Die Aufholjagd hat noch nicht begonnen

13. Februar 2011, 19:24
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Innsbruck und Salzburg trennten sich 1:1. Red Bull bleibt nach Remis Vierter, Tiroler holten ersten Saison-Punkt gegen Meister

Innsbruck - Meister Salzburg ist nicht unbedingt begnadet ins Frühjahr gestartet, der Auftritt am Sonntag in Innsbruck bescherte nur einen Punkt. Trainer Huub Stevens verzichtete auf einen Tormannwechsel, er ließ Tremmel im Kasten, obwohl Gustafsson nach seinem Beinbruch wieder völlig hergestellt ist. "Das wurde intern in der Kabine geklärt und begründet, es muss ja nicht endgültig sein", sagte Stevens. Die Innsbrucker begannen ambitioniert, die Salzburger gingen dafür in der 13. Minute in Führung: Flanke von Rückkehrer Bodnar, der Kopfball von Cziommer pendelte von der Latte hinter die Linie. Solospitze Wallner staubte sicherheitshalber noch ab, das Tor gehörte aber Cziommer. Liegen die Bullen einmal vorn, dann passiert zumindest in Innsbruck recht wenig, Leitgeb rettete auf der Linie (21.).

Nach der Pause wurde es turbulent. Schreter schaffte den Ausgleich, er entwischte der Innenverteidigung (57.). Während dieser Aktion lag ein Salzburger angeschlagen auf dem Boden, Wacker machte aber weiter. Schreter wurde vier Minuten später aufgrund einer Schwalbe ausgeschlossen, die Gastgeber verteidigten das Ergebnis tapfer. Zwei Serien gingen weiter: die Salzburger sind seit sieben Runden ungeschlagen, die Tiroler warten seit sechs Spielen auf einen Sieg.

Bei den Tirolern gab der 30-jährige Spanier Carlos Merino von Beginn an auf der ehemaligen Prokopic-Position sein Debüt, Löffler ersetzte den zur Austria abgewanderten Koch auf der rechten Mittelfeldseite. Für den kranken Hauser verteidigte der im Herbst als Innenverteidiger aufgebotene Pichler auf der linken Abwehrseite, Svejnoha kam dafür auf der Innenposition ins Team zurück.

Die Tiroler hatten in der Anfangsphase deutlich mehr Spielanteile und stellten die Salzburg-Abwehr" vor Probleme. Aufgrund eines kapitalen Stellungsfehlers von Svejnoha gingen aber die Gäste trotzdem in Führung. Nach einer Flanke von Bodnar traf Cziommer über Grünwald hinweg per Kopf via Unterkante der Latte zum 1:0 (13.). Es war die erste nennenswerte Aktion der Salzburger in der ersten halben Stunde. Auf der anderen Seite fehlte den munter drauflosspielenden Innsbruckern die nötige Effizienz. Nach Kopfbällen von Abraham jeweils nach Standardsituationen von Schreter rettete Tremmel zur Ecke (19.) sowie Leitgeb mit dem Fuß auf der Linie (21.). In der 33. Minute hatten die Tiroler dann aber auch Glück: Wallner legte zurück auf Leitgeb und der Mittelfeldspieler knallte den Ball aus elf Metern kläglich neben das Tor.

Nach dem Seitenwechsel prüfte Zarate Innsbruck-Goalie Grünwald mit einem gut angetragenen Gewaltschuss (49.). Vorerst mehr vom Spiel hatte aber wieder die Elf von Coach Walter Kogler. Tremmel konnte sich bei einem Burgic-Schuss noch auszeichnen (56.), war gleich darauf aber erstmals im dritten Saisonduell mit den Tirolern bezwungen. Schreter traf nach einem weiten Grünwald-Abschlag mit links genau ins Eck (57.). Der beste Innsbrucker Saisontorschütze konnte aber nur kurz über seinen neunten Meisterschafstreffer jubeln, innerhalb von zwei Minuten sah der Stürmer nach einem Foul und einer Schwalbe zweimal Gelb und musste vorzeitig unter die Dusche (61.). Die einfallslose Schlussoffensive der Gäste brachte nichts ein, in der 92 Minute rettete Innsbruck-Goalie Grünwald mit einer Parade gegen Zarate den Punkt für den Aufsteiger. (red)

FC Wacker Innsbruck - Red Bull Salzburg 1:1 (0:1). Innsbruck, Tivoli-Neu, 9.200, SR Schörgenhofer.

Tore: 0:1 (13.) Cziommer, 1:1 (57.) Schreter

Innsbruck: Grünwald - Harding, Bea, Svejnoha, Pichler - Löffler, Abraham, Merino (54. Ildiz), Perstaller (70. Bilgen) - Burgic (86. Dakovic), Schreter

Salzburg: Tremmel - Bodnar, Sekagya (74. Boghossian), Afolabi, Svento - Schiemer - Zarate, Leitgeb, Cziommer, Jantscher (63. Alan) - Wallner (85. Hierländer)

Gelb-Rote Karte: Schreter (61./Unsportlichkeit)

Gelbe Karten: Burgic, Harding, Abraham bzw. Wallner, Sekagya, Cziommer

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    Agressivität war ein Innsbrucker Pluspunkt gegen den Meister.

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