll. "Ruby" soll mehrmals an sogenannten Sex-Partys mit Sexorgien und Striptease-Shows in der Mailänder Privatvilla des Premiers teilgenommen haben. Die Nachtclubtänzerin war in der Nacht vom 27. auf den 28. Mai vergangenen Jahres in Mailand wegen Diebstahls festgenommen worden. Berlusconi soll sie mit einem Anruf bei der Polizei freibekommen haben. Den Anruf hat Berlusconi zugegeben. Ruby bestreitet Sex mit Italiens Regierungschef, gab aber zu, Geld (7.000 Euro)
erhalten zu haben.
Das Geld habe sie "als Hilfe" erhalten, nachdem der Premier von ihrer "schwierigen Ausgangslage" - Ruby sei damals erst vor kurzem in Mailand angekommen - erfahren habe.
Sie sagt sagt außerdem, sie habe sich damals dem Premier - wie vielen anderen auch - gegenüber als 24-Jährige ausgegeben.
Aus den Unterlagen der Staatsanwaltschaft geht außerdem hervor, dass neben Ruby eine weitere Minderjährige an Festen in Berlusconis Häusern teilgenommen habe. Die Brasilianerin Iris B., inzwischen volljährig, gilt bei den Ermittlern als professionelle Prostituierte. (fin, derStandard.at, 15.2.2011)
Parteikoordinator reichte Rücktritt ein - Ex-Premier will zentrumsorientierten Block gegen Linke aufbauen - Montezemolo plant Kandidatur für Parlamentswahlen 2013
Die "Grillini" entwickeln sich zum gefährlichen Gegner für die italienischen Traditionsparteien. Diese mussten bei den Kommunalwahlen massive Verluste hinnehmen - ein Zeichen für die Wut und den Unmut der Wähler.
Na was der Silvio schon alles aufgeführt hat ...
Der schaffts sogar, dass KHG wie ein Lämmchen dasteht.
Für alle Rechtswissenschaftler sollte er vielleicht mal einen Kurs geben oder ein Buch schreiben: "Gesetzesänderungen und besondere Verjährungsfristen"
Der sollte vielleicht schon mal ein bisschen einsitzen, weil er wohl denkt, er sei unantastbar. Eine Frechheit ist es nämlich, sich als Politiker alles so hinzubiegen, damit man selbst über dem Gesetz steht. Er ist auch nur ein Mensch wie jeder andere und hat sich an die Regeln zu halten! (Gilt natürlich nicht nur für ihn sondern für alle Politiker - alle solltens einsitzen wenn sie sich nicht normal verhalten können!)
jemand wird dran glauben müssen, aber hoffentlich nicht der cavaliere
sitzen soll die person, die ihm am 27.05.10 weisgemacht hat, eine nichte von mubarak säße da im gefängnis. egal ob es die minetti, der lele oder sonst wer war.
und das andre, dass er prostitution gefördert haben soll, kann man vergessen, er hat sicher nicht daran gedacht, dass die vielleicht von einem seiner freunde geld nimmt, noch viel weniger hat er rubys schmutziges treiben "gefördert"
er hätte es nicht nötig gehabt, sich das anzutun: die arbeit als ministerpräsident von italien(!).
ja, wahrscheinlich hat er es auch mit dem hintergedanken gemacht, sich diesen knochenjob nicht anzutun, ohne wenigstens irgendeine kleine persönliche gegenleistung zu bekommen, aber das wiegt das engagement und die leiden trotzdem nicht auf, bei weitem
Strafgesetz hin und her, wer´s am besten zurechtbiegt, dem jubeln die Massen zu und somit wird Bunga-Bunga-Silvio weiterhin von einem Großteil der Spezies Italopitecus die Stange gehalten. 60 Millionen sind live in einer Show dabei, und Silvio sagt ihnen schon, wo und ab wann Prostitution Minderjähriger anfängt und zu ahnden ist.Den Balanceakt zwischen Moralaposteldasein und Überspannen des gesetzlichen Rahmens beherrschen ja nicht nur die italienischen Rechten..... Würde gerne meine Wette verlieren, gehe davon aus, dass Berlusconismus in Italien weiter salonfähig bleibt.
0039 090 344531 (oder 090 40820)
das ist die betreute wohngemeinschaft "la glicine" in messina, in der dieses mannequin horizontal lange war (und auch am 27.05. hätte sein sollen). vielleicht kann dir da wer weiterhelfen. könnte mir allerdings vorstellen, dass du ein bißchen was dafür locker machen mußt. oder daß die "casa famiglia" ihre nummer inzwischen ändern hat müssen.
Ruby soll froh sein, dass es nicht unser Vizekanzler war...sonst waere sie jetzt 2 Meter breit und 1 cm dick und auf dem Bild haette sie statt der Stoeckler Gummistiefel an.
hat horrende summen bezahlt aber nicht für sex. sex ist billig zu kriegen. solche preise zahlt man für diskretion. gekriegt hat er sie nicht. ich an seiner stelle, würde klagen, und mein geld zurück verlangen.
eigentlich herzensgut und eines staatsmannes würdig:
'Das Geld habe sie "als Hilfe" erhalten, nachdem der Premier von ihrer "schwierigen Ausgangslage" - Ruby sei damals erst vor kurzem in Mailand angekommen - erfahren habe'.
stellt euch vor, hier würde so mit immigranten umgegangen werden - ein paradies !
inzwischen sagt die arme kleine marokkanerin doch, es gab sex. wozu denn sonst das viele geld?
hatte wohl keine aufenthaltsbewilligung.
und all die vielen anderen? wer wurde denn eingeflogen zum tingel-tangel auf privatterritorium? promis?
der illustre gastgeber soll seine karriere als unterhaltungssaenger auf schiffen gestartet haben und als "cavaliere" (sein titel) liebend singen, laut girls.
vergeht's ihm endlich?
na wenn sie 17 war und es gab Sex fuer Geld dann ist er dran. Aber denke er wird ihr dann soviel Geld geben, dass Sie aussagt nie Sex gehabt zu haben un er hat ihr nur das Geld gegeben weil sie so lieb ist. (Gibt ja auch Leute die eine Tierpatenschaft uebernehmen).
Ist schon klar dass das alles fake ist, aber obs vor Gericht beweisbar ist?
natürlich hats jemand gesehen. gibt ja entsprechende aussagen. wenn sie 18 jahre alt gewesen wäre, könnte es jedem egal sein.
gravierender ist vermutlich der amtsmissbrauch, als er sie aus dem polizeigewahrsam frei log.
letztlich haben sie al capone auch nur wegen steuerhinterziehung dran gekriegt.
Wer weiss was die Ermittler "gesehen" haben und für "Förderung der Prostitution mit Minderjährigen" müssen sie nicht Sex gehabt haben nehme ich an.
Einvernehmlicher Sex mit einer 17 jährigen ist ja auch bei uns nicht strafbar. Sobald Geld im Spiel ist sieht die Sache ganz anders aus und dafür muss man gar nicht selber "dran gekommen" sein.
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