1,5 Milliarden bei BIG-Teilprivatisierung

15. Februar 2011, 09:27
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Eine Teilprivatisierung der Bundesimmobiliengesellschaft könnte dem Bund rund 1,5 Milliarden in die Kassa spülen

Wien - Nach einer Studie von Ernst & Young könnte eine Teilprivatisierung der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) zwischen 2011 und 2015 dem Bund rund 1,5 Mrd. Euro einbringen. Dazu müsste das Unternehmen zunächst in eine "Bildungs-BIG" mit Schulen, Universitäten, Sonderimmobilien und den Justizbereich sowie eine "Markt-BIG" mit verkäuflichen Immobilien getrennt werden. Erstere bliebe in Staatshand, Zweitere könnte in zwei Tranchen privatisiert werden, schreibt das "WirtschaftsBlatt" unter Berufung auf die Studie.

Zunächst müsste demnach die BIG das Immobilienportfolio der "Markt-BIG" aufwerten, in dem sie aus dem Bundeseigentum Assets dazu erwirbt: Justizanstalten um 250 Mio. Euro, und Landwirtschaftsschulen um 20 Mio. Euro. Außerdem habe die BIG eine Nachbesserungspflicht von 700 Mio. Euro gegenüber dem Bund, weil die Immobilien ursprünglich nur zu einem Drittel ihres Wertes erworben worden seien. Aber vom marktkonformen Teil könnten 2012 zunächst 51 Prozent und 2014 weitere 23,9 Prozent verkauft werden. Mit diesem Modell würden rund 1,5 Mrd. Euro an den Bund fließen, so die Studie. Der Nettovermögenswert liege bei 1,996 Mrd. Euro.

Eine von der Wiener Börse Anfang Februar präsentierte Studie hat hingegen Erlöse von 4,26 Mrd. Euro durch die mehrheitliche Privatisierung der BIG vorhergesagt.

Derzeit ist eine Privatisierung allerdings nicht geplant. "Eine Privatisierung oder die Integration der BIG in die ÖIAG sind derzeit kein Thema" zitiert das "WirtschaftsBlatt" einen Vertreter des Wirtschaftsministeriums. (APA)

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