Minister für religiöse Minderheiten bleibt im Amt

12. Februar 2011, 17:11
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Katholischer Minister für religiöse Minderheiten zuvor heftig kritisiert - Erzbischof von Islamabad: Amtsverbleib ist "positives Zeichen"

Rom - Eine bevorstehende Entlassung des katholischen Ministers für religiöse Minderheiten in Pakistan, Shahbaz Bhatti, ist offenbar durch internationalen Druck auf die politische Führung in Islamabad verhindert worden, wie Kathpress am Samstag meldete. Dies berichtete der römische Pressedienst Asianews unter Berufung auf Quellen aus dem Umfeld des pakistanischen Präsidenten Asif Ali Zardari. Erst nach starkem Druck der internationalen Gemeinschaft sei Bhatti in seinem Amt bestätigt worden.

Der Erzbischof von Islamabad, Rufin Anthony, wertete den Amtsverbleib Bhattis gegenüber Asianews als "positives Zeichen" für die Minderheiten. Islamisten hatten in den vergangenen Wochen zu Zehntausenden für Bhattis Entlassung demonstriert. Grund war dessen Eintreten für eine Änderung des Blasphemiegesetzes sowie eine Freilassung, der wegen vermeintlicher Beleidigung des Propheten Mohammed zum Tode verurteilten Christin Asia Bibi. In Presseberichten hatte es zunächst geheißen, Bhatti werde nach einer Regierungsumbildung, die eine drastische Reduzierung von Ministerien beinhalten sollte, nicht mehr im Amt bleiben. (APA)

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