Präsident Santos erwägt Legalisierung von Drogen

14. Februar 2011, 09:02
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Als Reaktion gegen Gewalt und Kriminalität

Der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos erwägt offenbar die Legalisierung von Drogen, um die Gewalt und Kriminalität in seinem Land in den Griff zu bekommen. "Es ist eine Alternative, die wir diskutieren können", sagte Santos am Sonntag dem Nachrichtenmagazin "Semana".

Er sei keiner Maßnahme abgeneigt, die effektiv sein könnte. "Und wenn die Welt sich zur Legalisierung entscheidet und denkt, damit könnten wir Gewalt und Kriminalität vermindern, dann wäre ich damit einverstanden", sagte Santos.

Legalisierungsdebatte in Lateinamerika

In Lateinamerika hatten sich zuletzt mehrere ehemalige ranghohe Politiker für die Legalisierung von Rauschgift im Kampf gegen die Drogengewalt ausgesprochen, darunter ehemalige Präsidenten Kolumbiens, Mexikos und Brasiliens. Allein in Mexiko sind seit Dezember 2006 im Drogenkrieg mehr als 34.600 Menschen getötet worden. (APA)

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    Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos bei einem 54 Milionen Dollar schweren Drogengeldfund im Jahr 2007, als er noch Außenminister war.

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