Triumph für "The King's Speech" bei BAFTA Awards

14. Februar 2011, 12:04
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Colin Firth und Natalie Portman bekräftigen Favoritenrolle für Oscars

London - Und wieder sind die britischen Royals in aller Munde: Der Film "The King's Speech" hat sich nach seiner Erfolgsreise durch die Kinos auch bei den BAFTA-Filmpreisen durchgesetzt. Wie erwartet sahnte die Geschichte um König George VI., den Vater von Queen Elizabeth II., in seiner Heimat ab. Glänzend lief es vor allem in den Königskategorien: Bester Darsteller für Colin Firth als George, Beste Nebendarstellerin für Helena Bonham Carter als Queen Mum, Bester Nebendarsteller für Geoffrey Rush als Sprachtherapeut, Beste Musik, Bestes Drehbuch, Herausragender britischer Film, und zu guter Letzt auch noch Bester Film.

Die Verleihung der Bafta-Filmpreise ist einer der Höhepunkte des Jahres in der britischen Filmindustrie und dient auch als Stimmungsbarometer für die Oscars. Im Jahr der Hochzeit von Prinz William und Kate Middleton wirft "The King's Speech" eine etwas andere Sicht auf die Königsfamilie. George VI. litt vor allem als Kind unter der Kälte und Strenge am Hof - als Erwachsener schlägt sich das in seinem Stottern nieder.

Obwohl er wegen seines vergleichsweise geringen Budgets von rund 17,3 Millionen Pfund (20,5 Mio. Euro) auch bei den Baftas immer wieder als "kleiner Film" bezeichnet wurde, entwickelte er sich zum Überraschungserfolg. Bei den Golden Globes war aus sieben Nominierungen zwar nur ein Preis geworden - der für Colin Firth als Bester Schauspieler. Doch nach dem BAFTA-Erfolg wächst jetzt die Hoffnung auf einen Oscar.

Gefeiert wurde auch die Harry-Potter-Serie, die die britische Filmindustrie seit Anfang des Jahrtausends wieder stärker ins Rampenlicht gebracht hatte. Die Autorin der Zauberbücher, Joanne K. Rowling, nahm die Sonderauszeichnung für den "Herausragenden britischen Beitrag" persönlich entgegen.

Hollywood-Filme kamen relativ bescheiden weg. Für den Facebook-Film "The Social Network" gab es einen Bafta-Preis für das Beste Drehbuch nach Literarischer Vorlage und den Schnitt. Leonardo DiCaprios "Inception" über surreale Parallelwelten in den Köpfen der Menschen wurde unter anderem für Klang und Visuelle Spezialeffekte ausgezeichnet. Beste Schauspielerin wurde wie bereits bei den Golden Globes Natalie Portman für ihre Rolle als von ihrem Perfektionsdrang gejagte Ballerina in "Black Swan".

Anders als in den Jahren davor war Deutschland bei den diesjährigen Baftas kaum vertreten. Deutsche waren zwar in den Kategorien Beste Musik und Animations-Kurzfilm nominiert, gingen aber leer aus. 2010 war der Österreicher Christoph Waltz für seine Rolle als charmant-zynischer SS-Mann in der Kriegsgroteske "Inglourious Basterds" von Quentin Tarantino Quentin als Bester Nebendarsteller ausgezeichnet worden. Die deutsch-österreichische Produktion "Das weiße Band" ging leer aus. (APA)

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    Colin Firth wurde bei der BAFTA-Zeremonie für seine Rolle in "The King's Speech" als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet.

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