Fragen, und was dahintersteckt

7. März 2011, 12:14

Die Personalentscheider von Siemens, Ernst & Young und OMV verraten einige ihrer Fragen beim Vorstellungsgespräch und was damit bezweckt werden soll

foto: siemens ag österreich
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Siemens Österreich erhielt im Jahr 2010 mehr als 14.000 Bewerbungen, das HR-Team führte knapp 1.150 Vorstellungsgespräche. Personalentscheider Karl Lang nennt Beispiele für typische, von vornherein nicht offensichtliche Fragen:


Frage: "Es kann vorkommen, dass man Entscheidungen fällt, mit denen nicht alle einverstanden sind. Beschreiben Sie eine Situation, in der Sie eine solche Entscheidung trafen. Wie sind Sie vorgegangen? Wie haben die anderen reagiert? Was war das Ergebnis?"

Ziel ist die Einschätzung der Durchsetzungsfähigkeit.

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und wo sind jetzt die Fragen, bei denen die Intention nicht sofort klar ist? Ich mein man sitzt bei einem Vorstellungsgespräch und nicht mit einem Bekannten in der Kneipe ums Eck, denn wenn ich mit meinen Freuden auf ein Bier bin und einer fragt: "Es kann vorkommen, dass man Entscheidungen fällt, mit denen nicht alle einverstanden sind. Beschreibe eine Situation, in der Du eine solche Entscheidung trafst. ..." Ja, das wäre dann wirklich unerwartet

Human Resources

ist kein Beruf. Hat eher was mit Kristalkugel lesen zu tun - und mit faulen Vorgesetzten die sich durch diese unqualifizierte Vorauslese weniger Aufwand bei der Einstellung erwarten.

HR sind nur eine weiterer Sargnagel unserer Wirtschaftskrise, diese Leute sollten höchstens bei der Erstellung von Gehaltszettel eingesetzt werden.

"und mit faulen Vorgesetzten die sich durch diese unqualifizierte Vorauslese weniger Aufwand bei der Einstellung erwarten."

Nennen SIe's einfach effizienter - die haben ja anderes zu tun.

Warum wurde die Bezeichnung...

..."HR - Human Resources" überhaupt eingeführt?!?
Furchtbar! Der Mensch, der Rohstoff. Rein in den Betrieb, verheizen und nächster, wie?
Was war falsch am "Personalbüro" oder der "Personalabteilung"?

Ich bin reif für den Bergbauernhof...

Menschenmaterial

wäre abschreckend für die Opfe... ähm, die Bewerber. Daher HR.

Weil englisch einfach cool ist

"Haben Sie ihre targets schon upgedatet und comitted?" klingt einfach besser als "was machen Sie morgen?"

Außerdem ist am wichtigsten, dass der Personalchef keine Angst haben muss, seinen Job möglicherweise an Sie zu verlieren.

Frage 3 gefällt mir, hätte ich nicht bei einem Beratungsunternehmen erwartet, eher bei was Technischem.

http://de.wikipedia.org/wiki/Fermi-Problem

Zuerst fehlt einmal der Zeitraum. Ansonsten sieht ma einfach in der amtlichen Statistik nach wieviel Leute geheiratet haben. Da muss ma dann noch ein paar Variablen berücksichtigen, zweimal getragende Hochzeitskleider, Hochzeitskleider die nie getragen wurden, Hochzeitskleider die von Ausländern gekauft wurden, Hochzeitskleider die von Inländern im Ausland gekauft wurden. Da ich nicht weiß wieviel geheiratet wird und wie der Markt aussieht (wird viel in den Nachbarländern gekauft?) kann ich auch nicht schätzen.

Gar nicht so blöd, die Frage, merke ich grade.

Sie gehen eher (brav) ins Detail, ich denke eher offensiver, ganzheitlicher, strategischer. Ich würde nämlich wissen wollen, für welches Ziel wir diese doch eher sehr isoliert im Raum stehende Info brauchen, würde fragen, ob es stört, wenn ich ausnahmsweise kurz telefoniere, würde (mangels Sekretärin) meine Frau anrufen und sagen, sie soll mir das rasch rausfinden, Rückruf in 15 Minuten, und das Gegenüber ermuntern, ob wir uns gleich mit der 1.000-Euro-Frage beschäftigen, denn die letzte war mir zu sehr 50-Cent; haben die Humor, sagen sie, aber der Telefonjoker ist jetzt weg, oder wir kommen über's TV, das ich gar nicht schaue, auf eine persönliche Ebene, erfahre was über's Gegenüber: wie viel Nonkonformismus es toleriert bzw. wünscht?

Dann bekommt möglicherweise Ihre Frau den Job, nicht Sie.

diese antwort würde bei ernst & young sicher funktionieren

überkandidelte selbstdarsteller mit null bock auf ernsthaftes nachdenken sind in der werbebranche genau die zielgruppe der personalisten.

alternativ könnens unternehmensberater werden.

was für Flaschen,Flaschen einstellen....

Erklärung Bild 3 ist völlig jenseitig.Wer solche Fragen stellt um etwas über sein Gegenüber zu erfahren,hat als Gegenüber am besten einen Gummibaum oder die Wand!

"Wie sorgen Sie dafür, dass die Personen, die Texte von Ihnen lesen müssen, auch davon profitieren? Geben Sie ein Beispiel. Wovon hatten die Leser einen konkreten Nutzen? Wie hat sich das ausgewirkt?"

Tja, Ich hab mal in einen Text (OK, war eine längere Geschichte zur Vorbereitung auf ein Meeting, aber wichtig für die weitere Entwicklung und es waren nur Projektteilnehmer anwesend, die schon lange zusammen arbeiteten und sich auch gut kannten) in einen Absatz hineinverpackt, dass - wer auch immer das liest, sich bei mir sofort einen Amazon-Gutschein für 30 Euro holen könnte...

Keinen einzigen hab' ich gebraucht.

Als ich dann beim Meeting darauf aufmerksam gemacht habe und gefragt habe, ob denn niemand einen Gutschein gebraucht hätte, haben sie mich alle verwundert angeschaut.

Seit dem lesen sie meine Texte genauer und dürfen sich mitunter auch ab und zu wieder Gutscheine oder andere Dinge abholen.

Hat mich aber noch nie wer gefragt..

Yep, das ist kreativ ;-)

Mit Strg+F kann man die Suchfunktion der meisten (PDF) Reader aktivieren, dann muss ich deinen Text ned lesen um nen Gutschein zu finden :)

"Amazon-Gutschein" hab ich ja auch nur einmal verwendet...

Ja, man muss schon ein wenig kreativ sein, wenn man will, dass die Dokumente auch gelesen werden. ;-)

und "Gutsc" ?

Nicht mal "gut"...

"Stellen Sie sich vor, es ist ein Problem aufgetaucht. Sie sind mit dem Kunden alleine, dieser möchte eine Lösung und Sie werden direkt von ihm darum gebeten. Wie gehen Sie vor?"

wie geil ist das denn? der kunde will echt von mir eine lösung? sachen gibts

Naja - Ein guter Teil der Menschen sagt: "Reden's mit meinem Chef, dafür bin ich nicht zuständig. Ich mach nur .."

"Stellen Sie sich vor, es ist ein Problem aufgetaucht. Sie sind mit dem Kunden alleine, dieser möchte eine Lösung..."

"Sie und Ihre Kunden haben --- PROBLEME!!!!!?????"

*ggg*

Kunden bezahlen ja Berater, wennÄs Lösungen für ihre Probleme wollen - wenn's geschickt reagieren, war das Gespräch über das Problem des Kunden gerade die Einleitung eines Folgeprojektes: Der Kunde hat gerade Bedarf geäussert! Hinter der FRage steckt: Können SIE Projekte akquirieren (oder zumindest so reagieren, dass der Kunde in der Situation mit jemandem zusammen gebracht wird, der daraus ein Projekt machen kann? Bzw - Erkennen SIe solche SItuationen überhaupt, oder sehen's das nur als Belästigung? Dann werden's nicht so viele Projekte mitbringen.

Ich fürchte, ich habe die Ironie meines Beitrags etwas zu tief vergraben ;-)

Ich arbeite im F&E Bereich in der Elektronikindustrie (bei einem Zulieferer für große Handy-Hersteller) und in der täglichen Arbeit vom fristgerechten Liefern erster Machbarkeitsmuster bis zum Serienhochlauf der Produkte ist es irgendwie so selbtverständlich und alltäglich, dass sofort alle heissa hoppsasa hupfen und sich unter Zeitdruck alle Haxen ausreißen, wenn der Kunde "Problem" schreit (weil sonst könnte die Konkurrenz wieder eine Nasenlänge voraus sein und den größten Share des Auftrags bekommen) dass mir die Frage hier irgendwie... hmmm...etwas dümmlich vorgekommen ist.

Is halt eine etwas hektische Branche, wo Kunden und Lieferanten oft gemeinsam "learning by doing" praktizieren müssen.

Aber ja, bin eh d'accord mit Ihnen.

Das ist auch sehr sehr cool.
Kommt ja kaum vor, dass Kunden Lösungen haben möchten...

Soll ich sie Ihnen einpacken oder konsumieren Sie die Lösung gleich hier?

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