Erythrophobiker haben Angst vor dem Erröten - Welche Optionen diesen Sozialphobikern offenstehen
Wenn eine ganz normale Körperfunktion zur schweren psychischen Belastung wird, wird ein Problem zur Krankheit (siehe Artikel zum Thema). Die Erythrophobie ist die Angst vor dem Erröten und eine ernst zu nehmende Ausprägung der Sozialphobie. Je nach Schweregrad des Verlaufs, gibt es verschiedene Möglichkeiten der Therapie und Hilfe.
Psychotherapie
Mit Psychotherapie können gute Erfolge bei Erythrophobikern erzielt werden. Die Verhaltenstherapie bietet hier zum Beispiel mehrere Möglichkeiten. Patienten werden dabei unter anderem mit Phobie auslösenden Situationen konfrontiert. Auch kognitive Techniken können hilfreich sein. Bei Menschen mit leichteren Verläufen ist die Psychotherapie oft ausreichend.
Medikamente
In schwereren Fällen verschreiben Psychiater Psychopharmaka, die zusätzlich zu einer Psychotherapie eingenommen werden. Mit Antidepressiva, insbesondere den so genannten SSRI (Serotoninwiederaufnahmehemmern) konnten Erfolge beobachtet werden.
Alternative Möglichkeiten
Techniken wie Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung können das Leben von Erthrophobikern erleichtern, auch Yoga hilft zu entspannen. Manche Betroffenen probieren Akupunktur aus.
Chirurgische Option
Kritisch betrachtet wird die Möglichkeit der Nervendurchtrennung. Primär dient diese Operation der Reduktion der Schweißproduktion (bei Menschen mit übermäßigem Schwitzen oder auch Hyperhidrose genannt). (mat, derStandard.at, 15.2.2011)