Bessere psycho-soziale Nachsorge

14. Februar 2011, 10:42
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Salzburger Kinderkrebshilfe zum zehnten Internationalen Kinderkrebstag

Trotz relativ hoher Überlebensraten bei Kinderkrebs darf nicht vergessen werden, dass dieser Erfolg mit einschneidenden Therapiemaßnahmen bis an die Grenze der physischen und psychischen Belastbarkeit der jungen Patienten verbunden ist. Darauf macht die Salzburger Kinderkrebshilfe in einer Aussendung aufmerksam. Rund zwei Drittel der überlebenden Kinder und Jugendlichen müssen mit körperlichen Spätfolgen wie Osteoporose und Unfruchtbarkeit, oder mit psycho-sozialen Spätfolgen, die über Jahre Selbstwert, Selbstbild und die innere Befindlichkeit beeinträchtigen, leben.

Nachsorge für Kinder und Jugendliche

Hier setzt eine optimale psycho-soziale Nachsorge an, wie sie etwa in speziellen Nachsorgezentren für krebskranke Kinder, zum Beispiel "Die Waldpiraten" in Heidelberg/Deutschland, angeboten wird. Da es jedoch in Österreich bisher kein derartiges Zentrum gab, konnte das Angebot nicht erweitert und den speziellen Bedürfnissen der Kinder, Jugendlichen und deren Familien als Gesamtheit angepasst werden. Die temporären "Nachsorgecamps" der Österreichischen Kinder-Krebs-Hilfe wurden an unterschiedlichen Orten durchgeführt. Platzmangel und logistische Probleme waren die Folge. Aus diesem Grund erklärte sich die Salzburger Kinderkrebshilfe in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Kinder-Krebs-Hilfe bereit, das psycho-soziale Nachsorgezentrum "Sonneninsel" auf einem 13.500 Quadratmeter großen Grundstück in Seekirchen am Wallersee zu errichten.

Die Sonneninsel ist ein barrierefreier Bau auf höchstem technischem und umweltbewusstem Standard und steht auch anderen gemeinnützigen Institutionen mit ähnlicher Ausrichtung offen. Insgesamt können in Zukunft in der Sonneninsel 54 Personen zeitgleich betreut und therapiert werden. Die Fertigstellung ist mit September 2011 geplant. (red)

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    foto: salzburger kinderkrebshilfe
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