Peter Praet, der Währungsfachmann aus Belgien

14. Februar 2011, 16:03
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Brüssel - Peter Praet ist zwar Belgier, doch geboren wurde der Ökonom im nordrhein-westfälischen Herchen. Der heute 62-Jährige sitzt seit 2000 im Leitungsgremium der Belgischen Nationalbank. Dort ist er als Direktor verantwortlich für internationale Zusammenarbeit und finanzielle Stabilität. Im Juni soll er in das Direktorium der Europäischen Zentralbank (EZB) aufrücken.

2002 kam Praet in den Vorstand der Belgischen Kommission für das Bank-, Finanz- und Versicherungswesen (CBFA), wo er für die Aufsichtspolitik im Banken- und Versicherungswesen zuständig ist.

Praet hat eine lange Hochschulkarriere hinter sich. 1980 promovierte er im Fach Wirtschaftswissenschaften an der Freien Universität Brüssel, wo er noch immer Vorlesungen hält. Von 1980 bis 1987 lehrte der Ökonom als Professor an der Freien Universität Brüssel, beim Internationalen Währungsfonds (IWF) war er von 1978 bis 1980 als Volkswirt tätig.

Vor seiner Zeit bei der Belgischen Nationalbank war Praet von 1999 bis 2000 persönlicher Referent des belgischen Finanzministers. Als Chefökonom arbeitete er von 1988 bis 1999 bei der Generale de Banque und der Fortis Bank.

Neben seiner Arbeit bei der Belgischen Nationalbank hatte Praet von 2001 bis 2004 auch den Lehrstuhl für Unternehmensethik an der polytechnischen Fakultät und der Solvay Business School der Freien Universität Brüssel inne. (APA)

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