Eine Verteidigung der antiautoritären Erziehung

13. Februar 2011, 22:35
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Wieso sind die schwarzen Pädagogen plötzlich so en vogue?

Braucht Kindererziehung und Bildung Disziplin, Druck und Kasernenhofton? Das ist eine immer häufiger gehörte Position - nicht erst seitdem die chinesisch-amerikanische Tigermutter Amy Chua in einem Buch beschrieben hat, wie sie mit Drill und Sadismus ihre Töchter zu Höchstleistungen anspornen wollte. Bücher wie "Lob der Disziplin" stürmen die Bestsellerlisten, dass Schulen "Schlachtfelder" sind, in denen Kinder, die nie erzogen wurden, ihre Mitschüler und vor allem ihre Lehrer terrorisieren, gilt als allgemein anerkannter Sachverhalt. Und über all dem wabert so eine Grundhaltung: Dass Kinder natürlich Grenzen brauchen, dass ihnen die heute niemand mehr ziehe, dass da eine verkommene Generation heranwachse und dass man das nur mit Druck, Disziplin, Autorität in den Griff bekäme und dass umgekehrt Laissez-Faire und antiautoritäre Erziehung an all diesen Malaisen schuld sind. Woher kommt diese Kampfesstimmung, dieser autoritäre Geist, der heute wieder in unsere Bildungsdebatten Einzug hält? FS Misik hat die Antwort.

Plus: Die ägyptische Revolution war auch eine Hochzeit politischer Witze. Einer geht so: Nach dem "Siegesfreitag" in Tunesien und dem "Freiheitsfreitag" in Ägypten hat jetzt Libyiens Staatschef Ghadaffi dekretiert, dass in seinem Land die Freitage abgeschafft werden. FS Misik erzählt am Ende der Sendung seinen Lieblingswitz der ägyptischen Umstürzler.

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