Sohn von Pink-Floyd-Gitarrist wegen Angriffs auf Charles und Camilla vor Gericht

12. Februar 2011, 17:17
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Charlie Gilmour soll Abfalleimer gegen Auto geworfen haben

London - Der Sohn von Pink-Floyd-Gitarrist David Gilmour ist im Zusammenhang mit dem Angriff protestierender Studenten auf eine Limousine des britischen Thronfolgers Prinz Charles und seiner Frau Camilla angeklagt worden. Der 21-jährige Charlie Gilmour erschien am Freitag zur Anhörung vor einem Londoner Gericht. Der Rolls Royce von Charles und Camilla war Anfang Dezember auf dem Weg zu einer Benefiz-Vorstellung in London mitten in die Proteste von Studenten gegen die Erhöhung der Studiengebühren geraten und angegriffen worden. Das Fenster auf Charles' Seite ging zu Bruch, der Thronfolger und seine Frau blieben aber unverletzt.

Gilmour wird vorgeworfen, sich auf die Kühlerhaube eines Wagens der Leibwächter von Prinz Charles gesetzt zu haben. Außerdem soll er einen Abfalleimer auf den Konvoi geworfen und damit ein Auto getroffen haben. Der 21-jährige Geschichtsstudent der Cambridge-Universität erhob keine Einwände gegen die Vorwürfe. Die nächste Sitzung in dem Gerichtsverfahren soll am 25. März stattfinden. Gilmour darf den zentralen Londoner Bezirk City of Westminster vorerst nicht ohne Genehmigung betreten.

Gegen die Pläne der britischen Regierung, die jährlichen Studiengebühren auf 6000 Pfund (7100 Euro) zu verdoppeln, waren tausende Studenten auf die Straße gegangen. Gilmour entschuldigte sich bereits öffentlich für seine Teilnahme an gewalttätigen Protesten. Er ist nicht der leibliche Sohn von David Gilmour: Dieser adoptierte Charlie, nachdem er 1994 dessen Mutter, die Schriftstellerin und Journalistin Polly Samson, geheiratet hatte. (APA)

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    Charlie Gilmour, Revoluzzer.

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