Afrika-Rundreise von Außenminister Yang
Harare - Chinas Außenminister Yang Jiechi will in Simbabwe Verträge
über Rohstofflieferungen und Entwicklungsprojekte in Milliardenhöhe abschließen.
Insgesamt haben die Abkommen nach Medienberichten ein Volumen von zehn
Milliarden Dollar (7,35 Milliarden Euro). Yang traf zu Beginn seiner achttägigen
Reise in mehrere afrikanische Staaten sowie in die Vereinigten Arabischen
Emirate (VAE) am Donnerstagabend in Harare ein. "Dieser Besuch soll unsere
Beziehungen stärken", sagte der Minister bei seiner Ankunft. China sei bereit,
die Zusammenarbeit mit dem afrikanischen Land weiter zu intensivieren. "China
legt großen Wert auf seine Beziehungen zu Simbabwe und betrachtet Simbabwe als
guten Freund, guten Bruder und guten Partner."
Im UNO-Sicherheitsrat verhinderte China 2008 mit seinem Veto die Verhängung
von Sanktionen gegen Simbabwe. Nachdem der seit 30 Jahren regierende Präsident
Robert Mugabe, der das einstige Südrhodesien in die Unabhängigkeit geführt
hatte, weiße Farmer vertrieben und die Wirtschaft stark reglementiert hat,
leidet das Land unter wirtschaftlichem Niedergang und weitgehender Isolation
durch die westliche Welt.
Chinas Außenminister wird nach Simbabwe auch Gabun, den Tschad, Guinea, Togo
und die VAE besuchen. Bereits 2008 war Yang in mehrere afrikanische Länder
gereist. Peking hat in den vergangenen Jahren mehr als 100 Milliarden Dollar in
Afrika investiert, derzeit wird die Zahl der chinesischen Arbeiter und Experten
in Afrika auf eine Million geschätzt. (APA/dpa)