Peking will Milliardenverträge mit Harare schließen

11. Februar 2011, 16:56
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Afrika-Rundreise von Außenminister Yang

Harare - Chinas Außenminister Yang Jiechi will in Simbabwe Verträge über Rohstofflieferungen und Entwicklungsprojekte in Milliardenhöhe abschließen. Insgesamt haben die Abkommen nach Medienberichten ein Volumen von zehn Milliarden Dollar (7,35 Milliarden Euro). Yang traf zu Beginn seiner achttägigen Reise in mehrere afrikanische Staaten sowie in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) am Donnerstagabend in Harare ein. "Dieser Besuch soll unsere Beziehungen stärken", sagte der Minister bei seiner Ankunft. China sei bereit, die Zusammenarbeit mit dem afrikanischen Land weiter zu intensivieren. "China legt großen Wert auf seine Beziehungen zu Simbabwe und betrachtet Simbabwe als guten Freund, guten Bruder und guten Partner."

Im UNO-Sicherheitsrat verhinderte China 2008 mit seinem Veto die Verhängung von Sanktionen gegen Simbabwe. Nachdem der seit 30 Jahren regierende Präsident Robert Mugabe, der das einstige Südrhodesien in die Unabhängigkeit geführt hatte, weiße Farmer vertrieben und die Wirtschaft stark reglementiert hat, leidet das Land unter wirtschaftlichem Niedergang und weitgehender Isolation durch die westliche Welt.

Chinas Außenminister wird nach Simbabwe auch Gabun, den Tschad, Guinea, Togo und die VAE besuchen. Bereits 2008 war Yang in mehrere afrikanische Länder gereist. Peking hat in den vergangenen Jahren mehr als 100 Milliarden Dollar in Afrika investiert, derzeit wird die Zahl der chinesischen Arbeiter und Experten in Afrika auf eine Million geschätzt. (APA/dpa)

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