"Tatort"-Comeback muss verschoben werden

14. Februar 2011, 16:57
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Erste Folge nach neun Jahren hätte eigentlich im April ausgestrahlt werden sollen - Kulturchefin des Schweizer Fernsehen sieht Mängel und verlangt Nachbearbeitung

Eigentlich hätte die Schweiz im April ihr Comeback in der Reihe der "Tatort"-Fernsehkrimis feiern sollen - nun muss die Premiere verschoben werden. Nach neun Jahren Absenz wollte man eigentlich mit dem eidgenössischen Krimi "Wunschdenken" auf den Bildschirm zurückkehren. Die Kulturchefin des Schweizer Fernsehens, Nathalie Wappler, kritisierte das gedrehte Material jedoch und bezeichnete es in mehreren Punkten als mangelhaft. Die in Luzern spielende Folge sei kompliziert erzählt, enthalte Klischees und lasse lokale Atmosphäre vermissen, so Wappler gegenüber der sda. Auch sei die aus der US-Serie "CSI: Miami" bekannte Schauspielerin Sofia Milos ungeeignet.

Der Krimi wird jetzt überarbeitet, gegebenenfalls gibt es auch Nachdrehs. Regisseur Markus Imboden soll weiterhin für die Folge verantwortlich zeichnen. Wann die neue Schweizer Folge fertiggestellt werden kann, lasse sich noch nicht sagen. Anstelle von "Wunschdenken" soll am 17. April jedenfalls eine deutsche Produktion gezeigt werden.

2002 hatte sich das Schweizer Fernsehen aus der "Tatort"-Produktion verabschiedet; im Frühjahr 2010 wurde dann der "Tatort: Wunschdenken" gedreht. Stefan Gubser spielt im Schweizer "Tatort" den Kommissar Reto Flückiger, der vom Bodensee nach Luzern versetzt wurde. Er war zuvor bereits als Gast in einigen Bodensee-"Tatort"-Folgen an der Seite der Konstanzer Ermittlerin Klara Blum (Eva Mattes) zu sehen. (APA)

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    Sofia Milos.

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