Charlie Gilmour soll Abfalleimer gegen Auto geworfen haben
London - Der Sohn von Pink-Floyd-Gitarrist David Gilmour ist im
Zusammenhang mit dem Angriff protestierender Studenten auf eine Limousine des
britischen Thronfolgers Prinz Charles und seiner Frau Camilla angeklagt worden.
Der 21-jährige Charlie Gilmour erschien am Freitag zur Anhörung vor einem
Londoner Gericht. Der Rolls Royce von Charles und Camilla war Anfang Dezember
auf dem Weg zu einer Benefiz-Vorstellung in London mitten in die Proteste von
Studenten gegen die Erhöhung der Studiengebühren geraten und angegriffen worden.
Das Fenster auf Charles' Seite ging zu Bruch, der Thronfolger und seine Frau
blieben aber unverletzt.
Gilmour wird vorgeworfen, sich auf die Kühlerhaube eines Wagens der
Leibwächter von Prinz Charles gesetzt zu haben. Außerdem soll er einen
Abfalleimer auf den Konvoi geworfen und damit ein Auto getroffen haben. Der
21-jährige Geschichtsstudent der Cambridge-Universität erhob keine Einwände
gegen die Vorwürfe. Die nächste Sitzung in dem Gerichtsverfahren soll am 25.
März stattfinden. Gilmour darf den zentralen Londoner Bezirk City of Westminster
vorerst nicht ohne Genehmigung betreten.
Gegen die Pläne der britischen Regierung, die jährlichen Studiengebühren auf
6000 Pfund (7100 Euro) zu verdoppeln, waren tausende Studenten auf die Straße
gegangen. Gilmour entschuldigte sich bereits öffentlich für seine Teilnahme an
gewalttätigen Protesten. Er ist nicht der leibliche Sohn von David Gilmour:
Dieser adoptierte Charlie, nachdem er 1994 dessen Mutter, die Schriftstellerin
und Journalistin Polly Samson, geheiratet hatte. (APA)