STANDARD-Interview

"Gagen von Aufsichts­räten nicht adäquat"

11. Februar 2011 18:05
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    Foto: standard/hendrich

    Peter Michaelis: "Aufsichtsräte, die das als Ehrenamt sehen, verlieren ihre Messbarkeit. Ich möchte einen Aufsichtsrat, der eine hohe Haftung übernimmt, hohe Verantwortung trägt, aber auch entsprechend vergütet wird."

Der scheidende ÖIAG-Chef Peter Michaelis über die Grenzen zwischen Politik und Management, Millionenhonorare für Berater und zu niedrige Aufsichtsrats-Gagen

Wien - Der scheidende ÖIAG-Chef, Peter Michaelis, kritisiert, dass sich die Koalition nicht auf eine Reform der Staatsholding einigen kann. Er verstehe nicht, "warum man ein bewährtes Instrument nicht weiterentwickelt", sagt er im STANDARD-Interview. Am Ende eines Dialogs "sollten noch weitere Unternehmen zur ÖIAG kommen". Dagegen stellt sich die SPÖ.

Von den hohen Telekom-Beraterverträgen des Lobbyisten Peter Hochegger will Michaelis, der gleichzeitig Aufsichtsratschef der Telekom ist, nichts gewusst haben: "Wir schauen uns die Budgets auf Plausibilität an. Die Einzelaufträge sind Sache des Vorstandes." Grundsätzlich hält er höhere Aufsichtsratsgagen in Österreich für nötig. Die Fragen stellte Günther Oswald.

***

STANDARD: Ist die Wahl Ihres Nachfolgers nicht ungeschickt gelaufen? Man macht eine teure Ausschreibung, und dann wird es mit dem Generalsekretär der Industriellenvereinigung, Markus Beyrer, der Vertraute von Josef Pröll. Die SPÖ wird man so nicht an Bord holen.

Michaelis: Ich halte das für eine richtige Entscheidung. Markus Beyrer hat bewiesen, dass er auf dem politischen Parkett sattelfest ist, und er hat die Interessen der Industrie sehr gut vertreten. Deshalb kann er als Mittler zwischen diesen zwei Welten erfolgreich sein.

STANDARD: Trotzdem gibt es in der SPÖ massive Vorbehalte gegen die Staatsholding ÖIAG. Wäre es nicht Ihre Aufgabe gewesen, die zu beseitigen? Sind Sie damit gescheitert?

Michaelis: Wenn Sie wüssten, wie groß der Kraftaufwand war, die Regierung von der AUA-Privatisierung zu überzeugen. Da können wir froh und dankbar sein, dass das gelungen ist. Bei diesen Verhandlungen ist aber die politische Bühne erstarrt, das muss ich leider zur Kenntnis nehmen. In Summe sind wir aber nicht gescheitert. Wir haben die ÖIAG-Schulden reduziert und rund zwei Milliarden an Dividenden gezahlt.

STANDARD: Also mangelnde politische Weitsicht und nicht Ihre Kommunikationsunfähigkeit?

Michaelis: Die ÖIAG ist ein Erfolgsmodell. Meine dringende Bitte ist, dass man in einen Dialog eintritt. Am Ende sollten noch weitere Unternehmen zur ÖIAG kommen. Wir haben so viele Dinge, bei denen die Regierung in einen Lähmungszustand eingetreten ist, dass ich nicht verstehe, warum man ein Instrument, das sich bewährt hat, nicht weiterentwickelt.

STANDARD: Das liegt vielleicht an der Konstruktion. Sie haben die ÖIAG als Schutzschild vor politischen Begehrlichkeiten bezeichnet. Aber ist es nicht auch logisch, dass die Politik Begehrlichkeiten für Staatsbeteiligungen anmeldet?

Michaelis: Die Verantwortung liegt am Ende des Tages natürlich bei den Eigentümern. Aber das ÖIAG-Gesetz ist ein sehr kluges. Wir sind zuständig, dass die Unternehmen effizient geführt werden. Übergeordnete politische Interessen wie eine Universaldienstverordnung für die Post oder Infrastrukturüberlegungen bei der Telekom liegen in der Verantwortung der Politik. Aber nicht der tagtägliche Eingriff in das Unternehmensgeschehen.

STANDARD: Vielleicht will die Regierung aber nicht geschützt werden.

Michaelis: Das mag sein, aber meine Auffassung ist, dass die Regierung immer gefährdet ist, politische Tagesinteressen, Beschäftigungsinteressen usw. in die Unternehmen hineinzutragen, die mit freier Marktwirtschaft nichts zu tun haben. Deswegen müssen wir alles daransetzen, dass nicht in einem falsch verstandenen Verantwortungsbewusstsein in das Räderwerk eingegriffen wird.

STANDARD: Unter Beschuss stehen Sie ja vor allem von SPÖ-Seite, die Ihre 700.000-Euro-Gage anprangert. Würden Sie aus heutiger Sicht den Job unter einer SPÖ-geführten Regierung nochmals machen?

Michaelis: Wenn ich zehn Jahre jünger wäre, würde ich es nochmal machen. Zum Gehalt: Zu jenen Politikern, die immer wieder die Frage nach meiner Performance stellen, möchte ich schon sagen: Mein Fixum ist 350.000 Euro, alles andere ist an ganz bestimmte Erfolgskriterien gebunden. Aber welche Performance bringen eigentlich jene Politiker? Das kann ich als Wähler nirgendwo nachvollziehbar dokumentiert sehen.

STANDARD: Ihr Nachfolger soll offenbar weniger verdienen, wie man hört. Da schwingt auch mit, dass Ihr Gehalt zu hoch war ...

Michaelis: Ich glaube, für meine Amtszeit war das ein angemessener Betrag. Die AUA-Privatisierung war beispielsweise eine Art permanente Hauptversammlung. Wenn sich nun in der ÖIAG nichts ändert und keine neuen Unternehmen dazukommen, ist es sicher gerechtfertigt, darüber nachzudenken, für den neuen Vorsitzenden einen angepassten Betrag ins Auge zu fassen.

STANDARD: In Ihrer Amtszeit gab es auch Wirbel um die Aufsichtsratsgagen. Hat man in Österreich ein Problem mit guter Bezahlung? Ist die Bezahlung jetzt adäquat?

Michaelis:  Ich finde nicht. Dieses Thema wird mein Nachfolger wieder aufgreifen müssen. Wir müssen den Mut zu leistungsadäquater Bezahlung haben. Aufsichtsräte, die das als Ehrenamt sehen, verlieren ihre Messbarkeit. Ich möchte einen Aufsichtsrat, der eine hohe Haftung übernimmt, hohe Verantwortung trägt, aber auch entsprechend vergütet wird.

STANDARD: Stichwort Aufsichtsrat. Der Lobbyist Peter Hochegger bekam von der Telekom in zehn Jahren 25 Mio. Euro an Aufträgen. Sie sind Aufsichtsratschef. Waren Ihnen diese Summen bewusst?

Michaelis: Nein. Wir schauen uns die Budgets auf Plausibilität an. Die Einzelaufträge sind Sache des Vorstands. Als die Sache bekannt wurde, habe ich den Vorstand gebeten, die Revision drauf anzusetzen und alle Aufträge zu prüfen. Außerdem schauen wir uns unser Regelwerk an, ob da nachgeschärft werden muss. Wenn es Aufträge gab, hinter denen keine Leistung stand, werden wir natürlich massiv dagegen vorgehen.

STANDARD: Hat da nicht trotzdem der Aufsichtsrat versagt, wenn solche Summen für externe Beraterleistungen nötig sind?

Michaelis: Nein, das würde ich nicht sagen. Es ist nicht verkehrt, für Sonderthemen Spezialwissen von außen zu holen. Aber wenn Gelder für Zwecke verwendet werden, die nicht klar definiert sind, werden wir die Leute, die dafür verantwortlich sind, zur Verantwortung ziehen.

STANDARD: Hochegger hat auch bei der Buwog-Privatisierung gemeinsam mit Walter Meischberger fast zehn Millionen Honorar verdient. Sie waren damals Mitglied der Vergabekommission. Ist Ihnen nie etwas komisch vorgekommen?

Michaelis: Aus formaljuristischen Gesichtspunkten ist alles einwandfrei gelaufen - zumindest in jenem kurzen Zeitraum, in dem ich mit der Sache befasst war. Damals war nicht erkennbar, dass hier etwas inkorrekt gewesen sein könnte.   (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 12./13.2.2011)

Peter Michaelis (64) ist seit 2001 Chef der staatlichen Industrieholding ÖIAG, Ende Juni endet seine zweite Amtszeit. Zuvor war er in Deutschland beim Mannesmann-Konzern tätig.

Kommentar posten
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Christian Pleschberger1
 
13.02.2011 23:16
Pensionsvorosrge

Man darf gespannt sein, in welchen Aufsichtsrat Herr Michaelis demnächst einzieht. Wer hat Herrn Michaelis eigentlich seinerzeit in die Position des OIAG-Chefs gehievt. Und wieso folgt ihm jetzt schon wieder jemand nach, der von Unternehmensführung so gut wie keine Ahnung hat. Und welche Organisation war das gleich, die Herrn Grasser seinerzeit eine Homepage um ein paar hundert Tausender gesponsert hat?

Benno Berghammer1
14.02.2011 12:01
Michaelis Bestellung...war ausgemacht...

Wie üblich wurde Michaelis von Egon Zehnder International AG angesprochen, weil sich damals die Schwarz-Blau Regierung einen angeblich erfahrenen Auslandsösterreicher gewünscht hat. Michaelis war damals Beteiligungsmanager im Mannesmann-Konzern.
Man könnte auch Oberbuchhalter in einer Beteiligungsholding dazu sagen.

Man kann über die Privatisierungen durchaus Kritik üben, dass man allerdings einen Alleinvorstand bestellt, der für jede noch so kleine Entscheidung ein anwaltliches und ein Unternehmensberatungsgutachten benötigt, hat allein in seiner Amtszeit zig Mio Beraterhonorare mit wirklich bescheidensten Ergebnissen gekostet. Man trifft halt keine Entscheidungen, wenn der Herr mit der Leine streng ist. Dackel sei wachsam.

was auch immer...
 
13.02.2011 18:41
Michaelis - dreistes Genie

Ein gewisses Maß an Dreistigkeit kann man Michaelis jedenfalls nicht absprechen (böse Zungen mögen auch von Arroganz oder Verhöhnung des Steuerzahlers sprechen). Denn, gerade die AUA-Privatisierung (sprich: das Verschenken der AUA an die Lufthansa nach vorangegangener Herunterwirtschaftung Derselben) jetzt auch noch als Rechtfertigung für Michaelis' sattes Gehalt heranzuziehen grenzt schon an "Grasserismus". Wenn es tatsächlich so ist, dass die Hälfte davon (also 350.000) Bonuszahlungen sind, dann wäre es an der Zeit, die Erfolgskriterien für diese zu überdenken!

adaschauher
13.02.2011 17:09
Lauras kampfpsoter hatten wiedermal ein anstrengendes wochenende hier...

Heefcleeve
13.02.2011 12:56
Das System Grasser/Schüssel

Als Mitglied der Vergabekommission bei der Buwog-Entscheidung ist ihm in Bezug auf Amtsmissbrauch, Bestechung, verbotener Invention, Untreue, Betrug und Abgabenhinterziehung bestimmt rein gar aufgefallen, geschweige denn hätte er sich daran beteiligt. Denn es ist ja alles so supertransparent abgelaufen.
Es gilt die Unschuldsvermutung.

sonne-licht
 
13.02.2011 12:27
solange bei verträgen

nicht eine klausel besteht, wo manager oder berater für fehlprognosen oder unfähigkeit misswirtschaft, den schaden wieder gut zu machen, werden sich diese berater und manager um eine gesundes wirtschaften keine gedanken machen!

bei staatsnahen betrieben gehören manager und berater vereidigt den kodex dem volk zu dienen und nicht sich selbst

kodex gibts bei rechtsanwälten und ärzten jedoch nicht bei beamten, managern oder beratern - da kann jeder werken von gott verlassen auf teufel komm raus

Wolfgang Pimminger
 
13.02.2011 11:40
Ich hab grad so überlegt ...

... um das Geld das der Typ einstreift, kriegt man 10 recht gute Leute, die im Leben auch schon was auf die Beine gestellt haben.

Wenn die gemeinsam auch nur um 10% mehr Leistung bringen ist es schon ein Riesengewinn - es wären ja auch 9 Arbeitsplätze mehr geschaffen.

somussesnichtsein
13.02.2011 07:56
hoffentlich bald

werden arbeitende menschen aufstehen und das ganze theater beenden!

la ardilla diablo
13.02.2011 07:52
"Ich möchte einen Aufsichtsrat, der eine hohe Haftung übernimmt, hohe Verantwortung trägt, aber auch entsprechend vergütet wird."

und da ist der springende Punkt. Von dieser "Haftung" haben wir in der Wirtschaftskrise nix gesehen. Die mahcen weiter wie bisher...

Selbständiger
13.02.2011 06:10
Von den hohen Telekom-Beraterverträgen des Lobbyisten Peter Hochegger will Michaelis, der gleichzeitig Aufsichtsratschef der Telekom ist, nichts gewusst haben:

Also wenn ich das Richtig verstanden habe, wissen, können oder tun derzeitige Aufsichtsräte nichts, weil sie zu wenig verdienen. Das heisst, erst wenn Michaelis noch mehr als seine 700.000 € bekommen hätte, hätte er sich um die Veruntreuung und die Parteienfinanzierung gekümmert oder kümmern können?

Ergo, Aussichtsräte die weniger als 700.000 € bekommen, sind generell für nichts, weil sie für diesen mickrigen Obulus nichts tun oder nichts (tun) können.

Lieber Herr Michaelis, wer nichts kann, von nichts weiss und auch sonst nichts tut, hat eigentlich überhaupt keinen Anspruch auf eine Entschädigung für diese Alibifunktion. Sie dient nur dazu dem Volk vorzugaukeln, dass da noch jemand wäre, der die Vorstände kontrolliert.

övp sucks !!!
13.02.2011 00:25
wenn michaelist davon spricht, die interessen der industrie zu vertreten

ist völlig klar, dass es ihm nie um die interessen der republik gegangen ist.

exemplarisch zeigte sich das bei der privatisierung der va tech. statt im interesse der republik den verkaufspreis zu optimieren, hat er gemeinsame sache mit den käufern gemacht und wollte dabei zulasten der republik auf € 22,5 mio. verzichten.

die övp-ministerien haben jedoch eine fundiert argumentierte strafanzeige wegen untreue gemäß § 153 stgb unter den teppich gekehrt und ein ermittlungsverfahren darüber verhindert.

http://www.werkstatt.or.at/Diverses/... nzeige.pdf

was auch immer...
 
13.02.2011 18:52
VA Tech

Tja, und jetzt hat sich die Andritz AG die Wasserkraftsparte der VA-Tech unter den Nagel gerissen. Nach den Kennzahlen des Konzerns zu urteilen, scheint das einer ihrer profitabelsten und zukunftsträchtigsten Unternehmenszweige sein. Die Wege der Privatisierung sind oft unergründlich....
Nebenbei bemerkt: Andritz CEO, Wolfgang Leitner, der über eine Beteiliungungskonstruktion selber ca. 30%-Eigentümer ist, ist mit einem Vermögen von geschätzten 500 Mio. Euro wohl einer der reichsten 100 Österreicher...

Hasel Maus
13.02.2011 09:22
genauso wie er die AUA verscherbelt hat,

zuerst schlecht geredet, dann den schlechtest möglichen Zeitpunkt ausgesucht, um sie dann seinen Lufthansafreunden mit einem 500 Mill. Extra Geldgeschenk vom österr. Steuerzahler nachzuschmeißen...

Snorre Snorrensen
13.02.2011 02:56
gibt es denn keine partei

die das sonderbare "vergessen" dieser fundierten und lesenswerten strafanzeige näher untersuchen will und dafür eine parlamentarische anfrage nutzen will?

Wolfgang Pimminger
 
13.02.2011 06:11
Was hindert Sie daran

dieses Dokument an die Parteizentralen zu übermitteln und diese zu ersuchen, der Sache nachzugehen?

Snorre Snorrensen
13.02.2011 10:56
diese strafanzeige liegt bereits seit 9.2.2005 bei der staatsanwaltschaft

seither ist genauso viel passiert, wie mit der legendären strafanzeige gegen ex-innenminister strasser.

die friedensaktivisten, die diese strafanzeige eingereicht haben, haben nie irgendeine information erhalten, wie diese strafanzeige behandelt wurde, obwohl sie ausdrücklich darum ersucht haben.

es läge an der korruptionsstaatsanwaltschaft zu klären, warum gewisse machtklüngel systematisch von einer strafverfolgung verschont werden.

Dalien
 
12.02.2011 21:56
Der Korruptionist

soll nur aufpassen das er nicht in einer dunklen Nacht vom geholt wird!

Bernd Senf for Wirtschaftsminister
12.02.2011 21:47
Na dann übersetzen wir doch einmal:

"auf dem politischen Parkett sattelfest ist" --> kennt die richtigen Leute und vergisst natürlich nicht auf seine politischen Freunderl

"die Interessen der Industrie sehr gut vertreten" --> lupenreiner Kapitalist ohne Gewissen, einzig und allein der Gewinn zählt, kein Interesse am Arbeitsvieh

"Als die Sache bekannt wurde, habe ich den Vorstand gebeten, die Revision drauf anzusetzen und alle Aufträge zu prüfen" --> als es rauskam, musste ich halt zumindest zum Schein so tun als würde ich etwas unternehmen

ravenna
12.02.2011 21:31

Gute Beispiele zu welchen Postings Ahnungslosigkeit und/oder Linkslastigkeit führt, siehe unten. :-)

jesus mohamed von wien
12.02.2011 21:23
nein es stimmt schon, die machen den knochenjob zu dumpingpreisen

da kommen ja nicht einmal leute aus dem ostblock mit. je teurer etwas ist umso besser muss es sein. hätte man ihn zb. eine erfolgsprämie von 10 % für einen gewinn beim aua verkauf gegeben, hätte er das unternhmen sogar noch mit gewinn verkauft. so musste er das geld der konkurenz nehmen und die aua mit verlust und zugabe verkaufen.

Meerwelle
12.02.2011 21:10
"Gagen von Aufsichts­räten nicht adäquat"

Respekt, jetzt ist auch der ÖIAG-Chef schon darufgekommen, dass die nicht der Leistung angemessen und zu hoch sind.
:)

j.ohn
12.02.2011 20:59

Da spiegelt sich die ganze Arroganz einer vollkommen abgehobenen Oligarchie wider. Materielle Priviligien weit jenseits jeden Augenmaßes werden als selbstverständlich betrachtet, persönliche Konsequenzen oder Verantwortung aber dafür nie übernommen - zahlen darf im Zweifelsfall ja ohnedies die Allgemeinheit.

Karl-Heinz Grassa (es gilt die UVM.)
 
12.02.2011 22:40
Sie verstehen halt nicht wie gewaltig riesig ...

anstrengend diese Verantwortung ist.

Ich bin noch immer so stolz auf das Nulldefizit. Ich wäre auch ein guter Kandidat für den Job des Michaelis - ich habe schon sehr erfolgreich privatisiert und auch in meiner privatwirtschaftlichen Tätigkeit war ich sehr erfolgreich.

Das werdet Ihr faulen und ungebildeten Linksrotzlöffel aber nie verstehen.

So ich muss jetzt wieder mein Pferd reiten.

Euer

KHG

bastie100
12.02.2011 21:19
an der fehlenden verantwortung von aufsichtsräten ist einzig und allein der gesetzgeber (dabei im speziellen die spö) schuld.

es bedürfte nur einer kleinen gesetzesänderung des AktG und aufsichtsräte würden zukünftig in die verantwortung genommen. da die unternehmen ihre aufsichtsräte, ähnlich wie in deutschland jedoch zu einem drittel mit arbeitnehmervertretern zu besetzen haben (was in UK bspw nicht denkbar wäre und dazu führte, dass sich unternehmen wie ua ein bekannter dt autohersteller ausländischen gesellschaftsformen bedient um dies zu vermeiden) und diese arbeitnehmervertreter daher ebenfalls haftbar würden, sträubt sich die selbsternannte arbeiterpartei diesen, sicherlich notwendigen schritt zu setzen.

bernd12345
12.02.2011 22:20
??????

Nach dem AktG haftet der AR schon jetzt für Fehlverhalten. Welche Änderung soll das sein die Sie meinen ? Das Haftungsregime bei der AG stammt zudem aus einer Zeit in der AN Mitbestimmung noch kein Thema war.

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